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Almauen & Neydhartinger Moore

Das 100 ha große Naturschutzgebiet Almauen liegt am Unterlauf der Alm und umfasst neben Hartholzau-Beständen und Kiefernauen zum Teil sehr großflächigen Schotterflächen am Ufer der Alm. Die heilende bzw. therapeutische Wirkung des Neydhartinger Moors wurde bereits im Jahre 1364 erkannt. Durch Torfabbau und Entwässerung wurde es stark beeinträchtigt, in Teilen findet sich aber noch eine artenreiche Moorlandschaft.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen
  

Das Neydhartinger Moor wurde 2005 von der OÖ Landesregierung zum Naturschutzgebiet erklärt. Es befindet sich rund 2,5 km südwestlich des Ortes Bad Wimsbach-Neydharting.

Das Neydhartinger Moor ist einerseits wertvolles Naturschutzgebiet, andererseits begründet die Nutzung dieser natürlichen Ressource den Ruf von Bad Wimsbach-Neydharting als Moorheilbad. Vor diesem Hintergrund ist es auch zu verstehen, dass das Neydhartinger Moor durch menschliche Nutzung überformt und nicht mehr in seinem ursprünglichen Zustand ist. Vom Charakter her ist das Neydhartinger Moor ein Flachmoor, das vom Wimbach durchflossen wird. Seine heilsame Wirkung wurde übrigens schon im Mittelalter gerühmt und im Moorbad war kein geringerer als der berühmte Arzt Paracelsus tätig.

Das Moor entstand aus eiszeitlichen Gletscherseen, die durch intensives Wachstum zum Flachmoor wurden. Dort sammelte sich eine einzigartige Vielfalt an voralpiner Vegetation in der Senke des Neydhartinger Beckens. In der Geologie gilt eine mindestens 30 cm starke Schicht oder Schichtfolge von Torfen als Moor. Die Flachmoor-Torfe, wie das Neydhartinger Moor, entstehen durch Stapelung von Pflanzenresten, die nicht vollständig verrotten, da die Bodenlebewesen unter den herrschenden sehr nassen Bedingungen und unter Luftmangel in ihrer Vitalität gehemmt sind.

Verschiedene Heilprodukte (Bäder, Trinkkuren, ...) aus dem Neydhartinger Moor gibt es online zu erwerben


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Almauen
Tierarten:
Gänsesäger, Schellente, Eisvogel, ... das Almtal gehört wegen seiner landschaftlichen Vielgestaltigkeit zu den ornithologisch interessantesten Gebieten Oberösterreichs! Durch den enormen Höhenunterschied zwischen Ursprung (im Toten Gebirge) und Mündung finden sich eine Reihe verschiedenartiger Biotope, die mehr als 120 Vogelarten Brut- und Lebensraum bieten, von Durchzüglern und Wintergästen ganz abgesehen.
Pflanzen:
Gemeiner Wacholder, dunkle Akelei, seltene Orchideen (Fliegenragwurz, Blasses Knabenkraut) auf den humusreichen Böden der „Mittleren Au“, Enzian-und Steinbrecharten, Maiglöckchen, Mädesüß;
Vor gut hundert Jahren wurde der Flusslauf reguliert und die Alm in ein Bett gezwängt. Dadurch hat sich das Gerinne eingetieft und die Schotterflächen zu beiden Seiten mehr oder weniger trockengelegt. So finden wir nur unmittelbar am Wasser (weichholzige) Weiden und Erlen, Elemente einer „weichen" Au. Den Hauptanteil des Naturschutzgebietes bildet eine „harte" Au: Die lückige Baumschicht setzt sich aus Esche, Ulme, Eiche, Hainbuche, Bergahorn, Fichte und Föhre zusammen, Fichte und die ursprünglich standortfremde Schwarzföhre wurden eingeforstet. Aus der üppig ausgebildeten Strauchschicht seien nur Liguster, Hartriegel, Pfaffenkäppchen und Schneeball herausgegriffen. Eine Besonderheit ist, dass es in der Krautschicht Vertreter der subalpinen Flora gibt, die mit dem Fluss aus dem Gebirge in die Niederung gewandert sind. Es gibt hier nicht nur Schneerosen, Seidelbast, Akelei, Zyklame und Frauenschuh, sondern auch Eisenhut, Wolfseisenhut und die Türkenbundlilie, um nur einige zu nennen. Für den Naturfreund am interessantesten aber sind jene höher gelegenen Auteile, die vom Grundwasser auch bei Überschwemmungen nicht mehr erreicht werden, Trockeninseln innerhalb der Au, kleinräumige Zonen mit Versteppungserscheinungen. Hier finden wir – zum Teil sogar bodendeckend – Wacholder, und als weitere Vertreter einer Trockenflora neben manch anderen Erika, Sonnenröschen, Karthäusernelke und Hauhechel.
Lebensräume:
Sehr abwechslungsreich, die Palette reicht von Kiesbänken und Uferböschungen bis zu Trockenstandorten (sog. „Heißländen“, das sind Standorte für spezialisierte, zumeist sehr seltene Pflanzenarten), vom Laub- und Föhrenwald bis zum Fichtenforst. Entsprechend mannigfaltig ist die Flora.
Der Großteil ist Wald, größtenteils Auwaldgesellschaften, aber auch Fichtenforste (teils auf potenziellen Auwaldstandorten). Ein weiterer Lebensraumtyp ist der Fluss Alm (von Weiden gesäumt) mit dem kiesig-schotterigen Flussbett und Schotterbänken. Die Zusammensetzung der Baumarten (z. T. Stieleiche, Rotbuche, sogar Birke) ist nicht immer typisch für einen Auwald. Zudem finden sich Pestwurzfluren und eine artenreiche Strauchschicht (Hartriegel-Weidengebüsch, Wacholder).

Neydhartinger Moor
Pflanzen:

Asch- und Grauweide, Schwarz- und Grauerle, verschiedene Seggenarten (Carex), Schilfrohrarten und Riesenschachtelhalm.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Almauen
Bewahrung des Fluss- und Auengebietes entlang der Alm, d. h. Bewahrung der Fließstrecken der Alm, der Geschlossenheit des Auengürtels, und Sicherung der naturnahen Waldbereiche; Umwandlung der Fichtenforste in naturnahe Waldflächen, Wiederentwicklung der Heißländen durch Gehölzrückschnitt und Mahd sowie Renaturierung der Alm.

Neydhartinger Moor
Trotz des jahrzehntelangen (eingeschränkten) Torfabbaus für das angrenzende Moorbad steht die Schutzwürdigkeit außer Frage. Der Schutzzweck liegt vor allem in der Bewahrung des Gewässerhaushaltes.
Eine weitgehend unbeeinträchtigte Entwicklung des Moores Ist unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr möglich. Das Moor als solches ist massiv beeinträchtigt und es geht hier um die Bewahrung ökologisch bedeutsamer Strukturen, die sich trotz der Überprägung und Nutzung des Moores erhalten haben und weiterentwickeln.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Diese sind die Nutzung des Moores als Heilvorkommen im Sinn des OÖ. Kurortegesetzes auf einer jeweils offenen Fläche von höchstens 2 ha;
In den Almauen darf nicht weiter mit Nadelholz aufgeforstet werden, Kahlschläge dürfen höchstens 0,25 ha groß sein. Beunruhigung und Abschuss des Kormorans ist erlaubt (nach den Bestimmungen der Artenschutzverordnung), ansonsten gelten die üblichen für NSGs festgesetzten Bestimmungen.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Almauen" in Bad Wimsbach-Neydharting und Steinerkirchen an der Traun 
Gesamte Rechtvorschrift für V Naturschutzgebiet "Neydhartinger Moor" in Bad Wimsbach-Neydharting


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: AlmauenEuropaschutzgebiet Untere Traun
Karte im DORIS anzeigen: Almauen, Europaschutzgebiet Untere Traun
Region Salzkammergut: Naturschutzgebiet Almauen und MoorschutzgebietNeydhartinger Moor
Website: Heilmoor Neydharting
Website ROUTE YOU: Neydhartinger Moor


Literaturtipps

Hofbauer, M. (1993), Die Alm - Wasserkraftnutzung und ökologischer Zustand - eine Bestandsaufnahme 
Rechberger, H. (1985), Oberösterreich Wanderbare Naturschutzgebiete. -Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich
Geistberger, I. (1997), Diplomarbeit an der Universität Salzburg. Die Vegetation im Naturschutzgebiet "Almauen" in Oberösterreich
Sokoloff S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Stöber, O. (1971), Das ewige Moor - Apollo, Heft 25: 8-9
Strauch, M. (1997), Vom Torfabbau zum Monitoring -Aktivum, 2/97, S.16
Strohmayer-Dangl, E.& D. Thaller (1993), Struktur- und Vegetationskartierung Neydhartinger Moor - Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs. -Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Bd.6
Weinmeister, B. (1967), Geschützte und schutzbedürftige Landschaften Oberösterreichs, Landschaft Oberösterreich


Aktualisiert im November 2021

Almsee und Umgebung

Das Naturschutzgebiet liegt im Almtal im Salzkammergut. Der Almsee ist ein nährstoffarmer Alpensee in herrlicher Lage und mit nahezu überall naturnahen Ufern. Inselartige Vermoorungen und ausgedehnte Erlenbruchwälder am Nord- und Südufer prägen außerdem sein Erscheinungsbild.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen   

Die Alm ist der Abfluss des Almsees nördlich des Toten Gebirges, ist 48 km lang und mündet in die Traun (bei Fischlham). Der Almsee steht bereits seit 1965 unter Naturschutz (wahrscheinlich bereits früher, aber die Seen-Naturschutzgebieteverordnung datiert 1965).
Ein schöner Rundwanderweg verläuft um den See (Rückweg Westufer = Straße; insgesamt 6 km, ca. 2 Std. Gehzeit). Im Sommer an manchen Stellen Badegäste.
Segeln, Surfen, Stand-Up-Paddeln und Tauchen ist nicht erlaubt (die maximale Seetiefe von 9 Metern würde auch kaum Taucher anlocken). Dafür gilt der Almsee unter Fliegenfischern als „Eldorado“.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter) 

Tierarten:
Biber, Ringelnatter, verschiedenste Fischarten; Höhlenbrütende Vogelarten wie Sperlingskauz, Hohltaube, Halsband- und Zwergschnäpper, verschiedenste Entenarten (von Blässhuhn bis Zwergtaucher), Graugänse, Graureiher, …;
Ornithologisch stellt das Almsee-Gebiet eine Besonderheit dar! Auf engstem Raum kommen wassergebundene Vogelarten wie Haubentaucher, Eisvogel und Rohrammer neben Hochgebirgsbewohnern wie Mauerläufer und Steinadler (der See ist Teil seines Reviers/Jagdgebiets) vor.
Pflanzen:
verschiedenste seltene Farne und Gräser, Schlangen-Bärlapp, Steinbeere, Glanz-Skabiose, ... eine feine Pflanzen-Artenliste findet sich auf der Website Land OÖ unter dem Tab „Artenlisten“.
Lebensräume:
Erlenbruchwald, Wiesen und eine Verlandungszone am Südufer; unterirdische Quellaustritte, ausgezeichnete Wasserqualität;


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Schutzzweck ist die Bewahrung der ökologischen Funktionsfähigkeit des Sees – natürliche Prozesse sollen langfristig ungestört ablaufen können und störende Einflüsse (auch von außerhalb des Sees), vermieden werden. Dazu zählt die ungestörte Entwicklung einer autochthonen Vegetation und Tierwelt. Auch die Zunahme von Seeeinbauten und Ufergestaltungsmaßnahmen soll vermieden werden. Als landschaftliche Besonderheit im See galt die "Schwimmende Insel“, die inzwischen angelandet und stationär ist. Sie wurde bereits in Schriften des 19. Jahrhunderts erwähnt.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

sind das Befahren des Sees mit Ruderbooten (Fischer auch mit Motor- oder Elektrobooten im Rahmen der rechtmäßigen Ausübung der Fischerei, aber verboten von 1. Oktober - 15. April); 
Besatzmaßnahmen im Rahmen der Fischerei dürfen ausschließlich mit Seeforelle, Bachforelle, Seesaibling, Bachsaibling (bis maximal 700 kg/Jahr), Äsche, Koppe, Schmerle und Elritze erfolgen;
ansonsten gelten im Wesentlichen die üblichen für NSGs festgesetzten Bestimmungen (s. Kategorien Schutzgebiete: Wegebenutzung, Jagd, vereinbarte forstliche Nutzungen, extensive Bewirtschaftung von Wiesen u. Ä.).
Tauchen, Segeln und Surfen ist verboten.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für Seen-Naturschutzgebieteverordnung
Verordnung der Oö. Landesregierung, mit der der Almsee und Umgebung in der Gemeinde Grünau im Almtal als Naturschutzgebiet festgestellt wird


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Almsee und Umgebung 
Karte im DORIS anzeigen: Almsee und Umgebung
Region Salzkammergut: Almsee Umgebung
Wikipedia: Almsee


Literaturtipps

Lenzenweger, R. & J. Steinkohl (1994), Closterium subfusiforme MESSIKOMMER-eine bemerkenswerte Alge aus dem Almsee (Oberösterreich) 
Pühringer, N. (1990), Hohltaube, Sperlingskauz, Halsbandschnäpper und Zwergschnäpper - höhlenbrütende Vogelarten der "Roten Liste" im inneren Almtal -ÖKO.L, 12/1
Drack, G. (1992), Die Bedeutung des Almsees als Lebensraum einer Wasservogelgemeinschaft -ÖKO.L, 14/3
Hemetsberger, J. (2000), Singvogel-Monitoring am Almsee, Oberösterreich erste Ergebnisse des Jahres 1999 -Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 8
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs -Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Bd.6
Sokoloff S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Weinmeister, B. (1967), Geschützte und schutzbedürftige Landschaften Oberösterreichsin: Landschaft Oberösterreich
Strohmayer-Dangl, E.& D.Thaller (1993), Strukturkartierung Almsee -Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz, Linz


Aktualisiert im November 2021

 

Altpernstein

In der Gemeinde Micheldorf, rund um die Burg Altpernstein befindet sich dieses etwa 36 ha große Landschaftsschutzgebiet. Neben den Waldflächen, die den größten Teil des Schutzgebietes einnehmen, sind vor allem orchideenreiche Magerwiesen für den Artenreichtum verantwortlich. Ein Teich, sumpfige Flächen und sogar die Felsspaltenvegetation tragen zur ökologischen Vielfalt bei.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen  

Das Schutzgebiet rund um die Burg setzt sich aus unterschiedlichsten Lebensräumen zusammen. Der größte Teil der Fläche wird von Wäldern eingenommen. Der große Reichtum an verschiedenen Pflanzen- und Tierarten ist jedoch vor allem auf die Magerrasen und andere Wiesengesellschaften zurückzuführen (die jedoch zunehmend von Nutzungsaufgabe bedroht sind). Besonders wertvoll sind die Magerrasen in einigen extrem steilen Bereichen, in denen zahlreiche Orchideen wachsen. Neben den Wiesen- und Waldflächen umfasst das Schutzgebiet auch einen Teich mit Sumpfgebieten und sogar Felsspaltenvegetation im Bereich des Schlosses.

Besucher erreichen das Naturjuwel über die Zufahrtsstraße zum Schloss oder über einen Wanderweg von Micheldorf aus. Dieser führt mitten durch die Wiesenlandschaft.

Die mittelalterliche Burg wurde um 1000 errichtet und 1160 erstmal urkundlich erwähnt. Sie kann besichtigt werden, auch Übernachtungen und Seminare sind möglich. Die Räume werden auch für Feiern und Hochzeiten genutzt. Direkt bei der Burg gibt es einen Bogenparcours und Klettersteig.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Lebensräume:
Mischwälder, Magerwiesen (z. T. sehr steile Wiesen, mit vielen Orchideenarten!). Geologie: Hauptsächlich Hauptdolomit, z. T. aber auch andere typische Gesteine der Nördlichen Kalkalpen (aus den Kössener Schichten, Räthkalke und Juragesteine).
Neben den üblichen Wild- und Vogelarten gibt es viele geschützte bzw. bemerkenswerte Pflanzen- und Insektenarten. Eine feine Liste darüber findet sich auf der Website des Landes OÖ (s. unten) unter dem Tab „Urkunden“ in „Wissenschaftliches Gutachten“.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Die Vermeidung von Aufforstungen der noch vorhandenen Wiesen ist Teil des Managements, funktioniert leider aber nicht immer; Extensivierung der Mahd.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Veränderungen an Wegen, Parkplätzen, Stromleitung, Schotterentnahme, Errichtung div. Anlagen (z. B. Windkraft, Sportanlagen u. Ä.) und dgl. erfordern behördliche Bewilligung.

Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Landschaftsschutzgebiet "Altpernstein" in Micheldorf


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Altpernstein
Karte im DORIS anzeigen: Altpernstein
Website: Burg Altperstein
Wikipedia: Burg Altpernstein
Website OÖ Tourismus GmbH: Altpernstein


Literaturtipps

Brands, M. (2006), Landschaftsschutzgebiet Altpernstein -Informativ, Heft 43, S. 15
Wacha, H. (2006),  "Altpernstein" - Oberösterreichs 15. Landschaftsschutzgebiet wurde eröffnet. -Informativ, Heft 44, S. 17
Kapl, S. (2007), Entbuschungsaktion im Landschaftsschutzgebiet Altpernstein -Informativ, Heft 46, S. 9
Weißmair, W. (2004), Der Schmetterlingshaft Libelloides macaronius (SCOPOLI 1763) (Insecta: Neuroptera: Ascalaphidae) in den Ennstaler Voralpen (Oberösterreich) Verbreitung-Schutz-Management -Denisia, Band 13, 269-275


Aktualisiert im November 2021

Alwis Wiener

Atterseeexperte, Pfahlbauvermittler, Mitbetreuer des Aquarium in Weyregg

Am Weg zur Waldwildnis

Der Urwald von morgen im Nationalpark Kalkalpen

Andrea Thauerböck

Natur- und Landschaftsvermittlerin, Bio-Bäuerin

Angelika Stückler

Biologin, Nationalpark Kalkalpen Ranger, Waldpädagogin, Wildnispädagogische Ausbildung, Naturwacheorgan

Anna Maria Hauser

Akademische Expertin für Wildkräuter und Arzneipflanzen (Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik, Wien), Kräuterpädagogin (LFI), Ernährungscoach (WIFI), zertifizierte Erwachsenenbildnerin (wba), Seminarleiterin, Malerin und Illustratorin.

Anneliese Frandl

Natur- und Landschaftsführerin

Astrid Schauer

Vegetationsökologin, Naturvermittlerin, Waldpädagogin, Bio-Bäuerin, Naturwacheorgan im Böhmerwald

Auf Entdeckungsreise am Sebaldusweg

Per Pedes, mit E-Bike oder Kanu durch das sanfte Hügelland des Ennstals

Auf ins Alm-Paradies!

Mit Kräutern, Geschichten und Jodlern in die Bergwelt wandern

Auf ins Wald-Paradies!

Aufatmen im Almtal für Mensch & Natur

Auf Tauchgang im Waldmeer

In die Tiefen der wundersamen Naturparkwälder versinken

Ausflug in die Vergangenheit

Traditionelle Arbeitsweisen aus Urgroßmutters Zeiten

Bad Leonfelden

Bad Leonfelden ist eine oberösterreichische Stadtgemeinde im Oberen Mühlviertel im Bezirk Urfahr-Umgebung, im Jahr 1154 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt.
Die Lage an zwei von der Donau nach Böhmen führenden Handelsstraßen brachte den Bürgern Wohlstand. Der Markt wurde 1850 Sitz eines Bezirksgerichts, Zentrum des Gerichtsbezirks Leonfelden und 1903 dem neu gegründeten Bezirk Urfahr angegliedert.
In Leonfelden bestand bereits zwischen 1881 und 1919 ein Moorbad. In den 1960er-Jahren wurde ein Kurhaus eröffnet und der Kurort darf sich seither Bad Leonfelden bezeichnen.
Seit den 1970er-Jahren wurde Bad Leonfelden zum Schulort des mittleren Mühlviertels ausgebaut und in der Folge im Jahr 2001 von der Oberösterreichischen Landesregierung aufgrund dieser und seiner wachsenden Bedeutung als Grenz- und Kurort sowie Zentrum des mittleren Mühlviertels von der Oberösterreichischen Landesregierung zur Stadtgemeinde erhoben.
Am 26. April 2013 wurde die grenzüberschreitende Landesausstellung unter dem Titel „Alte Spuren – Neue Wege“ gemeinsam mit Freistadt, Český Krumlov (Krumau) und Vyšší Brod (Hohenfurth) eröffnet. Inhaltlich stand dabei die alte Kulturpflanze Hopfen im Ausstellungskonzept als Synonym für die Ess- und Trinkkultur und speziell für die traditionelle Bedeutung der Bierkultur in dieser Region, das Salz für die wirtschaftliche Bedeutung der Handelsstraßen und dem damit verbundenen Reichtum der Region.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Als einziges Hochmoor des Gebietes ist das Brunnwaldmoor westlich Bad Leonfelden anzuführen. Das Moor ist durch den noch immer erfolgenden Torfabbau relativ stark gestört, landschaftlich aber sehr reizvoll.
Das Loipletzberger-Moor im Pfarrwald ist als Übergangsmoor anzusprechen, in dem sich Hochmoor- und Niedermoorpflanzen mosaikartig verzahnen.
Durch Wollsackverwitterung entstand am Osthang des Sternsteins ein Stein, der wie ein Pilz aussieht, und daher als Naturdenkmal „Pilzstein“ bezeichnet wird.
Die ehemalige, rund 200 Meter lange, Schwedenschanze bildete im Dreißigjährigen Krieg eine Sperre gegen den Einfall der Schweden ins Mühlviertel. Neben dem Flurnamen Schwedenschanze sind noch Reste des Walls sichtbar.
In der Nähe des Ortsteils Oberlaimbach befindet sich ein Granitstein, der eine markante Stelle der europäischen Hauptwasserscheide zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Schwarzen Meer kennzeichnet.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Eine zoologische Besonderheit des Leonfeldener Moors ist das Vorkommen der Speer-Azurjungfer.
Pflanzen:

Gerade in den Torfstichzonen des Brunnwaldmoores befinden sich große Bestände der in Oberösterreich vom Aussterben bedrohten Drachenwurz. Am Moorrand sind schöne Bestände des Blutauges zu finden.
Bemerkenswert sind die Bestände des Siebensterns im Loipetzberger Moor. Die Fläche ist mit einem Moorwald bestanden, der sich aus Moorbirke, Faulbaum, Schwarzerle und Fichte zusammensetzt. Im Unterwuchs dominiert Pfeifengras und Spitzblütige Binse.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Der Schutz der letzten Moorflächen stellt ein zentrales Ziel des Naturschutzes dar, wobei der Erhaltung intakter hydrologischer Verhältnisse in und um die Moore die entscheidende Rolle zukommt. Zahlreiche Moorstandorte sind durch menschliche Eingriffe (z. B. durch Entwässerung und Aufforstung, Torfabbau (nur mehr punktuell), Eutrophierung durch atmosphärischen Nährstoffeintrag, Eutrophierung durch Nährstoffeinträge aus angrenzender landwirtschaftlicher Nutzung) stark beeinträchtigt.
Renaturierungsmaßnahmen wie beispielsweise die Hebung des Grundwasserspiegels durch Wiederverschließung von Entwässerungsgräben, die Verhinderung von Nährstoffeinträgen aus angrenzender landwirtschaftlicher Nutzung durch Extensivierung der Umgebungsnutzung und die Renaturierungen beeinträchtigter Flächen insbesondere durch Anhebung bzw. Stabilisierung des Grundwasserstandes sind daher wichtige Anliegen des Naturschutzes.


Websites, weiterführende Links

Land Oö: DORIS - Bad Leonfelden (Politischer Bezirk Urfahr-Umgebung)Schutz und Renaturierung aller Moorflächen 
Website: Stadtgemeinde Bad Leonfelden 
Website: Tourismusverband Mühlviertler Hochland 
Website: Wikipedia

Barbara Rems-Hildebrandt

Studium Ökologie Uni Wien (BSc) und Wildtierökologie und Wildtiermanagement BOKU (MSc)

Ausbildung Feldornithologie, Waldpädagogik und seit 2016 zertifizierte Nationalpark Rangerin Donau Auen in Orth an der Donau und im Nationalparkinstitut Petronell.

Barbara Schober

Diplompädagogin für Agrar- und Umweltpädagogik, Landwirtin, Schule am Bauernhof Anbieterin, Lehrerin im Agrarbildungszentrum Salzkammergut

Bärbel Ranseder

Gartenbaustudium an der Fachhochschule Weihenstephan/München, Kräuterpädagogin, Zertifikat in Ethnobotanik und Ethnomedizin an der Universität Zürich, Mitglied im Pfahlbauverein Attersee, Buchautorin: Heil- und Kräuterweine

Bat Night

Nächtliches Forschen mit Fledermausspezialisten

Ben Chalcraft

Biobauer und Landschaftsgärtner

Ben und die 4 Elemente

Naturabenteuer mit Erde, Wasser, Luft und Feuer im Stift Kremsmünster

Benjamin Ecker

Ausbildung zum Fachsozialbetreuer für Behindertenarbeit, Ausbildung zum Waldpädagogen

Bergparadies Warscheneck im Sommer

Alte Bergwälder und blühende Bergwiesen im Karstgebirge erleben

Bergparadies Warscheneck im Winter

Mit Schneeschuhen durch die Stille

Bernadette Frühauf

Dipl. Wildkräutertrainerin, Natur- und Landschaftsvermittlerin, Reiseleiterin, Fremdenführerin in Ausbildung

Bernd Pfleger

Selbstständiger Wildnis-Guide, Biologe und Natur-Reiseveranstalter, Wander- und Schneeschuhführer
Studium Umweltsicherung an der FH Weihenstephan, Masterlehrgang „Management of Protected Areas“ an der Uni Klagenfurt

Bernhard Rihl

Imker seit 2012, Mit-Initiator und Gesellschafter LinzerBiene OG

Bernhard Sulzbacher

Nationalpark Förster, Nationalpark Ranger

Berta Pfoser

Naturvermittlerin im Team der Böhmerwaldschule, TEH (Traditionelle europäische Heilkunde), „Grüne Kosmetika"

Bettina Jehle

Wander- und Schneeschuhführerin, Waldpädagogin

Bettina Lumetzberger

Beamtin der Stadt Linz, dipl. Heilkräuterpädagogin, Human- und Tierenergetikerin, Seminare Core-Schamanismus

Birgit Chalcraft

Volksschulpädagogin, Biobäuerin, Schule am Bauernhof, Tiergestützte Pädagogik

Blühende und fliegende Juwele im Nationalpark

Von Blütenpflanzen und Schmetterlingen

Blütenzauber im Nationalpark

Orchideen und andere botanische Kostbarkeiten entdecken

Böhmerwald

Der Böhmerwald ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas. Das Europaschutzgebiet dient dem Schutz wertvoller Lebensräume wie Moorwälder und Hochmoore und seltener Tier- und Pflanzenarten.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Schutzgüter lt. FFH-Richtlinie gelistet: Flussperlmuschel, Grüne Keiljungfer, Bachneunauge, Koppe, Mopsfledermaus, Biber, Fischotter, Luchs, Hochmoorlaufkäfer, 
Luchse im Böhmerwald: Wichtigstes Luchs-Gebiet im nördlichen Oberösterreich mit regelmäßiger Reproduktion und grenzübergreifendem Austausch mit den Nationalparks Bayrischer Wald und Sumava.
Pflanzen:
Böhmischer Enzian.
Lebensräume:
Verschiedene Waldgesellschaften (z. B. Auenwälder und Buchenwaldgesellschaften, auch montane Fichtenwälder); Moore, Magerwiesen, Pfeifengraswiesen und Borstgrasrasen;


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Ziel/Schutzzweck des Europaschutzgebiets ist die Erhaltung oder ggf. die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der dortigen schützenswerten Lebensräume, Tier- und Pflanzenarten (Listung siehe oben).


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Es gibt einen konkreten Landschaftspflegeplan, dessen Ziel es ist, einen günstigen Erhaltungszustand der vorkommenden Lebensraumtypen und der Tier- und Pflanzenarten zu gewährleisten.
Dazu gehören unter anderem für besondere Wiesentypen extensive Bewirtschaftung (ein- oder zweimalige Mahd im Spätsommer/Herbst, Entfernung des Mähgutes, keine Düngung) und für die geschützten Waldtypen der Nutzungsverzicht bei Einzelbäumen, das Belassen von liegendem und stehendem Totholz und Altholzinseln, Schutz der Naturverjüngung bzw. Aufforstung unter Förderung gesellschaftstypischer Gehölze.
Für Fischerei und Jagd gibt es diverse Auflagen (viele Details, siehe Verordnung), ebenso für Rad- und Wanderwege, Reitwege, Langlaufloipen und Rodelbahnen.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet "Böhmerwald und Mühltäler"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Orchideenwiese in Freundorf"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Stadlau" in Klaffer
Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Torfau" in Ulrichsberg


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Europaschutzgebiet Böhmerwald und MühltälerOrchideenwiese in Freundorf, Stadlau, Torfau
Karte im DORIS anzeigen: Europaschutzgebiet Böhmerwald und Mühltäler, Orchideenwiese in Freundorf, StadlauTorfau
Website: Tourismusverband Ferienregion Böhmerwald
Wikipedia: Böhmerwald-Mühltäler (Europaschutzgebiet)
Website OÖ Tourismus GmbH: Böhmerwald


Literaturtipps

Grims, F. (1979), Volkstümliche Pflanzen - und Tiernamen aus dem nordwestlichen OÖ. -Linzer biol. Beiträge, Heft 11/1, S. 33-65
Kraml, A.P. & N. Lindbichler (1997), Kartierungsergebnisse des 7. südböhmisch-oberösterreichischen Botanikertreffens im Böhmerwald, 8. - 14. Juli 1996 -Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 5, Seiten 235-304
Procházka, F. & K. Kubát (1999), Zwei Neufunde für Österreich aus der Familie der Lycopodiaceae -Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 6, Seiten 321-323
Kutzenberger, H. (1997), Ein Landschafts-Leitbild für die Dreiländerregion Böhmerwald. -Informativ, Heft 08, Seite 13
Engleder, T. & K. Zimmerhackl (2000), Skandinavien beginnt im Böhmerwald - Elche! -Informativ, Heft 20, Seiten 11-13
Brands, M. (2006), Naturschutzgebiet "Torfau" -Informativ, Heft 41, Seiten 10-11
Strauch, M. (2007), Der Böhmerwald - der hohe Norden Österreichs -Informativ, Heft 45, Seiten 10-11
Krenova, Z. & M. Svoboda (2007), Der Urwald am Dreiländereck- Geschichte, Gegenwart, Zukunft? -Informativ, Heft 46, Seiten 4-7
Schlosser, L. (2012) Zikaden im Böhmerwald -Informativ, Heft 66, Seite 18
Haug, M. (1987), Der Böhmische Enzian - Erhaltungskultur als Rettung vor dem Aussterben? -ÖKO.L, 9/2, Seiten 22-25
Scheuchenpflug, A. (1988) Die Bayrische Au bei Aigen - ein "entomologisches Abenteuer" -ÖKO.L, 10/3-4, Seiten 33-37
Bühler, P. (1990), Notizen zum Brutverhalten der Wasseramsel an der Großen Mühl -ÖKO.L, 12/3, Seiten 21-23
Scheuchenpflug, A. (1991), Aberrationen des Braunfleckigen Perlmutterfalters (Clossiana selene Schiff.) im Böhmerwald -ÖKO.L, 13/4, Seiten 24-28
Engleder, T. (2004), Zur Situation der Luchspopulation in der 3-Länder-Region Österreich/Tschechien/Bayern -ÖKO.L, Heft 3, Seiten 23-27
Krieger, H. (1993), Zweite gemeinsame oberösterreichisch-südböhmische vogelkundliche Exkursion im Böhmerwald, Südböhmen -Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 1, Seiten 3-6
Nadler, K. (1995), Forschungsprojekt: Verbreitung und Habitate des Sperlingkauzes (Glaucidium passerinum) in der böhmischen Masse Österreichs, Zwischenbereicht für Oberösterreich -Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 3, Seiten 13-21
Fuchs,K., Hacker, W., Pinterits, Splechtna, B, & M. Strauch (2003), Raumeinheit Böhmerwald -NaLa - Natur und Landschaft, Leitbilder für Oberösterreich, Bd. 9
Dunzendorfer, W. (1992), Zwischen Böhmerwald und Donau - Naturschutz und Vegetationsökologie des Oberen Mühlviertels
Oberwalder, J. (2008), Erhebung von Gelbbauchunke (Bombina variegata) und Großer Moosjunger (Leucorrhinia pectoralis) im Europaschutzgebiet "Böhmerwald und Mühltäler"
Engleder, T. (2008), Kurzbericht: Kartierung der Art Euplagia quadripunctaria (Russischer Bär/Spanische Flagge) im Natura 2000-Europaschutzgebiet Böhmerwald-Mühltäler
Dunzendorfer, W. (1974), Pflanzensoziologie der Wälder und Moore des oberösterreichischen Böhmerwaldes. -Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Bd. 3
Frank, A. (2007), Akt. Veg., pot. natürliche Waldgesellschaften u. Erhaltungszustand der FFH-Lebensraumtypen. Ergebnisse und Empf. im Rahmen der Erfassung von FFH-Lebensraumtypen und Ableitung von Erhaltungsmaßnahmen für die Bereiche "Plöckenstein" und "Hochficht". -i. A. der Oö. Landesregierung
Reiter, G. & S. Pysarczuk (2008), Natura 2000-Gebiet Böhmerwald und Mühltäler, Zusatzerhebungen Fledermäuse
Woldrich, J. (1858), Über die Fische und ihr Leben in den Waldbächen des Centralstockes des Böhmerwaldes. -Lotos, Seiten 1-33
Deschka, C., Engleder, T. & K. Zimmerhackl (2000), Auf sanften Pfoten durch den Böhmerwald - Der Luchs -Informativ, Heft 19, Seiten 16-18
Janda J. (1989), Zur Struktur der Vogelgesellschaften einiger wichtiger Lebensräume des Böhmerwaldes -Stapfia, Band 20, Seiten 101-118
Ott C., Oberwalder J. & B. Thurner (2010), Europaschutzgebiet Böhmerwald und Mühltäler, Band I Managementplan -Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Guttmann S. & G. Neubacher (2009), Vertragsnaturschutz im Böhmerwald - die beste Möglichkeit zur Umsetzung von NATURA 2000. -Informativ, Heft 54, Seiten 16-22
Schlosser L. (2012), Zoozönotik und Ökologie der Zikadenfauna in Mooren des Böhmerwaldes -Masterarbeit Univ. Graz
Guttmann, S., Hartl, J., Hacker, W., Oberwalder, J. & C. Ott (2010), Weißbuch Europaschutzgebiet Böhmerwald und Mühltäler
Hauer C. (2012), Umsetzung der leitbildbezogenen Strukturierung der Gr. Mühl als Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel -Studie i. A. d. Fischereireviers Rohrbach
Strauß-Wachsenegger, G. (2012), Natura 2000 - Standarddatenbogen AT3121000 Böhmerwald und Mühltäler -Unpubl. Gutachten
Zipp T. (2012), Maßnahmen zur Verbesserung der Bestandssituation von Gentianella bohemica im Bayerischen Wald 2012
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Zipp T. (2010), Maßnahmen zur Verbesserung der Bestandssituation von Gentianella bohemica im Bayerischen Wald 2009/2010 
Heilingbrunner G., Schrank J. & D. Savio (2014) Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-AUSWEISUNG &-GEBIETSVERORDNUNGEN - ANALYSE DES AUSWEISUNGSSTANDS UND DER VERORDNUNGSPRAXIS IN ÖSTERREICH
Dunzendorfer W. & M. Hohla (2014), Pflanzensoziologische Untersuchungen zu Sukzessionsstadien auf den Kahlflächen im Vertragsnaturschutz-Areal Hufberg/Plöckenstein anhand von 3 ausgewählten Monitoringflächen -Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Ott C. & D. Bock (2014), Überprüfung der Managementmaßnahmen für Grünland und Moore des Prämonstratenser Chorherrenstifts Schlägl -Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Friess T., Schlosser L. & W. E. Holzinger (2013), Wanzen (Insecta: Heteroptera) aus Mooren des Böhmerwaldes (Österreich)
Hacker W. et. al. (2011), Europaschutzgebiet Böhmerwald und Mühltäler, Band II Biotopkartierung. Endbericht -Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich -Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
TIPS Rohrbach (2019), Nachzuchtprojekt Österr. Naturschutzjugend ÖNJ
OÖ Nachrichten (2021), Flussperlmuschel wird von der ÖNJ Haslach erfolgreich nachgezüchtet


Aktualisiert im November 2021 

Boris Hulka

Magister der Geographie (Naturwissenschaftliche Fakultät, Masaryk Universität, Brno), Arbeitserfahrungen als Fachreferent der Staatsverwaltung des Landschaftschutzgebietes Šumava

Brigitte Gaisböck

Ausbildung zur Naturführerin am LFI, Weiterbildung in Kräuterpädagogik bei Dr. Helmut Zwander und DI Hermann Gabriel, Musikschullehrerin, Naturführerin

Brita Heidenreich

Atterwiki-Ausbildung zur "Atterseeexpertin" und zum Pfahlbauvermittler, Vermittlertätigkeit mit den Schwerpunkten Natur, Attersee und Pfahlbau seit 2016

Bufo bufo

Das Leben der Erdkröte zu allen Jahreszeiten erforschen

Carina Tschuschnigg

Wander- und Schneeschuhführerin, Waldpädagogin, Kräuterpädagogin in Ausbildung

Christian Bauer

Lehrer; Referent der Pädagogischen Hochschule; Naturvermittlunger; konzessionierter Schifffahrtsunternehmer und Zillenfahrer aus Überzeugung; Experte für Natur, Kultur, Geschichte und Lebensart an der Donau; passionierter Fischer

Christian Gierlinger

Land- und Forstwirt mit forstwirtschaftlicher Meisterausbildung, zertifizierter Waldpädagoge, tätig in der Böhmerwaldschule, in der Linzer Waldschule und im Waldzentrum Wels an der unteren Traun

Christiane Tartarotti

Waldpädagogin mit 10-jähriger Erfahrung, Studium der Forstwirtschaft an der Universität für Bodenkultur, Selbständig mit einem Technischen Büro für Forstwirtschaft

Christina Burda

Zert. Waldpädagogin, Erlebnispädagogik, Volksschullehrerin

Christine Ortner

Natur- und Landschaftsvermittlerin

Christine Schmidhammer

Natur-und Landschaftsvermittlerin, Pilgerbegleiterin in Ausbildung

Christof Buchegger

in Bearbeitung

Christoph Wallergraber

Staatlich geprüfter Wander- und Schneeschuhführer

Christoph Wolf

Waldpädagoge, Forstwart, Waldbesitzer, Eigentümer Waldschule Almtal

Claus Lackerbauer

Unternehmensberater im Bereich Personal- und Organisationsentwicklung, Geograph und Wirtschaftskundler (Lehramt), akadem. Trainer und Berater, akadem. Supervisor und Coach, akadem. Veränderungsmanager, Dual Schneesportlehrer (Ski und Snowboard), Wilderness Guide for Rites of Passage, Wildnispädagoge, Bergwander- und Pfadfinderführer, Nationalpark Ranger (Kalkalpen und Gesäuse)

Clemens Schnaitl

Zertifizierter Natur- und Landschaftsvermittler, Schutzgebietsmanagement (Naturpark Attersee-Traunsee), Studium Landschaftsplanung/-architektur (Masterabschluss), Studium der Ökologie und Biodiversität (Bachelorabschluss)

Dachstein

Der Dachstein ist der höchste Karst-Gebirgsstock und beherbergt die einzige Gletscherregion Oberösterreichs. Die Erstreckung über viele Höhenstufen bedingt eine entsprechende Vegetation, von Auwäldern bis zu den reinen Nadelwäldern am Plateau.
Viele Karsterscheinungen prägen das Plateau des Dachsteins (Karrenfelder, Dolinen und Höhlen).
Das Gebiet umfasst Auwälder über verschiedene Hangwaldgesellschaften bis zu den reinen Nadelwäldern am Plateau. An der Baumgrenze dominiert die Zirbe. Ein buntes Mosaik aus Latschengebüschen, Zwergsträuchern, Polsterseggenrasen, Almweiden, Kalk-Quellfluren und vegetationslosen Karrenfeldern prägen das Landschaftsbild.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

2001 wurde der Dachstein zum Naturschutzgebiet erklärt (in der ursprünglichen kleineren Abgrenzung schon bedeutend früher - siehe Naturschutzbuch), 2005 als Europaschutzgebiet ausgewiesen (annähernd deckungsgleich; aktuelle Abgrenzung und VO aus 2018). Die Vielfalt und der Reichtum an Karstformen (Dolinen, Höhlen, Rinnen, Karren – man spricht von „Karstformenschatz“) ist ein besonderes Charakteristikum des Dachsteingebirges. Geologisch gehört das Gebiet zu den Nördlichen Kalkalpen, das Gestein ist hauptsächlich der sogenannte Dachsteinkalk bzw. auch Dachsteinriffkalk aus der Trias.
Neben landschaftlich beeindruckender Schönheiten findet sich auch eine äußerst interessante Pflanzenwelt. Weiters prägen tief eingeschnittene Täler wie das Echern- und Gosautal das Gebiet.
Seit 1997 ist die Region „Hallstatt-Dachstein/Salkammergut“ als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet.
Das Dachsteingebirge umfasst das eigentliche Dachsteinmassiv mit dem Hohen Dachstein (2.995 m), dem Grimming im Osten und dem Sarstein im Norden. Das Dachsteinmassiv beherbergt mit dem Hallstätter Gletscher den größten Gletscher der Nördlichen Kalkalpen.
Weitere Besonderheiten: östlichster vergletscherter Gebirgsstock der Alpen, längste erforschte Höhle Österreichs (Hierlatzhöhle: 81 km).


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Steinadler, Birkhuhn, Haselhuhn, Schneehuhn, Gamswild, Murmeltiere;
Pflanzen:
Zwergsträucher, Kalk-Schuttfluren, Kalkfelsvegetation, Polsterseggenrasen, Almweiden, Borstgrasrasen und Kalk-Quellfluren sowie vegetationslose Karrenfelder wechseln einander ab. Bei diesen Pflanzengesellschaften oberhalb der Waldgrenze handelt es sich um ein Mosaik kleinerer und größerer ökologischer Nischen, die für viele Pflanzen-und Tierarten Lebensgrundlage bilden. Dieser Vegetationstyp mit seinen zahlreichen Alpenblumen gehört zum Eindrucksvollsten, das die Hochgebirgslandschaft zu bieten vermag. Auch Frauenschuh-Vorkommen gibt es hier noch.
Lebensräume:
Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation, Latschen-Almrausch-Gebüsch, Lärchen-Zirben-Wälder, Höhlen, Grauerlenwälder;


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Sicherung des natürlichen Zustands des Gebiets, im Wesentlichen der Gletscher, des Karstformenschatzes, der Höhlen, Fauna und Flora, und des Waldes. Der Erhalt der Almflächen ist zwar grundsätzlich ein Ziel, gelingt aber nur teilweise.
Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen sind u. a. die Benützung und Erhaltung bestehender Klettersteige, Tourenschilauf und Schneeschuhwandern, Versorgungs- und Entsorgungsfahrten für bestehende Schutzhütten mit Schidoo.
Für bestehende Almhütten und Jagdhütten darf Holz zum Heizen oder für die Instandhaltung entnommen werden. Weiters erlaubt ist der Betrieb der Schauhöhlen und der bestehenden Sessel- und Schlepplifte. Verboten ist die Jagd auf Raufußhühner, das Fällen von Zirben und v.a. die Nutzung der Zirbenzapfen.
Wald/forstliche Maßnahmen: Beinahe im ganzen Gebiet vereinbarter und per Verordnung festgelegter Nutzungsverzicht.


Verordnungen

Landesgesetzblatt für Oberösterreich
Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet Dachstein in Gosau, Hallstatt und Obertraun


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Dachstein in den Gemeinden Gosau, Hallstatt und Obertraun 
Karte im DORIS anzeigen: Dachstein in den Gemeinden Gosau, Hallstatt und Obertraun
Website: Alpenverein Austria
Website: Österreichische UNESCO-Kommission
Website: WASSER BERGE SCHNEE - gosaunet.at


Literaturtipps

Schmidt, R. (1978), Postglaziale Vegetationsentwicklung und Klimaoszillationen im Pollenbild des Profiles Hirzkarsees/Dachstein 1800 m NN (O.Ö.)Linzer biol. Beiträge, Heft 10/1
Maier, F. (1991), Anemone trifolia L. - neu für Oberösterreich, Linzer biol. Beiträge, 23/2
Schmidt, R. (1976), Pollenanalytische Untersuchungen von Seesedimenten zum Eisrückzug und zur Wiederbewaldung im NE-Dachsteingebiet und im Becken von Aussee (Steirisches Salzkammergut)Linzer biol. Beiträge, Heft 8/2
Schmidt, R. (1978), Pollenanalytische Untersuchungen zur postglazialen Vegetationsgeschichte des Dachsteingebietes, Linzer biol. Beiträge, Heft 2
Türk, R. & R. Reiter (2000), Zur Flechtenflora des Dachsteinmassivs (Oberösterreich, Österreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 9
Grims, F. (1982), Über die Besiedlung der Vorfelder einiger Dachsteingletscher, Stapfia, Band 10, 203-233
anonymus (1996), Atlas der Gefäßpflanzenflora des Dachsteingebietes, Stapfia, Band 43, 267-355
Lehr, R. (1996) Ein Leben für den Dachstein - Friedrich Simony (1813-1896), Stapfia, Band 43, 9-41
Roithinger, G. (1996), Die Vegetation ausgewählter Dachstein-Almen (Oberösterreich) und ihre Veränderung nach Auflassung, Stapfia, Band 43, 81-197
Hüttmeir, U., Slotta-Bachmayr, L. & N. Winding (1999) Habitatwahl des Alpenmurmeltieres (Marmota marmota) (Rodentia, Sciuridae): Ein Vergleich zwischen dem Dachsteinplateau und den Hohen Tauern, Stapfia, Band 63, 67-76
Preleuthner, M. (1999), Die rezente Verbreitung des Alpenmurmeltieres (Marmota m. marmota) in Österreich und ihre historischen Hintergründe, Stapfia, Band 63, 103-110
Brands, M., et al. (2000), Netzwerk Natura 2000, Informativ, Sonder-Nr. s2, Seiten 3-5,
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000 und Vogelschutzgebiet Dachstein, Informativ, Sonder-Nr. s2, Seite 6
Kapl, S. (1998), Dachsteinhöhlenjahr 1998/99, Informativ, Heft 12, Seiten 14-15
Schindlbauer, G. (2001), Der Dachstein. Das größte Naturschutzgebiet Oberösterreichs, Informativ, Heft 21, Seiten 14-15
Ruprechtsberger, E. (1996), Dachstein. Vier Jahrtausende Almen im Hochgebirge, Jahrbuch des Oö. Musealverein, Band 141
Pichler, W. (1999), Die Felsbilder des nördlichen Dachsteingebirges, Jahrbuch des Oö. Musealverein, Band 144
Weingartner, H. (1992), Das Dachsteingebirge - Ein Ökosystem in Gefahr, Die Traun - Fluß ohne Wiederkehr, Kataloge des Oö. Landesmuseums, NF. 54/Bd.2
Klappacher, W. & K. Mais (1994), Literaturzitate zur Karst- und Höhlenkunde des Dachsteingebietes
Weißmair, W., Pühringer, N., Pfleger, H., Steiner, H., Plasser, M. & A. Schuster (2008), Europaschutzgebiet Dachstein. Brutvorkommen gefährdeter Wald bewohnender Gebirgsvogelarten im SPA Dachstein, Endbericht - Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Rechberger, H. (1985), Oberösterreich Wanderbare Naturschutzgebiete, Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich
Nopp-Mayr, U. & M. Zohmann (2006), Erfassung des Alpenschneehuhns im Europaschutzgebiet Dachstein, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Sokoloff, S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Weißmair, W. (2011), Systematische Birkhuhn-Erhebung Europaschutzgebiet Dachstein 2010, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Weinmeister, B. (1967), Geschützte und schutzbedürftige Landschaften Oberösterreichs, Landschaft Oberösterreich
Riha, P. (2006), Durch den Kessel in die Hirlatzhöhle, Höhlenkundliche Vereinsinformation
Achleitner, A. (2004), Mikro-Föhneffekte in der Hirlatzhöhle, Höhlenkundliche Vereinsinformation, Jg. 25, Seiten 23-27
Seethaler, P. (2011) Forschungen im "Westen" der Hirlatzhöhle von 2007 bis 2011, Höhlenkundliche Vereinsinformation, Jg .27, Seiten 10-14
Heilingbrunner, G., Schrank J. & D. Savio (2014), Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-AUSWEISUNG &-GEBIETSVERORDNUNGEN - ANALYSE DES AUSWEISUNGSSTANDS UND DER VERORDNUNGSPRAXIS IN ÖSTERREICH
Meyer, U. (2003), 100 Stunden Hirlatzhöhle - Neuland im Hochdonnerbach, Höhlenkundliche Vereinsinformation, Seiten 18-25
Diewald, W., M. Merschel & V. Schleier (2007), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Gosau 2004, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich
Diewald, W., V.S chleier & H. Friedl (2011) Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Hallstatt 2008, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Diewald, W., V. Schleier & H. Friedl (2012), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Obertraun 2008, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Wendelberger, G. (1962), Die Pflanzengesellschaften des Dachstein-Plateaus, Naturwissenschaftlicher Verein für Steiermark


Aktualisiert im November 2021

Daniela Schweighofer

Zertifizierte Waldpädagogin, Wander- und Schneeschuhführerin, Diplomierte Yogalehrerin

Daniela Wansch

Bildungsanstalt für Kindergartenpädagogik: Ausbildung zur Kindergartenpädagogin und Horterzieherin, Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems: Ausbildung zur Volksschullehrerin und Religionslehrerin

Daniela Wolf

Pädagogin, Yoga- und Achtsamkeitstrainerin, derzeit Masterlehrgang in "Gesundheitsförderung und Prävention"

Das verlassene Tal

Vom einstigen Bergbaugebiet zum Weltnaturerbe

Dem Himmel so nah

Die Unterhimmler Au: ein Paradiesgarten für Arbeiter, Bürger und Edelleute

Demoartikel

Eine Zeitreise durch die Jahrtausende der Kultur-Geologie.

Der Schatz im Almtal

Wald, Wasser, Wiese, Wild, Wunder

Didone Frigerio

Promovierte Biologin der Universität Wien, Verhaltensforscherin

Die Natur der Nacht am Damberg

Nachtwandern und den Lebensraum Nacht am Hausberg von Steyr entdecken

Die Natur der Nacht auf der Hohen Dirn

Nachtwandern und den Lebensraum Nacht im Ennstal entdecken

Die spinnen, die Inkas

Vom Pesenbachtal zu den Alpakas der Anden

Die Tiere meiner Stadt

Verborgene Naturräume im Großstadt-Dschungel

Die Waldgeister-Werkstatt

Den Zauber des Böhmerwaldes in Figuren darstellen

Die wilden Stadtbienen

Befruchtende Naturlandschaften in Linz

Durch Höhlen zu verborgenen Wassern

Expedition in die faszinierende Unterwelt der Kalkalpen

Echerntal

Der Großteil der Dachsteingruppe gehört dem Europaschutzgebiet Dachstein an, dem südlichstem Gebirgsstock von Oberösterreich. Steil abbrechende Felswände wie die Hirlatzwand begleiten das breite, luftfeuchte Echterntal nördlich des Schutzgebietes. Die formenden Kräfte des Dachsteingletschers und von den gewaltigen Wassermassen, die sich vom Kalkhochgebirge zum Hallstättersee ergießen kann man an den Gesteinsformationen im und entlang des Echerntales erleben.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Der einzigartige Gletschergarten mit seinen steinernen Zeitzeugen (Riesenschnecke, Felsentor, Riesenkessel, ...) und der majestätische Wasserfall “Waldbachstrub“ zählen in Hallstatt zu den schönsten Ausflugszielen der UNESCO Welterberegion Hallstatt Dachstein Salzkammergut.
Der Waldbachursprung im hintersten Echerntal ist eine besonders eindrucksvolle Karstquelle mit großer Schüttung. Im Dachsteinmassiv liegen zahlreiche Quellen im Bereich der Koppenwinkelalm und entlang des Hallstätter Sees.
Seit August 2013 betreiben die Österreichischen Bundesforste in Partnerschaft mit der Marktgemeinde Hallstatt im Echerntal ein Kleinwasserkraftwerk. Die jährliche Durchschnittserzeugung liegt bei rund 22 Mio. kWh. Damit können gegenüber der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern rund 18.500 Tonnen an CO₂-Emissionen jährlich eingespart und der durchschnittliche Strombedarf von 5.500 Haushalten abgedeckt werden. Die erzeugte Energie wird zur Gänze ins öffentliche Netz eingespeist. Die Anlage ist durch eine sehr geringe Wasserentnahme gekennzeichnet. Die Bauarbeiten wurden auf das Notwendigste beschränkt um den historischen Malerweg originalgetreu erhalten zu können. Die Gestaltung des Krafthauses wurde in Abstimmung mit dem Gemeinderat festgelegt. Als Ausgleichsmaßnahme wurde ein begradigter Seitenzubringer renaturiert und entsprechend dem natürlichen Leitbild wiederhergestellt.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Steinadler, Birkhuhn, Haselhuhn, Schneehuhn, Gamswild, Murmeltiere;
Pflanzen:
Zwergsträucher, Kalk-Schuttfluren, Kalkfelsvegetation, Polsterseggenrasen, Almweiden, Borstgrasrasen und Kalk-Quellfluren sowie vegetationslose Karrenfelder wechseln einander ab. Bei diesen Pflanzengesellschaften oberhalb der Waldgrenze handelt es sich um ein Mosaik kleinerer und größerer ökologischer Nischen, die für viele Pflanzen-und Tierarten Lebensgrundlage bilden. Dieser Vegetationstyp mit seinen zahlreichen Alpenblumen gehört zum Eindrucksvollsten, das die Hochgebirgslandschaft zu bieten vermag. Auch Frauenschuh-Vorkommen gibt es hier noch.
In einem Buchenmischwald nahe Waldbachstrub im Echerntal liegen Vorkommen des seltenen Entferntgliedrigen Wurmfarns.
Lebensräume:
Siehe Website: Besondere Steinformationen, Welterbe Hallstatt - Kleinode im Echerntal 


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen
Ziel/Schutzzweck

-


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

-


Verordnung

-


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Echerntal
Karte im DORIS anzeigen: Echerntal
Website: Wikipedia / Friedrich Simony
Website: Hallstatt


Literaturtipps

anonymus (1996), Atlas der Gefäßpflanzenflora des Dachsteingebietes, Stapfia, Band 43, Seiten 267-355
Kupfer-Wesely, E. & R. Türk (1987), Epiphytische Flechtengesellschaften im Traunviertel (Oberösterreich), Stapfia, Band 15
Weißmair, W. (2011), Systematische Birkhuhn-Erhebung Europaschutzgebiet Dachstein 2010, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz


Aktualisiert im November 2021

Edith Renauer

FNL-Kräuterexpertin

Eferdinger Becken

Das Gebiet umfasst rund 24 Flusskilometer der Donau sowie einige Zubringer, die Vorkommen zahlreicher Fischarten beherbergen. Die noch erhaltenen Reste der ursprünglich großflächig vorhandenen Auwälder mit den für Amphibien, wie z. B. den Kammmolch, wichtigen Kleingewässern sind ebenso in das Gebiet einbezogen wie die Streuobstwiesen in Ottensheim mit dem bedeutendsten Vorkommen des Juchtenkäfers in Oberösterreich.

Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Das südliche Eferdinger Becken (ca. 5,5 km breit) kennt man auch unter dem Namen „Eferdinger Landl“, das nördliche Eferdinger Becken (ca. 4 km breit) unter „Feldkirchner Feld“.

Die Beckenlandschaft liegt auf einer Meereshöhe zwischen 256 und 280 m ü.d.A. Der Bezirk Eferding hat mit 70 km² den größten Anteil an der Raumeinheit, Urfahr hat 41,5 km² Anteil, und der Bezirk Linz-Land hat nur mit einer Gemeinde einen Anteil von 7 km². Die Gemeinden Goldwörth, Eferding und Pupping sind die flächenmäßig größten in der Raumeinheit.

Die Etappe 2 des Wanderweges „Donausteig“ führt von Aschach bis Eferding durch Teile des Eferdinger Beckens.

Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Lebensräume
Natürliche eutrophe Seen, naturnahe Kalk-Trockenrasen und deren Verbuschungsstadien, magere Flachland-Mähwiesen, Auenwälder mit Schwarzerle und Esche, Hartholzauenwälder mit Stieleiche, Feldulme, Flatterulme und Schmalblättrige Esche.
Weiters beinhaltet das Gebiet nachhaltige Streuobstwiesen mit einer Fläche von etwa 30 Hektar, die als besonders schutzwürdig gelten (die Ottensheimer Streuobstwiesen zwischen der Rodlbrücke und Hagenau).

Tierarten
Flussmuschel, Scharlachkäfer, Kammmolch, Mops- und Wimpernfledermaus, Fischotter und Biber, Gänsesäger und Knoblauchkröte. Bei den Fischen z. B. Perlfisch, Schied, Schlammpeitzger, Zingel, Koppe und weitere seltene Fischarten.
Juchtenkäfer: Das Totholz in den Streuobstwiesen ist für Insekten sehr wichtig. In Ottensheim kommt der vom Aussterben bedrohte Juchtenkäfer vor. In einem Kunst-am-Bau-Projekt in der denkmalgeschützten Stiege des Amtshauses in Ottensheim ist der Juchtenkäfer verewigt und somit zu einer Art Wahrzeichen der Gemeinde geworden.

Pflanzen
Wasserfeder: Einer der wenigen Standorte dieser in Oberösterreich sehr selten Wasserpflanze findet sich in einem Donaualtarm im Eferdinger Becken.
Sumpfwolfsmilch: Diese Pflanze ist in Österreich vom Aussterben bedroht, sie konnte bis vor wenigen Jahren noch im Eferdinger Becken nachgewiesen werden. Aktuell ist der Nachweis jedoch nicht
gesichert.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Schutzzweck des Europaschutzgebiets „Eferdinger Becken“ (§ 1) ist die Erhaltung oder gegebenenfalls die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der natürlichen Lebensräume des Anhang I der FFH-Richtlinie (§ 7 Z 1) sowie der Tierarten des Anhangs II der „FFH-Richtlinie“ (§ 7 Z 1) und deren Lebensräume (siehe unter „Arten“).


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Maßnahmen, die zu einer wesentlichen Beeinträchtigung des Schutzzwecks führen können, bedürfen einer Bewilligung der Landesregierung. Es dürfen keine Eingriffe in die Gewässersohle erfolgen.
Erlaubt ist unter anderem das Betreten und Befahren von Straßen und Wegen, das Befahren der Donau mit Wasserfahrzeugen aller Art sowie der anderen Gewässer mit nicht motorisierten Wasserfahrzeugen, Instandsetzungsmaßnahmen an bestehenden Anlagen und das Befahren mit Wasserfahrzeugen durch Bedienstete der Kraftwerksbetreiber, des Forsttechnischen Dienstes für Wildbach- und Lawinenverbauung, der Fischereiberechtigten und Fischereiausübenden sowie der via donau. Weiters erlaubt ist die rechtmäßige Ausübung der Jagd (ausgenommen Fischotter), die rechtmäßige Ausübung der Fischerei (außer Fütterung von Fischen in Augewässern und Besatz mit nicht autochthonen Wassertieren) und die Durchführung verschiedener Waldpflegemaßnahmen (Details siehe Verordnung).

Die Fütterung jagdbarer Wildenten ist nur bei Bedarf vom 1. September bis 31. März und nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Bei der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung gibt es auf Teilflächen verschiedene Einschränkungen bei Beweidung, Mahd und Obstbaumschnitt (Details siehe Verordnung).

Verordnung
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=LrOO&Gesetzesnummer=20001157

Websites, weiterführende Links
https://www.land-oberoesterreich.gv.at/Mediendateien/Formulare/Dokumente%20LWLD%20Abt_N/EferdingerBecken.pdf
https://de.wikipedia.org/wiki/Eferdinger_Becken
https://www.land-oberoesterreich.gv.at/Mediendateien/Formulare/Dokumente%20LWLD%20Abt_N/Grundeigent%c3%bcmerinfo%20Eferdinger%20Becken%20Oktober%202020.pdf
https://www.wko.at/service/ooe/umwelt-energie/Teile-des-Eferdinger-Beckens-sind-Europaschutzgebiet.html
https://www.ausflugstipps.at/oesterreich-tour/detail/430001320/donausteig-etappe-2-g01-aschach-eferding-durchs-eferdinger-becken-maeandern.html
https://www.ooe-umweltanwaltschaft.at/Mediendateien/ESG%20Eferdinger%20Becken.pdf

Elisabeth Feichtner

Dipl. Natur- und Landschaftsvermittlerin, Dipl. Waldbademeisterin, Dipl. Ernährungsberaterin, Dipl. Tanz- und Bewegungspädagogin, Zertifizierte Trainerin

Elisabeth Humer

Pilgerbegleiterin, Wander- und Schneeschuhführerin, CI-Guide, Zertifizierte Erwachsenentrainerin, Nationalpark-Rangerin für den Nationalpark Kalkalpen, Naturwacheorgan, MTB-Guide, FNL-Kräuterexpertin, Dipl. Outdoor-Coach, Sonderkindergartenpädagogin

Elisabeth Strauss

Selbständige Kräuterpädagogin, Buchautorin

Elisabeth von Zitzewitz

Ernährungswissenschaftlerin (Uni Bonn), Beraterin in Ernährungsfragen, Pädagogische Ausbildung: Assessorin mit Lehramtsbefähigung für Berufsbildende Schulen

Eric Mitterhauser

Nationalpark Kalkalpen Ranger, Forstschutzorgan, Masterstudium Forstwissenschaften

Erni Kirchweger

Nationalpark Kalkalpen Rangerin, Wildnispädagogin, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin und Almführerin

Ernst Lichtenwöhrer

Nationalpark Ranger, Jagdprüfung, Land- und Forstwirtschaftlicher Facharbeiter

Erwin Schauer

Wander- & Rad-Guide

Eva Hörmann

Bewegungs- und Sportlehrerin, Hochseilgarten Trainerin

Eva Glattau

Obstbaumeisterin, zertifizierte Waldpädagogin, Waldbademeisterin, „Vertrauensperson” zur Unterstützung anderer Waldpädagog:innen, Biosphärenpark Wienerwald „Bildungspartnerin”, Abschluss „Professionalisierung in der Naturvermittlung”/HAUP Wien

Eva-Maria Ott

Erlebnispädagogin, Jugendcoach, Kräuterführerin

Expedition Sauzahn

Schnupperklettern und Erkundungstour im Lebensraum Kalksteinmauern

Expedition Streuobstwiese

Auf Forscherreise im Naturpark Obst-Hügel-Land

Expedition Streuobstwiese - Frühsommer

Von der Wiese auf den Teller

Fallerbach

Ein kurzer Abschnitt vom Fallerbach in der Gemeinde Ternberg ist im Bereich der Mündung in die Enns als Naturdenkmal ausgewiesen. Der Bach überströmt eine ca. 20 m hohe, aus Konglomeratgestein ausgebildete Felswand und bildet einen eindrucksvollen Wasserfall. Verschiedene Lebensräume auf kurzer Distanz ermöglichen zu unterschiedlichen Jahreszeiten vielfältige Eindrücke.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen  

Der Fallerbach wurde bereits 1990 als Naturdenkmal per Bescheid festgestellt. Besonders schön ist der Wasserfall nach längeren Regenfällen, bei langer Trockenheit versiegt er (dies war z. B. in den Sommern 2018 und 2019 der Fall).
Das seichte Wasser des Mündungsbereichs nützen zahlreiche in der Enns lebende Fischarten als Kinderstube. Der „Enns Aktiv Weg Ternberg“, neu gestaltet und eröffnet 2018, führt am Naturdenkmal vorbei.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Die Stauräume an der Enns werden von zahlreichen Wasservögeln als Dauerlebensraum oder auch als Raststation auf ihrem Durchzug genutzt. Häufig zu beobachten sind hier Schwäne, Stockenten, Bläßhühner, Reiherenten und Haubentaucher. Zum Brüten benötigen sie möglichst ungestörte Uferbereiche mit Röhricht oder Weidengebüschen. Auch der Biber ist hier aktiv.
Pflanzen:
Schilf und Weiden sind typische Begleiter eines langsam fließenden Gewässers. Sie profitieren vom reichlichen Angebot an Wasser und Nährstoffen und erzielen beachtliche Wuchsleistungen. Entsprechend dicht und nahezu undurchdringlich sind ihre Bestände und bieten zahlreichen Insekten und Vögeln Nahrung und Unterschlupf. Eine weitere Besonderheit ist das Vorkommen eines seltenen Strauchs, der Pimpernuss. Eine schöne Geschichte: Der Pimpernuss wird aphrodisierende Wirkung nachgesagt.
Lebensräume:
Über den Konglomerat: Als Konglomerat bezeichnen die Geologen Flussschotter, die nachträglich durch Bindemittel verfestigt wurden. Hier an der Enns handelt es sich um bunte, überwiegend gerundete Kiesel aus dem gesamten Einzugsgebiet der Enns, die in der Eiszeit durch Kalkmilch fest miteinander verbunden wurden. Hier sind, als Folge der Unterspülung durch die Enns, mehrere tonnenschwere Blöcke herabgebrochen. Über die Jahrhunderte wurden sie zuerst von Flechten und Moosen, später von Kräutern, Farnen, Sträuchern und Bäumen besiedelt.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Siehe übliche Bestimmungen Naturdenkmale auf der Website Land OÖ


Verordnung

Es gibt keine Verordnung, aber einen Bescheid, der unter dem Tabreiter „Urkunden“ auf der Website Land OÖ zu finden ist: Bescheid


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Fallerbach
Karte im DORIS anzeigen: Fallerbach
Website: Enns Aktiv Weg


Literaturtipp

Website: Hamburger Abendblatt (2014), Warum die Pimpernuss vor allem bei Männern so begehrt war


Aktualisiert im November 2021

Faszination Dachstein im Sommer

Das Karstplateau mit seinem Farbenmeer aus zarten Blüten

Faszination Dachstein im Winter

Mit Schneeschuhen das Karstplateau erwandern

Faszination Gmöser Moor

Wohltuendes und Faszinierendes im Gmöser Moor

Faszination Insekten

Fleißige Helfer bei der Bestäubung

Feuer und Eis

Mit den Schneeschuhen durch den Böhmerwald

Flattern und Schnattern im Almtal

Von ziehenden Singvögeln und dem Erbe des Konrad Lorenz

Flattern und Schnattern im Almtal - Auf den Spuren von Konrad Lorenz

Graugänse und Co. an der Forschungsstelle Grünau

Flattern und Schnattern im Almtal - Vogelzug am Almsee

Vogelberingung als Methode der ornithologischen Forschung

Fliegende Edelsteine

Tagfalter und deren Lebensräume im Nationalpark Kalkalpen

Flussexpedition auf der Enns

Mit dem Stand Up Paddleboard die Enns erkunden

Flussexpedition auf der Steyr

Paddel-Abenteuer am smaragdgrünen Fluss

Flussexpedition in die Unterwasserwelt

Eintauchen in die glasklare Natur der Steyr

Flussexpedition in Steyr und der Nationalparkregion

Mit Kanu, Stand Up Paddle oder Taucherbrille die Steyr und Enns erkunden

Forschen & Werkeln

Naturerleben im Böhmerwald in vielen Facetten

Forschung macht Schule - Flattern und Schnattern im Almtal

Von ziehenden Singvögeln und dem Erbe des Konrad Lorenz

Forschung macht Schule - Wassertiere unter der Lupe

Die Vielfalt des Wasserlebens im Gebirgsgewässer entdecken

Förster Ing. Fritz Wolf

Natur- und Landschaftsvermittler, Schule am Bauernhof, Almpädagoge, Jagdpädagoge, Waldpädagoge, Sensenmählehrer, Naturerlebnisvermittler, Jäger, Oberförster, Studienrat in Pension, Land- und Forstwirt, Naturwacheorgan

Franziska Reiter

Tourismusangestellte in Pension, Guide im Stift Kremsmünster (Kunstsammlungen, Sternwarte mit naturwissenschaftlichen Sammlungen, Gartenführungen);

Meine persönlichen Interessen, wie die Liebe zu meinem Garten und zur Natur sowie das Mineralien- und Fossiliensammeln verbinde ich mit meinen beruflichen Erfahrungen im Tourismus und der Gästebetreuung und setze sie bei Führungen im Stift Kremsmünster und in der Sternwarte für Kindergarten-Kinder, Schulklassen und Erwachsene um.

Franziska Zwirchmayr

Fachkraft für tiergeschützte Pädagogik, mehrere Semester Dipl. Studium Pädagogik

Fürsten in der Wildnis

Auf den Spuren der Grafen Lamberg

Gabriele Holzleithner

Natur- und Landschaftsvermittlerin

Gabriele Wenigwieser

Ausgebildete VS-Lehrerin, derzeit Bio-Bäuerin, Zertifikatsausbildung zum Natur- und Landschaftsführer, ständige Weiterbildung im Bereich Landwirtschaft und Naturkunde durch Besuche von LFI-Seminaren (Führungen in Schutzgebieten, Erlebnis Wasser etc.)

Gabriele Winkler

Studium Ethnologie mit Schwerpunkt Ethnbotanik und -medizin, langjährige Erfahrung in der praktischen Wissensvermittlung von europäischer Pflanzenheilkunde mit Kindern und Erwachsenen

Gebhard Alber

Outdoorguide, Raftingguide, Seilgartentrainer, Liedermacher, Musiker, Autor, Soziologe, Krisenintervention

Gehen für's Wohlergehen

Am Stoakraftweg im Naturpark Mühlviertel

Georg Wiesinger

Biologe (Ökologe) mit Schwerpunkt Naturschutz und Biodiversitätsmanagement, Chemiker mit Schwerpunkt Umweltanalytik, Natur- und Landschaftsvermittler, Oö Naturwacheorgan

Gerald Wasmeyer

In Bearbeitung.

Gerald Egger

Ausbildungen, Seminare und Tagungen zum Thema "Urgeschichte und Pfahlbau", Ausbildung zum "Atterseeexperten" und Pfahlbauvermittler durch Atterwiki

Gerd Oismüller

Zertifizierter Landschafts- & Naturvermittler und zertifizierter Kräuterpädagoge

Gerhard Sulzbacher

zertifizierter VAK-Coach, Instruktor Sportklettern Breitensport, Übungsleiter Sportklettern (Alpenvereins Akademie),  Landesschneesportlehrer (Schi und Snowboard beim OÖ Schilehrerverband), Canyoningführer (beim Bergführerverband), Riverbug - Guide (+jährliche Schulungen), mobiler Seiltrainer (bei Bildungspartner Österreich zert. auf ZAQ), Outdoorpädagogik (bei Bildungspartner Österreich zert. auf ZAQ), Wander - und Schneeschuhführer (beim Bergführerverband OÖ), Natur und Wildnistrainer (bei der NWS der Alpen in Tirol), Ausbildung zum Bergrettungsmann

Gerlhamer Moor

Dieses auch als "Gföhret" bekannte kleinräumige Übergangs- und Niedermoorgebiet am Nordende des Attersees liegt im flachen Becken eines ehemaligen Sees. Streuwiesen, Moorwald und unbewirtschaftete Bult-Schlenken-Vegetation prägen sein Erscheinungsbild.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Bult-Schlenken-Komplexe, häufig auch als Stufenkomplexe bezeichnet, sind spezielle Oberflächenformen in Regenmooren und Zwischenmooren. Erhöhte Kuppen aus Torf und Torfmoosen – sogenannte Bulte – bilden zusammen mit nassen, teils wassergefüllten Vertiefungen – sogenannten Schlenken – ein kennzeichnendes Mikrorelief. Die verschiedenen Zonen tragen in Abhängigkeit vom Moorwasserstand und den Nährstoffverhältnissen sowie den verschiedenen Standortansprüchen der Pflanzenarten unterschiedliche Pflanzenformationen auf kleinstem Raum.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Die Tierwelt des Moores ist nicht sehr vielfältig und setzt sich zum Großteil aus Elementen der umliegenden Ökosysteme zusammen (Fauna der umliegenden Wälder, Hecken, Acker- und Wiesenlandschaften). Der Moorfrosch, die Ringelnatter, verschiedene Schmetterlinge ("Moorfalter") und Libellen kommen häufiger vor. Wasservögel (Storch, Reiher) kommen meist als seltene Gäste ins Moor. Wildenten vom Attersee sind häufiger anzutreffen. Im angrenzenden Buchenwald nisten Dohlen, Hohltauben und der Schwarzspecht. Das Vorkommen auch seltener Vögel wurde gelegentlich beobachtet (Othmar Endelweber, 1996), wie z.B. Kiebitz, Braunkehlchen, Rohrammer, Sumpfrohrsänger und Eisvogel. Jäger berichten, dass bis in die späten 1940er Jahre der Birkhahn, Bekassinen und sogar der Brachvogel hier zahlreich vorgekommen sind. In den Tümpeln findet man verschiedene Frösche und Kröten, die Gelbbauchunke, Posthornschnecken, den Teichmolch, Gelbrandkäfer, Blutegel, (...) - und hier geht auch die Ringelnatter auf Jagd!
Pflanzen:
Bedeutende Vorkommen mehrerer Arten der Roten Liste Oberösterreichs, wie z.B. Kleiner und großer Wasserschlauch, Strauchblütiger Gilbweiderich, Sumpf-Reitgras, Hartmans Segge oder Moor-Birke. Weiters Trollbume, Breitblättriges Knabenkraut, Großer Wiesenknopf, Frühlingsenzian, Fieberklee, Schmalblatt-Wollgras, Faden-Segge. Eine sehr detaillierte Aufnahme der Vegetation findet sich in: Biotopkartierung Seewalchen am Attersee.
Lebensräume:
Niedermoor, Streuwiesen, Feuchtwiesen, Moorwald, unbewirtschaftete Bult-Schlenken-Vegetation, Buchen- und Buchenmischwälder;


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

-


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Erlaubt ist die jährlich einmalige Bejagung von Niederwild, die Jagd auf Rehwild und das Betreten durch die Eigentümer sowie für wissenschaftliche Zwecke. Ansonsten gelten im Wesentlichen die üblichen für NSGs festgesetzten Bestimmungen: Siehe Verordnungen


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetz 2001
Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Gerlhamer Moor" in Seewalchen


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Gerlhamer Moor
Karte im DORIS anzeigen: Gerlhamer Moor
Website: OÖ Tourismus GmbH, Gerlhamer Moor
Website: Atterwiki
Website: Wikipedia, Bult-Schlenken-Komplex


Literaturtipps

Weißenbacher, H. (1996), Öko-Insel Gerlhamer Moor - Geschützter Landschaftsteil im Industrieraum Lenzing-Vöcklabruck, Informativ, Heft 03, Seite 8
Hacker, W. (2006), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Seewalchen am Attersee 1998,  Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Markttgemeinde Seewalchen am Attersee und der Oö. Landesregierung/Abt.Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Mühlegger, Carina (2013), Pflanzensoziologische Untersuchungen im Naturschutzgebiet Gerlhamer Moor, Masterarbeit an der Paris Lodron Universität Salzburg


Aktualisiert im November 2021

Gerli, die Hexe vom Gerlhamer Moor

Die wundersame Reise des Perlfisches vom Meer in den Attersee

Gerlinde Egger

Ausbildung zum "Atterseeexperten" und zum Pfahlbauvermittler durch Atterwiki

Gerlinde Grubauer-Steininger

Studium der Soziologie, Ausbildung zur Natur- und Landschaftsführerin

Gerlinde Wimmer

Waldpädagogin, Wanderführerin, Schilehrerin, Pilatestrainerin, Dipl. Sozialpädagogin, Tiroler Bergwanderführerin, Naturfreunde Kinder- und Jugendleiterinnen Basiskurs, Naturpädagogik-Seminar

Gerti Schermaier

Staatlich geprüfte Wander- und Schneeschuhführerin
Diplom-Kräuterpädagogin
Diplom-Krankenschwester

Gertraud Pühringer

Natur- und Landschaftsvermittlerin, Dipl. Wildkräuterpädagogin, PKA-Pharmazeutische-Kaufmännische Assistentin

Gesucht: Naturparkdetektive

Wer hilft Günter Grünspecht?

Gmöser Moor

Nahezu völlig bewaldetes Niedermoor, welches in den 1960er Jahren noch zur Streunutzung gemäht wurde. Ein großer und mehrere kleine Teiche. Das Moor wurde teilweise abgetorft und entwässert. Es sind daher nur mehr Reste einer Moorvegetation vorhanden. 


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Das in der Marktgemeinde Laakirchen liegende Gmöser Moor ist ein sauer-oligothrophes Regenmoor mit einer Fläche von über 3 Hektar. Im Jahr 1987 wurde es zum 46. Naturschutzgebiet in Oberösterreich erklärt.
Das Gmöser Moor bildete sich auf einer Moräne der Mindeleiszeit und ist eines der wenigen Alpenvorlandmoore in Oberösterreich östlich der Traun. Bis zum Eingreifen des Menschen konnte sich hier ein Niedermoor mit einer Vielfalt von Tieren und Pflanzen entwickeln. Durch die Moorkultivierung des Menschen (Entwässerung, Torfabbau, Streumahd etc.) präsentiert sich das knapp 3,4 Hektar große Gmöser Moor heute als Moorwald über Niedermoor, in dem sich Reste typischer Flora und Fauna halten konnten.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Lebensraum und Tierarten:
Das Gmöser Moor stellt in seiner Region ein einmaliges Biotop dar, das aufgrund seiner Vielfalt an Kleinstrukturen einer großen Zahl von Tieren, einer Reihe von gefährdeten und geschützten Arten, als Lebensraum und Rückzugsgebiet dienen kann. So findet man hier z. B. Amphibien, wie Gelbbauchunken – ausgesprochene Wasserbewohner – und Reptilien wie Ringelnattern, die mit Vorliebe in feuchten Wäldern, Sümpfen und Mooren leben. Einer großen Zahl von Vogelarten werden hier optimale Brutbedingungen zuteil und können schon seit Jahren beobachtet werden, zum Beispiel Sumpfrohrsänger, Pirole und Braunkehlchen.
Pflanzen:
Die Vegetation dieses Moores wird heute vor allem von Moorwald mit Moorbirken-dominierten Bereichen geprägt. Hier gedeihen die Reste einer großen Anzahl von für derartige Moore typische Pflanzen. Dazu zählen z. B. Moorbirke (Betula pubescens), Besenheide (Calluna vulgaris), Sumpf-Haarstrang (Peucedanum palustre), Scheidiges Wollgras (Eriophorum vaginatum) und Wiesen-Segge (Carex nigra).
Im Zentrum ebenso wie am Rand des Moores befinden sich einige Torfstiche. Ältere sind mit Torfmoosen bedeckt, andere fallen aufgrund ihrer Wasserlinsen-, Blutaugen- und Igelkolbenbestände ins Auge. Torfmoose (Sphagnum sp.) sind ausgezeichnete Wasserspeicher. Sie sterben unten, also dort, wo sie im Wasser stehen, ab und wachsen oben weiter. Nach und nach werden die unten abgestorbenen Moosteile durch das Gewicht der weiterwachsenden Moosdecke immer mehr zusammengepresst. So können sich im Laufe von einigen zehntausend Jahren, wenn die naturräumlichen und klimatischen Verhältnisse es zulassen, mehr bis weniger mächtige Torfschichten entwickeln. Im Gmöser Moor ist dieses Torflager allerdings nicht sehr mächtig, die Torfmoose konnten aufgrund des Konkurrenzdruckes den Übergang zum Hochmoor nicht vollziehen. Am Teich innerhalb des Moores hat sich ein ausgedehnter Schilfröhricht entwickelt.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

-


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

sind die Entnahme von Moorwasser und Moorerde durch den Grundeigentümer für Zwecke der Verwendung als Kurmittel, die rechtmäßige Ausübung der Jagd, Pflegemaßnahmen an den Moorteichen und die Begehung des Rundwegs.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Gmöser Moor" in Laakirchen


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Gmöser Moor
Karte im DORIS anzeigen: Gmöser Moor
Website: Wikipedia, Gmöser Moor


Literaturtipps
Lenglachner, F., R. Steixner-Zöhrer, I. Schanda & F. Schanda (1992), Zur Flora und Vegetation der Marktgemeinde Laakirchen (Oberösterreich) Ergebnisse einer Biotopkartierung, Die Traun - Fluß ohne Widerkehr, Kataloge des Oö. Landesmuseums, NF.54/Band. 2, Seiten 217-232
Forstinger, A. (2001), Die Veränderungen in der Vogelwelt des Gmöser Moores (Oberösterreich) zwischen 1962 und 2000, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, 9/2, Seiten 39-50
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs - Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Band 6, 298 Seiten


Aktualisiert im November 2021

Goethe Groovt

Eine Naturerfahrung mit alten Meistern und neuen Tönen

Großes Löckermoos

Das Gipfelplateau des Löckermoosberges in Gosau ist von einem Deckenmoor überzogen, eine Rarität in Mitteleuropa. Im Zentrum befindet sich ein Moorauge, der Löckensee. Am Extremstandort Hochmoor können sich hochspezialisierte Pflanzen behaupten, indem sie in Symbiose mit Pilzen leben oder zu "Fleischfressern" werden.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen  

Seinen Namen erhielt der Naturkraftplatz von der dort dominierenden Pflanze, der Latsche, die im Dialekt 'Löckern' genannt wird. In direkter Nachbarschaft befinden sich die Naturschutzgebiete Kleines Löckermoos und Dachstein.
Beim Großen Löckermoos überzieht das Hochmoor wie eine Decke die Kuppe des Löckermoosberges (Anm.: 1.410 m) und die Mooroberfläche ist dem Gelände des Untergrundes angepasst. Dieser spezielle Moortyp wird als Deckenmoor bezeichnet. Für die Ausbildung von Deckenmooren ist ein extrem ozeanisches Klima erforderlich, in dem bei gleichmäßig kühlen Lufttemperaturen hohe Niederschläge fallen. In Mitteleuropa sind Deckenmoore eine große Rarität und in Österreich kommen sie nur in den Rätischen Alpen und im Salzkammergut vor. Im gesamten Bundesgebiet gibt es nur fünf Deckenmoore, von denen mit dem Großen und Kleinen Löckermoos zwei in Gosau liegen. Dementsprechend wird beiden Mooren vom Österreichischen Moorschutzkatalog internationale Bedeutung beigemessen.
Einen besonderen landschaftlichen Reiz vermittelt der in die Hochfläche eingebettete „Löckersee“. Er wird vom Humus stark braun gefärbt, weswegen seine Sohle nicht erkennbar ist. Solche dunklen Gewässer regen die Phantasie der Menschen an und so wird dem Löckersee im Volksmund eine unergründliche Tiefe nachgesagt. In Wirklichkeit aber erreicht der Großteil der Hochmoorkolke nur eine Tiefe von 1,5 bis 2 Metern.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Keine speziellen Angaben zu Schutzgütern im Löckermoos. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass es sich um ähnliche Schutzgüter handelt, wie sie im Artikel "Hornspitzmoore (Bibereck)" beschrieben werden.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

-


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Außerhalb der Moorstandorte sind verschiedene wirtschaftliche Nutzungen und Jagd (außer auf Raufußhühner) gestattet sowie die Entnahme von wissenschaftlichen Proben und Maßnahmen zur Erhaltung des Naturschutzgebietes und des Schutzzweckes.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für Oö. Moorschutzverordnung


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Großes Löckenmoos und Grubenalmmoor
Karte im DORIS anzeigen: Großes Löckenmoos und Grubenalmmoor
Website: OÖ Tourismus GmbH
Website: Gosau Welterbe


Literaturtipps
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs. -Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Band 6
Gschwandtner, B. (2010), Löckenmoos und Schleifsteinbrüche in Gosau, Informativ, Heft 59
Diewald, W., M. Merschel & V. Schleier (2007), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Gosau 2004, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich


Aktualisiert im November 2021

Gudrun Fuß

Ökologin, Natur- und Landschaftsvermittlerin, Mitarbeiterin des Naturschutzbundes OÖ

Gustav Steinhuber

Forstwirtschaftsmeister, NLP Trainerausbildung, Systemische Grundausbildung, Waldpädagoge (Modul A-D seit 2001)

Haller Mauern

Die Haller Mauern stellen intensiv verkarstetes Kammgebirge an der südlichen Grenze von Oberösterreich dar. In weiten Karrenfeldern, in schuttreichen Karen und über austrocknungsgefährdeten Böden mit schwacher Humusauflage können natürliche Prozesse nahezu ungestört ablaufen. Vegetationsarme Fels- und Schuttfluren der alpinen Stufe sind bedeutender Lebensraum für Raufußhühner, Sperlingskauz sowie verschiedene seltene Spechtarten.   


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Die Haller Mauern sind Teil der Nördlichen Kalkalpen. Regional wird der knapp 20 Kilometer lange Gebirgszug gemeinsam mit dem in der Steiermark liegenden Gesäuse den Ennstaler Alpen zugeordnet.
Ihren Reiz bezieht diese Gebirgslandschaft durch den Wechsel von Wäldern, die vorwiegend gemischt aus Fichten, Tannen und Buchen bestehen, und weitläufigen Almböden, die nach wie vor für die Viehwirtschaft genutzt werden. Bewirtschaftete Hütten im Gebiet der Haller Mauern – Bosrückhütte, Rohrauerhaus, Hofalm oder Gowilalm – machen dieses imposante Gebirge für sanften Wandertourismus attraktiv.
Das Naturschutzgebiet Haller Mauern gehört zu den größeren Naturschutzgebieten Oberösterreichs. Es ist eines von 5 Teilgebiete (Zone A5) des NSG Haller Mauern-Totes Gebirge.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten: Steinadler, Mäusebussard, Turmfalke, Wanderfalke, Auerhuhn, Baumpieper, Bergpieper;
Zu den bekanntesten Arten der Insektenfauna gehört der Apollofalter.
Pflanzen:
viele seltene Orchideenarten, Enzianarten und weitere „Rote-Liste-Arten“; eine detaillierte Auflistung ist zu finden in „Flora der Umgebung von Windischgarsten“ (s. Literaturtipps).
Lebensräume:
Weite Teile des Untersuchungsgebiets sind bewaldet. Es dominiert der Fichten-Tannen-Buchen-Mischwald, reine Buchenbestände sind sehr selten und höchstens kleinflächig vertreten. Auf trockenen, flachgründigen Standorten (steile Südhänge) tritt vermehrt die Rotföhre, in den höheren Lagen die Lärche auf; die Zirbe bildet nur ganz lokal gemeinsam mit der Lärche und beigemischten Fichten die Waldgrenze, so z. B. auf der Laglalm. Besonders in flachen bzw. leicht bringbaren Lagen wurde aus forstwirtschaftlichen Gründen die Fichte stark gefördert und oft auch in Reinbeständen aufgeforstet. Die Waldgrenze liegt bei etwa 1.500 m, in den steilen nordexponierten Karen sogar noch tiefer (z.B. im Holzerkar bei etwa 1.200 m). Oberhalb der Waldgrenze bildet die Legföhre großflächige Bestände, welche nur gelegentlich von Grünerlen (z.B. am Pyhrgas) oder Ebereschen durchmischt sind.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

-


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Es gelten im Wesentlichen die üblichen für NSGs festgesetzten Bestimmungen: Siehe Verordnungen / Kategorien Schutzgebiete: Wegebenutzung, Jagd, vereinbarte forstliche Nutzungen, extensive Bewirtschaftung von Wiesen u. Ä.).


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für Oö. Natur- und Landschaftsschutzgesetz 2001
Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Teile des Toten Gebirges" in Weyer-Land, Rosenau am Hengstpaß und Spital am Pyhrn


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Haller Mauern - Totes Gebirge
Karte im DORIS anzeigen: Haller Mauern - Totes Gebirge
Website: Wikipedia


Literaturtipps

Aumann, C. (1993), Die Flora der Umgebung von Windischgarsten (Oberösterreich), Stapfia, 30:, 186S, Linz. Link
Weißmair, W. & M. Plasser (2004), Zur Vogelwelt der Haller Mauern in Oberösterreich, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 12, Seiten 29-50
Grass, V. & S. Staudinger (2006), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Spital am Pyhrn Nord 2003, Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ, 342 Seiten
Mair, B., M. Schneidergruber & M. Staudinger (2007), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Rosenau am Hengstpaß 2005, Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ, 81 Seiten


Aktualisiert im November 2021

Hans Hinterreiter

Wanderführer, Pilgerbegleiter;

Harry und das Urmeer Tethys

Versteinerte Miniatur-Titanen und Zauberstäbe in der Pleschinger Austernbank

Heimo Emmerstorfer

Nationalpark Ranger in den Nationalparks Kalkalpen und Gesäuse, staatl. geprüfter Wander- und Schneeschuhführer, OÖ Naturwacheorgan, steirisches Nationalpark Organ, Certified Interpretive Guide (CIG)

Heinz Steiner

Natur- und Landschaftsvermittler

Helene Stangl-Küllinger

Natur- und Landschaftsvermittlerin, Alexander-Technik-Lehrerin, Hochseilgarten-Guide, Schauspielerin, Konditorin;

Helmut Nutz

Zertifizierter Wander- und Schneeschuhführer, Fachsozialbetreuer, Gastwirt

Herbert Schörkhuber

Rafting- und Canyoningguide, Geoventure Outdoorguide, Padi-Tauchausbildung

Hermann Fleischanderl

Natur- & Landschaftsführer, Kräuterpädagoge, Hobbymykologe und Hobbyentomologe mit Schwerpunkt Käfer

Mitarbeiter der Mykologischen Arbeitsgemeinschaft am Biologiezentrum in Linz (Ausbildung zum Pilzberater Modul 1,2,3 und 4), Mitglied der ÖMG (Österreichische Mykologische Gesellschaft der Uni Wien), Validierung von Käfermeldungen: Meldeplattform NATURALIST und www.naturbeobachtung.at 

Hermann Jansesberger

Nationalpark Kalkalpen Ranger, Wildnispädagogische Ausbildung, Naturwacheorgan, Landwirt (betreibt einen Bergbauernhof in Ternberg)

Hermine Wiesmüller

Natur- und Landschaftsvermittlerin, Mitarbeiterin im Biologiezentrum Linz

Heute machen wir blau

Ein buntes Erlebnis mit selbstgemachten Pflanzenfarben

Hilde Palmetshofer

Natur- und Landschaftsvermittlerin, ausgebildete Jugendbetreuerin, Biobäuerin

Hirschlos'n im Nationalpark - Herbst

Starke Töne in der Brunftzeit

Hornspitzmoore (Bibereck)

Im Bereich der Mittelstation der Hornspitzbahnen liegt auf einer Seehöhe von 1.060 - 1.260 m ein ausgedehnter Komplex unterschiedlicher Moortypen. Dieser befindet am Zwieselberg, einem Mittelgebirgsrücken im Gosaubecken, westlich von Gosau, nahe der oberösterreichisch-salzburgischen Grenze. Der Zwieselberg zählt zu den Nördlichen Kalkalpen und ist aus Gosauablagerungen der Oberkreide und dem Alttertiär aufgebaut.
Den zentralen und größten Bereich nimmt das Torfmoos, auch Torfstube genannt, ein. Je nach Bodenwasserhaushalt findet man verschiedene moortypische Pflanzengesellschaften, in die auch Latschenbestände eingestreut sind.  Im südlichen Bereich vom Torfmoos, am Ostabfall der Hornspitze, ist die Oberflächenform einer flachen Schüssel erkennbar, deren Rand von Waldgebieten umschlossen ist.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

In Teilbereichen durch Beweidung, Entwässerung und querende Lifttrassen beeinträchtigte, sonst aber sehr naturnahe Moore mit hoher Wasserrückhaltekapazität; ein Moorsanierungsprojekt der Österreichischen Bundesforste wurde 2014 grundsätzlich abgeschlossen, Ergänzungen bzw. Verbesserungen werden noch vorgenommen.
Die Hornspitzmoore zählen (trotz o.g. Beeinträchtigungen) zu den moorkundlich und somit naturschutzfachlich wertvollsten Regionen Oberösterreichs.
Höchste Erhebungen im Gebiet: Hornspitz 1.433 m, Bibereck 1.226 m.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Die für subalpine Regionen übliche Fauna, viele Vogelarten, Libellen.
Pflanzen:
Viele seltene, für Moorgebiete typische Pflanzenarten wie Wollgras, Rauschbeere, Breitblättriges Knabenkraut, Sonnentau oder Sumpfporst.
Lebensräume:
Hoch- und Niedermoore, Übergangsmoore, Verlandungs-, Durchströmungs-, Quell- und Überrieselungsmoorbereiche, teils mitTorfmoosgesellschaften, Davallseggen-, Drahtseggen- und Rispenseggenrieden, Latschenhochmoorflächen und Moorrand-Fichtenwald.
Bult-Schlenken-Komplexe werden häufig auch als Stufenkomplexe bezeichnet, sind spezielle Oberflächenformen in Regenmooren und Zwischenmooren. Erhöhte Kuppen aus Torf und Torfmoosen – sogenannte Bulte – bilden zusammen mit nassen, teils wassergefüllten Vertiefungen – sogenannten Schlenken – ein kennzeichnendes Mikrorelief. Die verschiedenen Zonen tragen in Abhängigkeit vom Moorwasserstand und den Nährstoffverhältnissen sowie den verschiedenen Standortansprüchen der Pflanzenarten unterschiedliche Pflanzenformationen auf kleinstem Raum.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

-


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Das Betreten abseits der Wege und Steige ist nicht erlaubt – Besucher*innen bitte unbedingt darauf achten!
Darüber hinaus sind gestattet: die Alm- und Weidenutzung in vernünftigem Umfang, das Schwenden von Almflächen, die Instandhaltung von Quellfassungen, die Aufarbeitung von Käferholz und die rechtmäßige Ausübung der Jagd.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet „Hornspitzmoore“ in Gosau


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Hornspitzmoore (FFH-Gebiet, AT3130000), Hornspitzmoore
Karte in DORIS anzeigen: Hornspitzmoore (FFH-Gebiet, AT3130000), Hornspitzmoore


Literaturtipp

Pöstinger, M. (2016), Errichtung der Schneeanlage Dachstein West, Speicher Edtalm, Einreichprojekt 2016; Gst. 956/93, KG./Gde. Gosau; Naturschutzverfahren – Oö. Umweltanwaltschaft


Aktualisiert im November 2021
           

Hubert Katzlinger

Waldpädagoge, Natur- und Landschaftsführer, Weiterbildungen der Umweltakademie und des Naturschutzbundes.

Ich bau mir ein Insektenhotel

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Im Dunkeln ist gut munkeln!

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Das Familienleben der Hirschkühe und ihrer Kälber

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Wald- und Erlebnispädagogin, Outdoortrainerin, Landwirtin, Natur (erlebnis) vermittlerin, Zillenfahrerin, Projekt "Hundesprache für Kinder" mit Therapiehund Leni, Alpakazüchterin

Inkagold im Mühlviertel

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Märchenhafte Abenteuertour mit Zwerg Zatsch

Iris Niederdöckl

Landwirtschaftsschule, Forstfacharbeiterin, Natur- und Landschaftsführerin, Jugendleiterin ÖAV, FH für Soziale Arbeit (in Ausbildung)

Irrlichter und Moorgeister

Mit der Moorwächterin durch das abendlich mystische Ibmer Moor

Isabel Schmotzer

Freiberufliche Mitarbeiterin der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung in Österreich

Isolde Plangg-Tauschitz

Studium der Germanistik und Anglizistik, Lehrtätigkeit an der Pädagogischen Hochschule, Atterwiki-Ausbildung zur "Atterseeexpertin" und zur Pfahlbauvermittlerin, Vermittlertätigkeit mit den Schwerpunkten Natur, Attersee und Pfahlbau.

Jäger des verlorenen Schatzes

Ein Streifzug durch die Baumwelt an der Unteren Traun

Jasmin Alber

Geoventure-Guide, Studentin

Johanna Engleder

Waldpädagogin, Diplomsozialbetreuerin/Altenarbeit, Ausbildung zur Forstfacharbeiterin und zur Forstwirtschaftsmeisterin

Johanna Stummer

Matura an der HBLA Elmberg, Spezialberaterin der Landwirtschaftskammer für Urlaub am Bauernhof

Johannes Weidinger

Geologie-Studium

Josef Hemetsberger

Biologe, Ornithologe, Naturvermittler

Julia Kropfberger

Mitarbeiterin beim Naturschutzbund OÖ und der Koordinationsstelle für Fledermausschutz und -forschung, Naturpädagogin, betreut seit 2006 Artenschutzprojekte im Naturpark (Vögel, Fledermäuse)

Julia Loy

Dipl. Kräuterpädagogin, Inhaberin der Alpakaria (Kräuter- & Alpakahof), Landwirtin und Alpakazüchterin aus Leidenschaft

Julia Rittenschober

Natur und Wissenschaftsvermittlerin, Mitarbeiterin an der Konrad Lorenz Forschungsstelle der Universität Wien, Kuratorin der KinderUniAlmtal und der Science Holidays Almtal, Naturwissenschaftliches Studium (Masterabschluss), Pädagogik Studium (laufend)

Julian Huemer

Waldpädagoge in Ausbildung

Julius Winter

Behindertenbetreuer, Koch, Gewaltpädagoge, Waldpädagoge

Kalksteinmauer Laussa

Die Gemeinde Laussa ist reich an ökologischen und landschaftlichen Besonderheiten, die sich abschnittsweise in sehr enger Verzahnung gegenseitig ergänzen. Artenreiche Magerwiesen und Bürstlingrasen im Kuppenbereich wechseln mit Eichen und Buchenwäldern, sowie ausgedehnten wacholderreichen Magerweiden. Mehrere markante geologische Formationen wie etwa die Naturdenkmale „Sauzahn“ und „Thalsteinmauer“ ergänzen die landschaftliche Vielfalt dieser Region.    


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

-


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

-


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Kalksteinmauer Laussa" in Laussa


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Kalksteinmauer LaussaKalksteinmauer und Orchideenwiese Laussa (FFH-Gebiet, AT3116000)
Karte im DORIS anzeigen: Kalksteinmauer Laussa, Kalksteinmauer und Orchideenwiese in Laussa (FFH-Gebiet, AT3116000)


Literaturtipps

Brands, M. (2001), Ein zweiter Naturpark für OberösterreichInformativ, Heft 23, Seiten 12-13
Grass, V., Kutzenberger, H. & E. Mair (1998), Pilotprojekt Magerweiden Laussa/Sonnberg - Monitoringprogramm 1993-1997Endbericht, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Mair, E., et al. (2004), Vegetationsökologisches Monitoring der Magerweiden am Sonnberg in Laussa, Endbericht des Monitoringprogramms 1993-2002. Studie über Veränderungen der Bestandeszusammensetzung aufgrund unterschiedlicher Nutzungs- und Pflegemaßnahmen
Mair, E., et al. (2004), Tierökologisches Monitoring der Magerweiden am Sonnberg in Laussa, Enbericht des Monitoringprogramms 1993-2002
Sokoloff, S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Mair, B. & M. Staudinger (2014), Qualitätsmanagement in Naturschutzgebieten: Projektgebiet Moore in den Bezirken Kirchdorf und Steyr-Land. -Studie i.A.d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz, 71S., Linz. Link
Heilingbrunner, G., Schrank, J. & D. Savio (2014), Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-Ausweisung & Gebietsverordnungen - Analyse des Ausweisungsstands und der Verordnungspraxis in Österreich
Trauttmannsdorff, J. & Schratter, H. (1989), Qualitative Analyse eines orchideenreichen Halbtrockenrasens, Oberösterreichischer Musealverein


Aktualisiert im November 2021           

Karl Weichselbaumer

Natur- und Landschaftsvermittler, Jäger

Katja Hintersteiner

Studium der Ökologie an der Fakultät für Naturwissenschaften (Uni Wien), Doktorat an der BOKU Wien, Freiberufliche Ökologin, Stadtimkerin aus Leidenschaft, Naturvermittlerin

Kerstin Diensthuber

Wander- & Schneeschuhführerin, zert. Waldpädagogin, Sportklettern Übungsleiterin

Klimafüchse im Naturpark Mühlviertel

Auf der Suche nach Glückskindern & Pechvögeln

Koaserin & Leitenbach

Die Koaserin ist ein ausgedehntes Feuchtgebiet am Rande des Sauwaldes. Ihre Wiesen und Brachen werden periodisch vom Leitenbach überschwemmt. Das bedeutende Wiesenbrutvogelgebiet ist Lebensraum für seltene Vogelarten und im Wasser lebende Säugetiere (s. unten). Der Leitenbach beherbergt abschnittsweise bedeutende Bestände gefährdeter Fischarten.
Das Gebiet umfasst den Leitenbach von seiner Mündung in die Aschach flussauf bis inkl. "Tal der Sieben Mühlen" am oberen Ende bei der Mündung des Natternbachs, den Sandbach bis Höhe Bruck sowie die Aschach von der Leitenbachmündung flussab bis vor der Kropfmühle. 
Alle drei Gewässer beherbergen bedeutende Großmuschelbestände sowie abschnittsweise Bestände gefährdeter Fischarten.
Die Bäche zeigen nur mehr abschnittsweise ihren natürlichen (mäandrierenden) Verlauf, über weite Teile wurden sie begradigt. Das Umland wird meist intensiv landwirtschaftlich genutzt. Nur im unmittelbaren Bachuferbereich sind Uferbegleitgehölze bzw. Hochstaudenfluren zu finden. Naturnahe Waldbestände säumen in kleinen Abschnitten die Gewässer.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Das Gebiet Koaserin wurde 2005 zum Naturschutzgebiet erklärt.
Da man das Gebiet aus Rücksicht auf die vorkommende Fauna und Flora nicht betreten sollte, legte der Naturschutzbund Oberösterreich einen liebevoll gestalteten, äußerst informativen Lehrpfad am Rande des naturbelassenen Gebietes an.
Zudem gibt es eine Beobachtungsplattform für Besucher.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tiere:
Das Gebiet zählt 86 verschiedene Vogelarten, viele davon stehen auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten. Es ist Lebensraum für seltene Vogelarten wie Großer Brachvogel und Bekassine.
Auch Biber und Fischotter sind hier heimisch.
Ebenso verschiedene Fischarten und Muscheln (Schutzgüter) wie Bachneunauge, Goldsteinbeißer, Bitterling, Koppe, Bachmuschel und Flussperlmuschel.
Auch zahlreiche Insektenarten sind in den Sumpfwiesen und Feuchtwiesen zu finden – beispielsweise seltene Libellenarten wie die schöne Grüne Flussjungfer.
Pflanzen:
Im geschützten Gebiet befinden sich laut Zählungen 265 Farn- und Blütenpflanzen.
Lebensräume:
Auenwälder mit Erlen und Eschen, magere Flachland-Mähwiesen, und die Bäche an sich mit ihrer Unterwasservegetation aus flutenden Wasserpflanzen (wie z. B. dem Flutenden Hahnenfuß). Aufgrund der hohen Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens ist die Koaserin ein natürliches Rückhaltebecken zum Hochwasserschutz.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Ziel/Schutzzweck des Gebiets ist die Erhaltung bzw. ggf. die Wiederherstellung eines „günstigen Erhaltungszustandes“.


Eingriffe und Maßnahmen

Es bestehen Auflagen hinsichtlich Düngung und Einsatz von Pestiziden auf den landwirtschaftlichen Nutzflächen im Umfeld, es dürfen keine Eingriffe in die Gewässersohle gemacht werden und kein Wasser zur Bewässerung von Feldern entnommen werden bzw. bedarf dies vorab eines Screening/einer Prüfung. Totholz (v. a. starkes) soll in den Auenwäldern belassen werden und eine strukturreiche Ufervegetation und naturnahe Gewässerdynamik erhalten bleiben.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Koaserin" in Heiligenberg, Neukirchen am Walde und Peuerbach
Verordnung der Oö. Landesregierung mit der das Gebiet „Leitenbach“ als Europaschutzgebiet bezeichnet und mit der ein Landschaftspflegeplan für dieses Gebiet erlassen wird
Verordnung der Oö. Landesregierung, mit der das Gebiet „Leitenbach“ als Europaschutzgebiet bezeichnet und mit der ein Landschaftspflegeplan für dieses Gebiet erlassen wird


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Koaserin, Europaschutzgebiet Leitenbach, Leitenbach (FFH-Gebiet, AT3131000)
Karte im DORIS anzeigen: Koaserin, Europaschutzgebiet Leitenbach, Leitenbach (FFH-Gebiet, AT3131000)

Website: OÖ Tourismus GmbH
Website: Naturschutzbund OÖ
Website: Wikipedia


Literaturtipps
Limberger, J. (1996), Für ein Naturschutzgebiet "Koaserin", Informativ, Heft 02, Seite 6
Brands, M. (1996), "Koaserin", Informativ, Heft 03, Seite 3
Limberger, J. (2005), Endlich verordnet - das Naturschutzgebiet Koaserin, Informativ, Heft 37, Seite 9
Zmelik, K. (2005), Mädesüß und Knabenkraut. Pflanzen im Naturschutzgebiet Koaserin, Informativ, Heft 38, Seite 4
Kropfberger, J. (2006), Fledermaus-Untersuchung im Leithental und in der Koaserin, Informativ, Heft 41, Seite 6
Limberger, J. (2011), Gute Aussichten in der Koaserin, Informativ, Heft 64, Seite 5
Limberger, J. (2014), Ein Naturschutzgebiet verändert sein Gesicht, Informativ, Heft 74, Seite 8
Kropfberger, J. (2016), Fischwanderhilfe am Leitenbach in der Koaserin, Informativ, Heft 82, Seiten 10 - 11
Limberger, J. (1995), Koaserin-Leitental (Innviertel, Oberösterreich) - Vogelkartierung in einem schutzwürdigem Wiesenbiotop, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, III/1, Seiten 3-12
Limberger, J. (1995), "Koaserin - Leitental" (Innviertel, Oberösterreich) - Vogelkartierung in einem schutzwürdigem Wiesenbiotop, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 3, Seiten 3-12
Uhl, H. (1995), Bestandserhebung wiesenbrütender Vogelarten in 24 Untersuchungsgebieten in Oberösterreich 1994, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 3, Seiten 3-45
Uhl, H. (2001), Wiesenbrütende Vogelarten in Oberösterreich 1992 bis 2000. Erhebungsergebnisse aus 44 Untersuchungsgebieten, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 9, Seiten 1-46
Uhl, H. (2008), Wiesenvögel in Oberösterreich 2008, Ergebnisse der landesweiten Bestandeserhebungen 1994 bis 2008 und Naturschutzbezüge
Strauch, M. (1989), Vegetationskartierung 'Leitenbach-Koaserin', Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Wasserbau
Limberger, J. (2000) Koaserin - Auf dem Weg zum Naturschutzzentrum, Informativ, Heft 19, Seite 3
Csar, D., Patzner, R. & C. Gumpinger (2004), Untersuchung des Najadenbestandes und der Wasser- und Umweltparameter im Leitenbach (Oberösterreich), Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Zmelik, K. (2007), Vegetationsverhältnisse, Bestandesveränderungen und Naturschutzstrategien zweier ausgewählter Feuchtwiesenlandschaften im Oberösterreichischen Alpenvorland, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Schwarz, M. & M. Schwarz-Waubke (2015), Kartierung der Grünen Flussjungfer (Ophiogomphus cecilia) im nominierten Natura 2000-Gebiet Leitenbach (Oberösterreich) im Jahr 2015, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz


Aktualisiert im November 2021

Kostbare Natur

Wilde Pflanzenschätze in unserer Umgebung entdecken

Kräuterbrunch im Obstgarten

Köstlichkeiten aus der Streuobstwiese

Kräuterzauber im Jahreskreis

Traditionelles Köcheln und Werken im Naturpark Attersee-Traunsee

Krenbetn & Fingerwurm

Zeitreise mit Agnes und Karli ins Jahr 1920

Kreuzberg in Weyer

Der Höhenrücken ist durch einen Buchen-Mischwald, teilweise auch Schutzwald, mit geringer Nutzung gekennzeichnet. Der naturnahe Charakter ist Voraussetzung für das Vorkommen vieler geschützter Pflanzenarten.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Der Kreuzberg trägt seinen Namen aufgrund der imposanten Kreuzigungsgruppe, die seit 1868 auf der 623 Meter hohen Anhöhe über Weyer wacht. Naturschutzgebiet ist der Berg allerdings wegen seines nicht weniger beeindruckenden Bestandes an Buchenwäldern bzw. Mischwäldern, in denen die Rotbuche dominiert.
Der Kreuzberg bei Weyer ist 640 m hoch, ist ein Ausläufer des Stubauerbergs. Naturschutzgebiet seit 1981.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Viele Vogelarten von Amsel bis Zaunkönig, viele Spechtarten, Baummarder, Fuchs, Reh, Feuersalamander, ...
Pflanzen:
Die Buchen sind nicht die einzige botanische Besonderheit dieses Naturschutzgebietes, auch das giftige Alpenveilchen mit seinen roten Blüten, Schneerosen oder der Schwarzstielige Streifenfarn wachsen auf dem Kreuzberg. Weiters Seidelbast, Akelei, Großblütiger Fingerhut, Vogelnestwurz, Pfaffenhütchen, Kornellkirsche, Eibe, ...
Lebensräume:
Buchenmischwald 


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

-


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Es gelten im Wesentlichen die üblichen für Naturschutzgebiete festgesetzten Bestimmungen (s. Kategorien Schutzgebiete: Wegebenutzung, Jagd, vereinbarte forstliche Nutzungen, extensive Bewirtschaftung von Wiesen u. Ä.).

Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Kreuzberg" in Weyer-Markt


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Kreuzberg in Weyer
Karte im DORIS anzeigen: Kreuzberg in Weyer
Website: OÖ Tourismus GmbH
Website: Mein Bezirk.at - Kreuzberg bewegt ist voller Erfolg


Literaturtipps

Wesely, E. (sine dato), Führer durch das Naturschutzgebiet Kreuzberg in Weyer, Oberösterreich
Mader, L. (1980), Flora und Vegetation der Umgebung von Weyer, Hausarbeit, Universität Wien
Rechberger, H. (1985), Oberösterreich Wanderbare Naturschutzgebiete, Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich
Sokoloff, S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete


Aktualisiert im November 2021

Labor im Moor

Mit Laptop und Mikroskop auf Forschungsexpedition ins Ibmer Moor

Lama-Expedition durch das Mühlviertel

Mit faszinierenden Tieren spezielle Hotspots der Natur erkunden

Lea Hudetz

Naturvermittlerin

Linz

Mit den vielfältigen Aktivitäten auf dem Gebiet des Natur- und Artenschutzes wurde die Stadt Linz im Jahr 2006 von einer unabhängigen Jury mit dem Titel "Naturfreundlichste Gemeinde Österreichs" ausgezeichnet. In der modernen Industrie- und Kulturstadt Linz, die sich 2009 „Europäische Kulturhauptstadt“ nennen durfte, steht das Thema Natur und Ökologie nicht im Widerspruch, sondern gehört als integraler Bestandteil zur Stadtentwicklung dazu - zum Wohle für Pflanze, Tier und Mensch.

Die Stadt Linz ist weiters Gründungsmitgliedskommune des Klimabündnisses („Bündnis der europäischen Städte und der Indianervölker Amazoniens für den Schutz des Regenwaldes, des Klimas und des Lebens der Menschheit“). Es wurde 1990 in Frankfurt am Main gegründet und verbindet als das weltweit größte Städtenetzwerk mittlerweile über 1.700 Gemeinden und Städte in 26 europäischen Staaten mit indigenen Völkern am Oberen Rio Negro in Brasilien.
Im Bereich des Klimaschutzes hat die Stadt Linz bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt, die auf der Website im Bereich Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energie ersichtlich sind (s. Weblinks).

Im Jahr 2005 ist die Stadt Linz dem Europäischen Bodenbündnis (ELSA = European Land And Soil Alliance) beigetreten und arbeitet darin maßgeblich mit.

Die Stadt Linz hat ein neues Informationssystem für Bäume geschaffen, die auf öffentlichem Grund wachsen. Mithilfe der Online-Veröffentlichung des Baumkatasters können nun alle wesentlichen Daten der Bäume des Magistrates Linz nachgeschlagen werden.

Mit dem Botanischen Garten und der Naturkundlichen Station betreibt die Stadt Linz zwei Einrichtungen, die sich mit den Aufgabenbereichen Grundlagenforschung, Planung- und Naturschutzpraxis und Umweltbildung befassen.
Die Website der Naturkundlichen Station gibt ausführliche Informationen zur Tier- und Pflanzenwelt in der Stadt, die über die unten angeführten Links abrufbar sind.

Das Biologiezentrum Linz widmet sich dem Sammeln, Bewahren, Erforschen, Dokumentieren, und Vermitteln von Wissen über die Tier- und Pflanzenwelt, über Gesteine und Mineralien. Als naturkundliches Museum macht es die Naturgeschichte nachvollziehbar, schafft Naturbewusstsein und fördert den Austausch über Biodiversität.

Mit der Dauerausstellung "Natur Oberösterreich" werden die Eigenarten der Großlandschaften Oberösterreichs, die Dynamik ihrer Entstehung und die Vielfalt ihrer Lebewesen im Schlossmuseum Linz präsentiert.

Regelmäßige Informationen über die heimische Natur werden vierteljährlich in der erscheinenden Zeitschrift ÖKO.L, der Naturkundlichen Station veröffentlicht, die mit dem OÖ. Landespreis für Natur und Umwelt 2008 ausgezeichnet wurde.

Zitate und Informationen siehe:


Websites, weiterführende Links

Website der Stadt Linz:
Natur & Umwelt 
Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Energie 
Europäisches Bodenbündnis 
Europäisches Klimabündnis 
Bauminformationssystem
Botanischer Garten Linz 
Naturkundliche Station 
Tier- und Pflanzenwelt
Wildtiere in der Stadt
Pflanzen in der Stadt
ÖKO.L – Zeitschrift für Ökologie, Natur- und Umweltschutz 

Website: Biologiezentrum Linz 
Website: Schlossmuseum Linz 
Website: Klimabündnis Österreich 
Website: Wikipedia, Portal:Linz 


Aktualisiert im November 2021

Lisa Schmidt

Imkerin, seit 2016 Mitglied LinzerBiene;

Lisa Vorderderfler

Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester mit Auslandseinsatz in Kamerun, Ski- und Snowboardlehrerin;

Luchs - heimlicher Rückkehrer

Schüler auf den Spuren des Luchses

Lucia Gusenbauer

Natur- und Landschaftsführerin, Waldluftbademeisterin

Ludwig Gabriel

Bio-Bauer, Waldbesitzer, Land- und Forstwirtschaftsmeister, Waldhelfer, Waldpädagoge

Lukas Althuber

Lehramtstudium für die Fächer Bewegung und Sport, Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung; Höhere Lehranstalt für Tourismus mit dem Schwerpunkt Sportmanagement & Gesundheitstourismus; Sportkletterführer; Instruktor Sportklettern Breitensport

Manfred Seifriedsberger

Dipl. Pädagoge, Philosoph, Museumsguide und Musiker, Naturliebhaber, Literaturfan, passionierter Musiker

Manuela Reiter

Kräuterpädagogin, Tierkommunikatorin;

Marcella Mühlbach

Zertifizierte Waldpädagogin, Försterin Revier Attergau, ÖBf AG

Margit Zauner

Biologin (Schwerpunkt Zoologie), Natur- und Landschaftsvermittlerin

Maria Felbauer

Projektmanagerin, Nationalpark Kalkalpen Ranger, Wander- und Schneeführerin

Maria Hageneder

Zertifizierte Kräuterpädagogin, Zertifizierte Natur- und Landschaftsvermittlerin, Wasserinstructorin

Maria Laussamayer

Wildnispädagogin, Nationalpark Kalkalpen Rangerin

Maria Mach

Natur- und Landschaftsvermittlerin, Naturbegleiterin, Drogistin

Maria Wimmer

Zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin, ausgebildete Moorführerin, Naturwacheorgan, spezielle Schulungen, Ausarbeitung von verschiedenen Natur- und Erlebnisprogrammen, Reisebegleitung für Gruppen - Infos über Kultur, Wirtschaft und die Besonderheiten der Region.

Pilgerbegleiterin in Ausbildung

Mario Hemetsberger

Staatlich geprüfter, diplomierter Trainer für Athletik und gesundheitsorientierten, präventiven Fitsport, Erlebnispädagoge und Energetiker;

Markus Renner

Dipl. Erlebnispädagoge (Wildnisschule), Sozialpädagoge, Inh. PureExperience (Sport & Abenteuerschule Attersee), Achtsamkeits- und Meditationslehrer

Martha Rieß

Staatlich geprüfte Bergwander- und Schneeschuhführerin, Tourenführerin im Österreichischen Alpenverein, Nationalparksprecherin im ÖAV, Landesverband OÖ, Mitglied des Nationalpark-Kalkalpen-Kuratoriums

Martina Gföllner

zertifizierte Waldpädagogin und Erlebnispädagogin staatl. geprüfte Wander- und Schneeschuhführerin Instruktorin Klettern Alpin und Skitouren, Yogalehrerin

Martina Huemer

Zertifizierte Waldpädagogin, Wildnisführerin, Diplomierte Montessoripädagogin

Matthias Raschka

Waldpädagoge an der Böhmerwaldschule, ausgebildeter Förster an der Försterschule Bruck an der Mur, Forstwirtschaftsstudium an der Universität für Bodenkultur Wien, Bachelorstudium Lehramt für land- und forstwirtschaftliche Berufs- und Fachschulen an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik Ober St. Veit

Max Huemer

Waldpädagoge in Ausbildung

Maximilian Schörkhuber

Fischer, Heimatkundler, begnadeter Naturbursche

Michael Poltura

Berg und Schiführer, Nationalpark Kalkalpen Ranger

Michaela Reiter

Natur- und Landschaftsvermittlerin, Mitarbeiterin im Naturpark

Mission Bach

Wir erforschen nasse Lebensadern in deiner Nähe

Mission Insekten

Kleine Weltmeister ganz groß

Mission Natur

Auf Rettungseinsatz für unsere Tiere

Mission Wildbiene

Auf Rettungseinsatz in deiner Umgebung

Mission Wintervögel

Vögel im Winter bestimmen und richtig füttern

Mit Alpakas und Lamas in die Berge

Im Panorama der Alpen versinken

Mit dem Smartphone in die Natur

Foto, Video, GPS & CitizenScience

Mit Schneeschuhen am Warschenek

Mit Schneeschuhen auf einsamen Pfaden des Warscheneckplateaus wandern & den Urwald der Alpen entdecken, das gibts bei NATURSCHAUSPIEL.

Mit Schneeschuhen durch den Winterwald

Geführte Schneeschuhtour im Nationalpark Kalkalpen

Mond- und Attersee

Das Seengebiet im Salzkammergut nimmt eine herausragende ökologische Stellung ein. Die nährstoffarmen, kalkhaltigen Voralpenseen beherbergen ausgedehnte Bestände an österreichweit seltenen Seelauben und Armleuchteralgen sowie die berühmten Perlfische, die europaweit nur noch in wenigen Seen vorkommen.

Der Mondsee liegt auf einer Seehöhe von 481 m und ist durchschnittlich 36 m und maximal 68 m tief. Sein Umfang beträgt cirka 26 km, die maximale Längsausdehnung 10,5 km und die maximale Breite etwa 1,3 km. Bezüglich der Temperaturschichtung wird der Mondsee zu den dimiktischen und holomiktischen Seen gezählt, in denen es zweimal jährlich zur völligen Durchmischung des Wasserkörpers kommt.
Bezüglich der Nährstoffsituation ist der Mondsee als oligo-mesotroph zu bezeichnen. Als Hauptnährstoffquellen des Mondsees gelten die einmündenden Bäche. Die größten Zuflüsse des Mondsees sind die Zeller Ache, die Fuschler Ache und die Wangauer Ache, die zusammen 70% der gesamten Wasserfracht bringen. Die Zeller Ache mündet im Ortsgebiet von Mondsee in den Mondsee und stellt die Verbindung zum Zeller -oder Irrsee dar.

Bei Unterach mündet die Seeache in den Attersee und bringt 58 % seines gesamten Oberflächenzuflusses. Der Wasserspiegel des Attersees liegt auf 469 m Seehöhe. Er ist mit 48,5 km Umfang der größte der österreichischen Alpenseen sowie der größte zur Gänze in Österreich gelegene See und weist mit knapp 170 m eine beträchtliche Tiefe auf. Bezüglich der Nährstoffsituation wird der Attersee als oligotroph klassifiziert und der Wasserstand wird erneut durch ein Wehr am Seeausrinn, dem Beginn der Ager, geregelt.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Die Salzkammergutseen Oberösterreichs haben ihren Ursprung in den Gletschervorstößen der Eiszeiten. Sie sind durch eine landschaftlich besonders reizvolle Lage im Übergang vom Alpenvorland zu den Alpen charakterisiert. Mond- und Attersee sind eine bedeutende Tourismusregion ("Salzkammergut"). Trotz vielfältiger Nutzungen sind sie durch eine sehr gute Wasserqualität gekennzeichnet.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Mond- und Attersee beherbergen die bedeutendsten Populationen von Rutilus frisii meidingeri (Perlfisch).
Pflanzen:
Auf der Feuchtwiese im Bereich der Mündung der Fuschler Ache ist der beste Bestand von Gladiolus palustris (Sumpf-Gladiole) in Oberösterreich zu finden.
Neben der erwartungsgemäß gefährdeten Moorvegetation (G ́föhret, ...) und Gewässervegetationen (Attersee, Egelseen, ...) weist Seewalchen auch im Bereich der Buchen- und Buchenmischwälder überraschend viele Standorte von gefährdeten Pflanzenarten auf und unterstreicht deren Bedeutung für den Artenschutz.
Lebensräume:
Viele unterschiedliche Biotoptypen, eine Auflistung davon findet sich im Werk „Naturraumkartierung/Biotopkartierung Seewalchen.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Der Schutzzweck des „Europaschutzgebiets Mond- und Attersee“ ist die Erhaltung (oder gegebenenfalls die Wiederherstellung) eines günstigen Erhaltungszustands der in der FFH-Richtlinie angeführten Lebensräume und Tierarten. Diese sind: der Perlfisch und die Seelaube sowie die Gewässer mit Armleuchteralgen-Vegetation und die Flüsse der planaren bis montanen Stufe mit flutenden Wasserpflanzen.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Linienschifffahrt, Sport- und Freizeitaktivitäten wie Segeln, Rudern, Wasserschifahren, Motorbootfahren, Tauchen, etc., ausgenommen Veranstaltungen mit motorbetriebenen Fahrzeugen; weiters erlaubt sind das Setzen von Bojen, die Errichtung von Stegen und Plattformen und die rechtmäßige Ausübung der Jagd.
An Pflegemaßnahmen werden u. a. angeführt: Renaturierung verbauter Gewässerabschnitte und Zubringer; Herstellung der Durchgängigkeit an den Querbauwerken der Zubringer; Erhalt und Wiederherstellung natürlicher Flachwasserbereiche und Uferabschnitte in den Seen; Dezimierung der Bestände nicht heimischer Arten und Erhalt der Gewässergüteklasse.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan Mond- und Attersee


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Europaschutzgebiet Mond- und Attersee (FFH-Gebiet, AT3117000)
Karte im DORIS anzeigen: Europaschutzgebiet Mond- und Attersee (FFH-Gebiet, AT3117000)
Website Wikipedia: Sumpf-Siegwurz, Perlfisch
Website Salzkammergut Tourismus: Europaschutzgebiet Mondsee


Literaturtipps

Schultze, E. & R. Niederreiter (1990), Paläolimnologische Untersuchungen an einem Bohrkern aus dem Profundal des Mondsees, Linzer biol. Beiträge, Heft 22/1, Seiten 213-235
Mendl, H. (1975), Beitrag zur Plecopterenfauna des Salzkammergutes/Österr., Linzer biol. Beiträge, Heft 7/3, Seiten 371-386
Bobek, M. & R. Schmidt (1976), Zur spät- bis mittelpostglazialen Vegetationsgeschichte des nordwestlichen Salzkammergutes und Alpenvorlandes (Österreich) mit Berücksichtigung der Pinus-Arten, Linzer biol. Beiträge, Heft 8/1, Seiten 95-133
Ritterbusch-Nauwerck, B. (1997), Schilfschutz am Mondsee und Attersee, Informativ, Heft 05, Seiten 10-11
Gschwandtner, M. (1997), Naturschutz im 500-m-Seeuferschutzbereich des Bezirkes Vöcklabruck, Informativ, Heft 06, Seiten 12-13
Pucsko, R. (1999), Die Bedeutung des Seeufers. "Pilotprojekt Attersee", Informativ, Heft 15, Seiten 12-15
Guttmann, S. & M. Schauer, C. Gumpinger (2011), Zusammenarbeit zwischen Naturschutz und Fischerei - Monitoring der Perlfische im Attersee, Informativ, Heft 64, Seiten 10 - 11
Schober-Pointinger, B. (2012) Das große Laichen, Informativ, Heft 66, Seite 16
Ritterbusch-Nauwerck, B. (2011), Veränderungen des Mondseeufers, Informativ, Heft 61, Seite 18
Maier, R. (1985) Makrophyten und Eutrophierungsgrad einiger Salzkammergutseen, insbesondere des Mondsees, ÖKO.L, 7/3, Seiten 11-16
Ritterbusch-Nauwerck, B. (sine dato), Der Randstreifen des Mondseeufers
Ritterbusch-Nauwerck, B. (1994), Das Schilf in Litzlberg, Gemeinde Seewalchen/Attersee, 1. Vermessung 1994, i. A. d. Amtes der Oö. Landesregierung
Ritterbusch-Nauwerck, B. (1993), Der Schilfbestand am Mondsee im Uferbereich der Badeanlage Loibichl, Schutzmaßnahmen und Kontrolle. Zwischenbericht für das Jahr 1993, Teil 1: Gutachten i. A. d. Amt d. Oö. Landesregierung/Naturschutzabteilung
Ritterbusch-Nauwerck, B. (1994), Der Schilfbestand am Mondsee im Uferbereich der Badeanlage Loibichl. Kontrolle der Schutzmaßnahmen. Zwischenbericht für das Jahr 1994, -Teil 2: Gutachten i. A. d. Amt d. Oö. Landesregierung/Naturschutzabteilung
Ritterbusch-Nauwerck, B. (1995), Der Schilfbestand am Mondsee im Uferbereich der Badeanlage Loibichl. Kontrolle der Schutzmaßnahmen im Jahre 1995. Gesamtbilanz des Projektes 1993-1995, -Teil 3:Gutachten i. A. d. Amt d. Oö. Landesregierung/Naturschutzabteilung
Ritterbusch-Nauwerck, B. (1993), Der Schilfbestand am Mondsee im Uferbereich der Badeanlage Loibichl. Fotodokumentation 1993, Teil 4: Gutachten i. A. d. Amt d. Oö. Landesregierung/Naturschutzabteilung
Pall, K., Moser, V. & S. Hippeli (2003), Makrophytenkartierung Mondsee, Vegetationserhebung August 2002, i. A. der Oö. Landesregierung
Strauch M. (2009), Attersee-Mondsee-Becken und Salzkammergut-Talungen - Seenlandschaft und Freizeitpark, Informativ, Heft 55, Seiten 14-15
Ritterbusch Nauwerck B. (2011), Veränderungen des Mondseeufers, Informativ, Heft 61, Seite 18
Pall K., Hippeli S., Mayerhofer V. & S. Mayerhofer (2010), Makrophytenkartierung Attersee - Bewertung nach WRRL, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Heilingbrunner G., Schrank J. & D.Savio (2014), Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-AUSWEISUNG &-GEBIETSVERORDNUNGEN - ANALYSE DES AUSWEISUNGSSTANDS UND DER VERORDNUNGSPRAXIS IN ÖSTERREICH
Köchl J. (2013), Überblick über den hydromorphologischen Zustand der wichtigsten Zubringer des Attersees unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse der Natura-2000-Schutzgüter Perlfisch und Seelaube, Masterarbeit Universität Salzburg
Hacker, W. (2006), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Seewalchen am Attersee 1998, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Markttgde. Seewalchen am Attersee und der Oö. Landesregierung/Abt.Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Hacker, W., Holzinger, E. & P. Bischof (2013), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Schörfling am Attersee 2005. Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Gumpinger, C., Schauer, M. (2015), Bericht für die Jahre 2013 und 2014 der Gebietsbetreuung für das Europaschutzgebiet „Mond- und Attersee“, Bericht i. A. d. Amtes der Oö. Landesregierung, Abteilung Naturschutz

Aktualisiert im November 2021

Monika Burgstaller

Wander- und Schneeschuhführerin, Diplomkrankenschwester, Ordinationsassistentin

Nachts aktiv!

Von Glühwürmchen, Schattenmonstern und Flugmais

Nationalpark Durchquerung

Wildnis auf Schritt und Tritt

Nationalpark Kalkalpen

Der Nationalpark O.ö. Kalkalpen besteht aus zwei Gebirgseinheiten, dem Reichraminger Hintergebirge und dem Sensengebirge. Er beherbergt eines der letzten, großflächig ohne Siedlungsräume erhaltenen montanen Waldgebiete der Nördlichen Kalkalpen.
Er ist ein großflächiges, montanes Waldgebiet auf unterschiedlichsten Standorten mit unterschiedlichen Waldgesellschaften, insbesondere aber Fichten-Tannen-Buchenwäldern. Daneben gibt es Vorkommen zahlreicher weiterer seltener Lebensräume wie Magerwiesen, Moore und subalpine gehölzfreie Vegetation im Bereich des zentral gelegenen Sengsengebirges. Im Nationalpark brüten alle vier in Oberösterreich vorkommenden Raufußhuhnarten in vitalen Populationen (Auer-, Birk-, Hasel- und Alpenschneehuhn). Auch Steinadler und Weißrückenspecht haben hier bedeutende Populationen.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Aus der Vielzahl der Besonderheiten des Gebiets seien abseits der oben bereits erwähnten nur einige in Stichworten hervorgegriffen: 87 % des Nationlaparks sind mit Wald bedeckt, 65 % der Fläche des Nationalparks ist Wildruhezone. International bedeutendes Feuchtgebiet (Ramsar-Gebiet), weitverzweigtes natürliches Bachsystem (rd. 300 km) und 800 Quellen. Jahrhundertelange Geschichte der Holznutzung, Klausen, Waldbahn. Alpenweit wichtige Position durch Luchsprojekt. Keine Eingriffe seitens des Menschen in der Naturzone, Zulassen von Wildnis, Totholzreichtum. Daher das Credo: Prozessschutz!


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen gibt es eine sehr große Anzahl an Schutzgütern, die hier nur angedeutet werden:
Tierarten:
Luchs, Alpenbockkäfer, Schwarzstorch, Weißrücken- und Dreizehenspecht, Zwergschnäpper, Skabiosen-Scheckenfalter, Gelbbauchunke, 80 Brutvogelarten (davon 6 Spechtarten, 7 Greifvogelarten und 4 Raufußhuhnarten), 50 Säugetierarten (davon 17 Fledermausarten), 1560 (!) Schmetterlingsarten;
Pflanzenarten:
über 1000 Blütenpflanzen, Moose und Farne, über 40 Orchideenarten und 30 verschiedene Waldgesellschaften.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen
Schutzzweck als Europaschutzgebiet „Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung“ (§ 1 Abs. 1) ist die Erhaltung (oder gegebenenfalls die Wiederherstellung) eines günstigen Erhaltungszustands der als Schutzgüter ausgewiesenen Tier- und Pflanzenarten und Lebensräume.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

sind unter anderem die Borkenkäferbekämpfung in definierten Randzonen und das Schwenden und Beweiden von Almflächen.


Verordnungen

Gesamte Rechtsvorschrift für V Nationalparkerklärung "Oö. Kalkalpen"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Nationalpark KalkalpenEuropaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Karte im DORIS anzeigen: Nationalpark Kalkalpen, Europaschutzgebiet Nationalpark Oö. Kalkalpen und Umgebung (Vogelschutzgebiet und FFH-Gebiet, AT3111000)
Website: Nationalpark Kalkalpen
Website: Wikipedia
Website: Nationalparks Austria
Website: OÖ Tourismus GmbH


Literarturtipps

Hauser, E. (1995), Die Groß-Schmetterlingsfauna des Sengsengebirges mit besonderer Berücksichtigung der nachtaktiven Arten (oberösterreichische Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 3, Seiten 239-284
Fischer, R. (1997), Bergahornschluchtwälder (Phyllitido-Aceretum und Arunco-Aceretum) in den Nördlichen Kalkalpen Oberösterreichs, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 5, Seiten 309-332
Schlüsslmayr, G. (1999), Die Moose und Moosgesellschaften der Haselschlucht im Reichraminger Hintergebirge (Nationalpark Kalkalpen), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 1-39
Straka, U. (1999), Beobachtungen von Amphibien und Reptilien im Reichraminger Hintergebirge (Oberösterreich) in den Jahren 1992 bis 1997, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 245-274
Weißmair, W. (2001), Zur Amphibienfauna des Nationalparkes Oberösterreichische Kalkalpen, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 10, Seiten 553-565
Weigand, E. & J. Wimmer (2002), Bestandserfassung der nach FFH-Richtlinie geschützten Schmetterlingsarten (Lepidoptera) im Gebiet des Nationalpark Kalkalpen (Oberösterreich, Austria), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 11, Seiten 579-597
Straka, U. (2004), Amphibienbesiedlung und natürliche Walddynamik im montanen Hintergebirge (Oberösterreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 13, Seiten 51-53
Aumann, C. (1993), Die Flora der Umgebung von Windischgarsten (Oberösterreich), Stapfia, Band 30
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000 und Vogelschutzgebiet Nationalpark Kalkalpen, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 7
Dorfer, E. (1996), Nationalpark: Nur eine geschützte Landschaft?, Informativ, Heft 04, Seite 4
Limberger , J. (2004), Nationalpark Kalkalpen - Borkenkäferproblematik und Forschung, Informativ, Heft 36, Seiten 4-5
Dirnböck, T. (2007), Auswirkungen des Luftschafstoffs Stickstoff auf die biologische Vielfalt, Informativ, Heft 45, Seiten 14-15
Weigand, E. (2010), Erfassung der Fledermäuse im Nationalpark Kalkalpen, Informativ, Heft 60, Seite 14
Scherzinger, J. (1984), "Hinter Berg und tiefem Tal", ÖKO.L, 6/4, Seiten 23-27
Daucher, H. (1987) Reichraminger Hintergebirge - Modell einer "sanften" Tourismus-Erschließung, ÖKO.L, 9/4, Seiten 3-14
Nagler, H. (1990) Das Reichraminger Hintergebirge als Teil des geplanten "Kalkalpen-Nationalparks", ÖKO.L, 12/3, Seiten 3-12
Hamann, H. (1972) Ein Neufund des echten Höhlenkäfers in Oberösterreich, Apollo, Heft 27, Seiten 4-5
Mitter, H. (1992), Ein weiterer Arctaphaenops-Fund aus dem Sensengebirge in Oberösterreich (Coleoptera, Trechinae), Jahrbuch des Oö. Musealverein, Band 137, Seiten 211-214
Pils, G. (1985/86), Eine botanische Wanderung auf das Sengsengebirge in Oberösterreich, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 31/32, Seiten 9-32
Stadler, I. (1991), Vegetationskartierung im Reichraminger Hintergebirge mit Schwerpunkt in der Kernzone des Nationalpark-Planungsgebietes (excl. Almen nördlich des Langfirst), Studie i. A. d. Steyrermühl AG
Spitzenberger, F. (1995), Nationalpark Kalkalpen. Auswirkungen der beabsichtigten Flächenamputation auf den Auerhuhnbestand, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 3, Seiten 84-87
Hochrathner, P. (1997), Qualitative und quantitative Erhebung der Avifauna auf drei ausgewählten Untersuchungsflächen im Sengsengebirge (Transektgebiet) - subalpin bis alpin (Oberösterreich), Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 5, Seiten 9-40
Stadler, I. (1991), Vegetationskartierung im Reichraminger Hintergebirge
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs, Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Band 6
Sokoloff S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Mayrhofer, E. (2011), Wilder Wald im Land des Eisens - Econnoect - Ein Projekt zur Schatzsuche, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, Seiten 14-15
Sonnberger, A. (2011) Morsches Holz als Arche Noah, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, Seiten 4-5
Fuxjäger, Ch. (2011) Luchsin Freia auf Streifzug, Vielfalt Natur - Nationalpark Kalkalpen Spezial, Heft 22, S 12
Dichlberger, G. & C. Gunz, H. Steinwendtner (2011), Hochwasserabflussstudie Nationalpark Kalkalpen, Forstzeitung, Band 122
Kranz, A. (2008), Zum Fischotter im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich
Diewald, W., Schleier, V. & M. Sichler (2008), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung St. Pankraz 2003, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Hochrathner-Stadler, I., P. Hochrathner & E. Stadler (2012), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Klaus an der Pyhrnbahn: KG Klaus 1999, Endbericht -Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ


Aktualisiert im November 2021

Nature Caching Attersee

Der Schatz im Buchenwald

Nature Caching Obst-Hügel-Land

Auf Schatzsuche in der Natur

Nature E-Biking

Geführte Ranger Tour in den Nationalpark Kalkalpen

Nature Sketching - eine kreative Entdeckungsreise

Mit Pinsel, Stift und Pflanzenfarben die Natur neu sehen lernen

Naturerlebnis Löckenmoos

Auf Entdeckungsreise durch die märchenhafte Naturkulisse der Gosau

Naturgenuss am Almfluss

Wir kneippen durch den Wald

Naturpark Attersee-Traunsee

Der "Naturpark Attersee-Traunsee" umfasst die Höhenrücken zwischen Attersee im Westen, Traunsee im Osten sowie Hongar im Norden und Höllengebirge im Süden. Der Wald ist zentrales Landschaftselement. Streuobst- und Lärchenwiesen sowie Almwiesen und -weiden bilden schützenswerte "Inselflächen" in teilweise enger Verzahnung mit dem Waldgebiet.

Der Naturpark beinhaltet sowohl Wald-, Grünland als auch Siedlungsbereiche, wobei die Waldflächen deutlich dominieren. Das gesamte Schutzgebiet befindet sich innerhalb der naturschutzfachlich definierten Raumeinheit "Traun- und Atterseer Flyschberge", welche sich bezirksübergreifend im Westen des Bezirks Gmunden und im Osten des Bezirks Vöcklabruck erstreckt. Es handelt sich hier um ein Flysch-Bergland aus Sandstein und Mergel. Die Feinsedimente (Mergel) und der Niederschlagsreichtum in dieser Raumeineit bewirken eine hohe Rutschungsanfälligkeit und viele Vernässungen. Die Höhenlagen dieser Kuppenlanschaft bewegen sich zwischen 800 und 1.000 m Seehöhe.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Im Jahr 2012 wurde das 77 km² große Landschaftsschutzgebiet zwischen Attersee und Traunsee als Naturpark ausgewiesen, um diese für die montanen Regionen Oberösterreichs so typische Kulturlandschaft zu erhalten und weiter zu entwickeln. Durch verschiedenste Projekte und Aktionen werden die unterschiedlichen Kultur- und Naturschätze des Naturparks vor den Vorhang geholt und deren Bewirtschafter in ihrer Arbeit unterstützt.
Seit April 2021 ist der Naturpark Attersee-Traunsee Österreichs erster zertifizierter „Sternenpark“/ die erste Sternenparkregion, zertifiziert durch die Internationale Dark-Sky Association. Die natürliche Nachtlandschaft ist hier also ein Schutzgut, künstliches Licht bei Nacht wird eingedämmt.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Die Schlehe, als Mutter aller Pflaumenarten, ist für den Neuntöter von großem Interesse. Der spatzengroße Singvogel mit bedrohlichem Namen spießt seine Beute, wie etwa Insekten oder Mäuse, auf den Dornen der Schlehe auf. Die Dornen nutzt er als Vorratskammer für kalte Tage, wenn keine Insekten zu finden sind.
Pflanzen:
Zu den Besonderheiten im Naturpark Attersee-Traunsee gehört eine Reihe von echten Pflaumenarten, die halbwild und ohne echte Pflege im Umkreis von menschlichen Ansiedelungen wachsen. Der bekannteste Vertreter ist wohl die Hauszwetschke, die in den vergangenen 50 Jahren einen starken Rückgang der Population hinnehmen musste. Viele andere Pflaumenarten, z.B. Krieche, Punze oder Biedling, sind in der Region mittlerweile vom Aussterben bedroht.
Lebensräume:
Streuobstwiesen, Almen, Lärchenwiesen, Wald; Unterschiedlichste Biotoptypen kommen vor.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Es gelten im Wesentlichen die üblichen für Naturparke festgesetzten Bestimmungen (s. Kategorien Schutzgebiete), darüber hinaus ist die Bewilligungspflicht für bestimmte Anlagen (wie Windkrafträder, Hochspannungsleitungen u. Ä.) in der Verordnung angeführt.


Verordnung

Verordnung der Oö. Landesregierung, mit der Teilbereiche der Gemeinden Altmünster, Aurach am Hongar, Schörfling am Attersee, Steinbach am Attersee und Weyregg am Attersee als "Naturpark Attersee-Traunsee" festgestellt werden.
Aktualisierung der Verordnung Oktober 2020: Unter dem Tabreiter „Urkunden“ auf der Website Land OÖ (siehe unter „Websites“).


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Naturpark Attersee-Traunsee
Karte im DORIS anzeigen: Naturpark Attersee-Traunsee

Website: Naturpark Attersee-Traunsee
Website: Sternenpark Attersee-Traunsee
Website: Österreichische Naturparke
Website: Tourismusverband Attersee-Attergau
Website: OÖ Tourismus GmbH


Literaturtipps

Brands, M. (2012), Naturpark Nr. 3, Informativ, Heft 67, Seiten 14-15
Holzinger, E., Huspeka, J., Ott C., Pfeiler, J., Schmitzberger, I., & B. Thurner (2012), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Aurach am Hongar 2005, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Hacker, W., Holzinger, E. & P. Bischof (2013), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Schörfling am Attersee 2005, Endbericht - Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ


Aktualisiert im November 2021

Naturpark Mühlviertel

Der Naturpark Mühlviertel liegt im Südosten des Mühlviertels. Er ist geprägt durch eine für das untere Mühlviertel typische, reich strukturierte Kulturlandschaft mit markanten, teils hohen Granitfindlingen und Wollsackformationen sowie teilweise naturnahen, buchenreichen Wäldern und mageren Wiesen.

Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Die hügelige, kleinstrukturierte Landschaft mit ihren Granit-Restlingen ist das Markenzeichen dieses Naturparks. Nicht umsonst wurde der imposanteste Wackelstein – der „Schwammerling” – als Logo gewählt. Steinblöcke finden sich hier inmitten bunter Magerwiesen.
Steile Schluchtwälder mit Blockburgen begleiten die Flüsse und Bäche. So mancher Pechölstein wird noch zur Herstellung des wertvollen „Heilsams“ genutzt.
Alte Handwerkstechniken und die Weitergabe von volksmedizinischem Wissen sind neben der Naturvermittlung wichtige Bestandteile im Bildungsprogramm.
Auf der kostenlosen Naturpark Mühlviertel-App (s. "weiterführende Links") finden sich viele Informationen zum Naturpark, Wander- und Radwegen und dem Kultur- und Freizeitangebot.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tiere:
Heidelerche, Neuntöter, Mönchsgrasmücke, Schwarzstorch, Uhu, Sperlingskauz, Schnarrschrecke, Flussperlmuschel. Schmetterlinge: Schwarzer Apollo, Schwalbenschwanz, Käfer: Zweipunktige Eichenprachtkäfer, Wildbienen: Rotpelzige Sandbiene, Natternkopf-Mauerbiene.
Pflanzen:
Aus der Sicht des Pflanzenartenschutzes gibt es zwei recht klare Schwerpunkte: Die Erhaltung der noch recht großen Populationen an Rote-Liste-Pflanzenarten der offenen Feuchtstandorte und die Erhaltung und Förderung von nährstoffarmen, offenen Trockenstandorten vor allem im Konnex mit Granitblöcken, flachgründigen Kuppen und Böschungen. (Aus: Biotopkartierung Gemeinde Rechberg. Auch eine ausführliche Kartierung der Pflanzenarten des Gebiets findet sich hier.)
Lebensräume:
Viele unterschiedliche Biotoptypen, von Magerwiesen über offene Felskuppen mit Wollsackformationen bis zu verschiedenen Waldtypen, Fließgewässern und Quellfluren. 40 Biotope wurden als erhaltenswerte Biotopflächen eingestuft.

Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

-


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Es gelten im Wesentlichen die üblichen für Naturparke festgesetzten Bestimmungen (s. Kategorien Schutzgebiete), darüber hinaus ist die Bewilligungspflicht für bestimmte Anlagen (wie oberirdische elektrische Leitungen, die Schaffung von Fremdenverkehrseinrichtungen u. Ä.) in der Verordnung angeführt.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Landschaftsschutzgebiet "Naturpark Mühlviertel" in Rechberg, St. Thomas am Blasenstein, Bad Zell und Allerheiligen


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Naturpark Mühlviertel
Karte im DORIS anzeigen: Naturpark Mühlviertel
Website: Naturpark Mühlviertel
Website: Österreichische Naturparke
Website: OÖ Tourismus GmbH


Literaturtipps

Brands, M. (2006), Qualitätskriterien für österreichische Naturparke, Informativ, Heft 44, Seiten 14-16
Stoiber, H. H. (1971), Naturparke für Oberösterreich, Rechtsgrundlagen, Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Band 2
Sokoloff, S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete, Seite 213
Klambauer, S. (2010), Geoinformationssysteme bei der Standortplanung von Naturparken, Diplomarbeit Universität für Bodenkultur Wien
Schwarz, M., Limberger, J. & B. Derntl (2011), Naturpark Mühlviertel - Naturschätze erforschen und schützen, Informativ, Heft 63, Seiten 6-7
Grass, V. & B. Mair (2006), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Rechberg 1997 -Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ

Aktualisiert im Dezember 2021

Naturpark Obst-Hügel-Land

Der Naturpark Obst-Hügel-Land ist eine von Streuobstwiesen und Obstbaumalleen geprägte Kulturlandschaft in hügeligem Schliergebiet. Hier blieben alte und traditionelle Landschaftsformen in großer Zahl erhalten, die in anderen Regionen Oberösterreichs schon längst verschwunden sind.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Schlier ist eine Bezeichnung für eine schiefrige, blaugraue Gesteinsart. Es handelt sich dabei um schluffigen oder feinsandigen Mergel (kalkhaltiger Ton). In der Form des schluffigen Mergels ist es ein Hauptbestandteil der Molasse, die in den alpinen Tertiärbecken abgelagert wurde. Unter Schluff (auch Silt) versteht man unverfestigte Sedimente (Feinböden) und Sedimentgesteine mit einer Korngröße von 0,002 mm bis 0,063 mm - eine Mittelstellung zwischen dem gröberen Sand und dem feineren Ton.
Die sanft hügelige Landschaft im Naturpark Obst-Hügel-Land lädt zum Wandern, Radfahren, Laufen und Nordic Walken ein. Auf elf Rundwanderwegen (z. B. am Kirschblütenweg) lassen sich alle vier Viertel Oberösterreichs überblicken.
Im Frühling blüht die Region so richtig auf. Die Blüten der vielen alten Obstbäume bieten ein wunderschönes Naturschauspiel. Bodenständige Mostschänken und Gasthäuser machen auch die Pausen zu einem Genuss. Nach oder während einer Wanderung schmecken das Glas Most und die Jause noch besser. Die Rundwege sind durchwegs für Familien mit Kleinkindern geeignet.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tiere:
viele höhlenbewohnende Vögel, Gartenrotschwanz, Kiebitz, Fledermäuse und Säugetiere sowie für eine Vielzahl von Insektenarten und Wildbienen (der hohe Anteil an alten Mostobstbäumen mit Baumhöhlen als Brut- und Rückzugshabitate spielt hierbei eine bedeutende Rolle), 7 Amphibienarten, Ringelnatter, Blindschleiche;
Pflanzen:
Zweiblättrige Waldhyazinthe, Karthäuser-Nelke, Wiesen-Salbei. Dazu gibt es auch 2 ausführliche Naturraumkartierungen (s. Literaturtipps);
Lebensräume:
Streuobstwiesen, Eichen-Hainbuchenwälder, eschen- und schwarzerlenreiche Bachufergehölze, Bruchweiden, in kleinen Senken treten Schwarzerlen-Sumpfwälder auf;


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen:

Es gelten im Wesentlichen die üblichen für Naturparke festgesetzten Bestimmungen (s. Kategorien Schutzgebiete), darüber hinaus ist die Bewilligungspflicht für bestimmte Anlagen (wie die Schaffung von Fremdenverkehrseinrichtungen, Aussichtswarten, Parkplätzen, Errichtung von Freizeitanlagen u. Ä.) in der Verordnung angeführt.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Landschaftsschutzgebiet Naturpark "Obst-Hügel-Land" in Scharten und St. Marienkirchen/P.


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Naturpark Obst-Hügel-Land
Karte im DORIS anzeigen: Naturpark Obst-Hügel-Land
Website: Naturpark Obst-Hügel-Land
Website: Österreichische Naturparke
Website: Wikipedia


Literaturtipps

Strauch, M. (2005), "Obst-Hügel-Land" - der 2. Naturpark Oberösterreichs, Informativ, Heft 38, Seiten 10-12
Kunisch, J. (2006), Entstehung des Naturparks ObstHügelLand, Informativ, Heft 42, Seiten 12-14
Silber, R. (2006), Obstbaumpflanzenaktion im Naturpark Obst-Hügel-Land, Informativ, Heft 44, Seiten 12-13
Brands, M. (2006), Qualitätskriterien für österreichische Naturparke, Informativ, Heft 44, Seiten 14-16
Kropfberger, J. (2009), Fotowettbewerb "Naturpark Obst-Hügel-Land - eine Reise durch die vier Jahreszeiten, Informativ, Heft 53, Seiten 8-9
Kropfberger, J. (2011), Expedition Streuobstwiese - Naturerlebnisangebot für Schulen rund um das Thema Streuobstwiese im Naturpark Obst-Hügel-Land, Informativ, Heft 61, Seite 8
Kropfberger, J. & R. Silber (2014), Die Vogelwelt des Naturparks Obst-Hügel-Land, Informativ, Heft 73, Seiten 16-18
Steiner, H. (2015), Nature Caching - mit dem GPS hinaus in die Natur, Informativ, Heft 80, Seiten 14-15
Kropfberger, J. & I. Schmotzer, R. Silber (2012), Fledermäuse im Naturpark Obst-Hügel-Land, ÖKO.L, Heft 2, Seiten 3-7
Uhl, H. (2017), Erfolgreiche Schutzmaßnahmen für den Kiebitz in Ackerbaugebieten Oberösterreichs, ÖKO.L, Heft 4, Seiten 11-19
Schramayr, G. et al. (1998), Obstgehölze in der Landschaft, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Klambauer, S. (2010), Geoinformationssysteme bei der Standortplanung von Naturparken, Diplomarbeit, Universität für Bodenkultur Wien
Weißmair, W. (2010), Amphibien und Reptilien im Naturpark Obst-Hügel-Land - Endbericht, Studie i. A. d. Oö. Naturschutzbund
Reiter G., Kropfberger J., Pysarczuk S. & I. Schmotzer (2009) Fledermäuse im Naturpark Obst-Hügel-Land, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Feurstein, C. (2008), Die Tier- und Pflanzenwelt der Region Naturpark Obst-Hügel-Land, Informativ, Heft 51, Seite 8
Kropfberger, J. (2009), Neues vom Projekt "Lebensraum Naturpark Obst-Hügel-Land?, Informativ, Heft 54, Seite 7
Schmotzer, I. (2010), Fledermäuse im Naturpark Obst-Hügel-Land - vom nächtlichen Treiben in den Streuobstwiesen, Informativ, Heft 57, Seite 8
Ockermüller, E. (2018), Wildbienen im Obst-Hügel-Land, 96 fliegende Bestäubungshelfer im Naturpark, Obsthügler, Heft 12, Seiten 10-11
Uhl, H. (2018), Kiebitz Bruterfolge dank Schutzmaßnahmen, Obsthügler, Heft 12, Seiten 12-13
Silber, R. (2018), Kamelhalsfliegen in Oberösterreich - Erhebungen u.a. im Naturpark Obst-Hügel-Land, Obsthügler, Heft 12, Seite 13
Geissler, S. & R. Gruber (2011), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Scharten 2009, Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Bock, D., Holzinger, E., Huspeka, J., Ott C., Schmitzberger, I., & B. Thurner (2012), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung St. Marienkirchen an der Polsenz 2009, Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ

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Der Landschaftscharakter des Oberen Donau- & Aschachtales wird durch Schluchtwälder und felsige Einhänge geprägt. In flacheren Hanglagen gehen die trockenen oder feuchten Hang- und Schluchtwälder, die Eichen- Hainbuchen- und Buchenwälder in Mischwälder über, die stärker mit Nadelhölzern durchsetzt sind.
Entlang der Donau befinden sich schmale Auwaldstreifen.
Sie alle bieten Lebensraum für bedeutende Arten.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen  

Das Engtal der Donau zwischen Passau und Linz, auch Oberösterreichischer Donaudurchbruch genannt, zeichnet sich durch landschaftlichen Reiz und teilweise naturnahe Vegetation aus. Prägend sind die Felsrippen, -bänder und -burgen. Hier gedeihen z. B. der Schwarzwerdende Geißklee, Elsbeere, Färber- und Deutscher Ginster sowie die in Oberösterreich auf klimatisch begünstigte Standorte beschränkte Traubeneiche. Eine Besonderheit sind die in den Hang eingestreuten unbewaldeten Blockhalden. Die Donaueinhänge werden immer wieder von tief eingeschnittenen Seitentälern und Schluchten unterbrochen, in denen mächtige Exemplare von Bergahorn, Esche, Berg- und Flatterulme sowie reichlich Totholz einen urwaldartigen Eindruck vermitteln. Überregional bedeutend ist das höchstwahrscheinlich autochthone Vorkommen des Sterlets. Wertbestimmende Merkmale sind naturnahe Schlucht- und Hangmischwälder, die sich je nach Exposition sowohl in der trockenen als auch der feuchten Ausprägung entwickelt haben. Silikatschutthalden und weitere Felslebensräume sind in dieser großflächigen Ausbildung und ihrem guten Zustand herausragend. Für die Mehrzahl der vorhandenen Fischarten ist das Gebiet das bedeutendste in Oberösterreich.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tiere:
Mehrere Fischarten der Donau, wie Weißflossengründling, Zingel, Streber, Schrätzer, Semling, Perlfisch, Frauennerfling, Sterlet und Huchen;
Neben Amphibien wie Gelbbauchunke, Kammmolch,  Smaragdeidechse, Äskulapnatter, Schlingnatter auch zahlreiche Insekten wie Libellen, Spanische Flagge und  Trauermantel; 
Fischotter und Biber.
Charakteristische Vogelarten des Kulturlandes sind unter vielen anderen der Grünspecht, der Gartenrotschwanz und der unmittelbar vor dem Verschwinden stehende Wendehals in den verbliebenen Obstgärten. Turteltaube, Neuntöter oder Schwarzkehlchen finden innerhalb des Gebiets letzte Rückzugsgebiete vor.
Pflanzen:
siehe „Weitere Infos zum Gebiet“, sowie Zitterpappel, Pimpernuss, verschiedene Orchideenarten, Schwertlilie, Soldanellen, Pechnelke, seltene Moose, Seggen, Flechten u. v. m.
Lebensräume:
Schlucht- und Hangmischwälder, Eichen-Hainbuchenwälder, Hainsimsen-Buchenwälder, Silikatfelsen und -schutthalden;


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Schutzzweck des Vogelschutzgebiets „Oberes Donautal“ ist die Erhaltung (oder gegebenenfalls die Wiederherstellung) eines günstigen Erhaltungszustands der Vogelarten des Anhangs I der „Vogelschutz-Richtlinie“ (Uhu, Wespenbussard, Schwarzspecht, Schwarzstorch, Eisvogel) und deren Lebensräume.
Schutzzweck des als „Oberes Donau- und Aschachtal“ bezeichneten Gebiets ist die Erhaltung (oder gegebenenfalls die Wiederherstellung) eines günstigen Erhaltungszustands der angeführten natürlichen Lebensräume und Tierarten.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Erlaubt sind verschiedene forstliche Pflegemaßnahmen und landwirtschaftliche Nutzung mit Ausnahmen die Tier- und v.a. Vogel-Schutzgüter betreffend (viele Details, siehe bitte Verordnung). Gestattet ist auch z. B. das Befahren der Donau mit Wasserfahrzeugen, die Instandhaltung von Wegen und Gebäuden. Darüber hinaus gelten die in den einzelnen integrierten NSGs geltenden Bestimmungen.
Eine Reihe von Pflegemaßnahmen zum Erhalt der Lebensräume der Schutzgüter ist in der Verordnung aufgelistet.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan "Oberes Donau- und Aschachtal"


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Europaschutzgebiet Oberes Donau- und Aschachtal (FFH-Gebiet, AT3122000)
Karte in DORIS anzeigen: Europaschutzgebiet Oberes Donau- und Aschachtal
Website: OÖ Tourismus GmbH
Website Wikipedia: Oberes Donautal, Sterlet
Website WKO: Übersichtsplan Europaschutzgebiet


Literaturtipps

Grims, F. (1978), Ein Fund des Laubmooses Fabronia octoblepharis im Oberösterreichischen Donautal, Linzer biol. Beiträge, Heft 10/2, Seiten 323-326
Grims, F. (1984), Zur Frage des Vorkommens von Carex pediformis C.A. MEY. bei Neuhaus im oberösterreichischen Donautal, Linzer biol. Beiträge, Heft 16/2, Seiten 173-175
Grims, F. (1977), Das Donautal zwischen Aschach und Passau, ein Refugium bemerkenswerter Pflanzen in Oberösterreich, Linzer biol. Beiträge, Heft 9/1, Seiten 5-80
Grims, F. (1978), Nachtrag zu "Das Donautal zwischen Aschach und Passau, ein Refugium bemerkenswerter Pflanzen in Oberösterreich", Linzer biol. Beiträge, Heft 9/2, Seiten 225-226
Berger, F. & R. Türk (1995), Die Flechtenflora im unteren Rannatal (Mühlviertel, Oberösterreich, Österreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Heft 3, Seiten 147-216
Berger, F. (1999), Kompilierte Liste weiterer Flechtenfunde aus dem unteren Rannatal (Mühlviertel, Oberösterreich, Österreich) und Aspekte zu dessen Unterschutzstellung, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 7, Seiten 181-203
Berger, F. (2000), Die Flechtenflora der Schlögener Schlinge im oberösterreichischen Donautal, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 9, Seiten 369-451
Grims, F. (2004), Die Moosflora des unteren Rannatales (Mühlviertel, Oberösterreich, Österreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 13, Seiten 217-245
Grims, F. (1996), Die Rannaschlucht, Informativ, Heft 02, Seite 3
Brands, M., et al. (2000), Netzwerk Natura 2000, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seiten 3-5
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000- und Vogelschutzgebiet Oberes Donautal, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 14
Strauch, M. (1996), Neue Naturschutzgebiete in Oberösterreich, Informativ, Heft 04, Seite 10
Brands, M. (1997), Das Tal des Kleinen Kößlbaches: Eröffnung eines neuen Schutzgebietes, Informativ, Heft 07, Seite 9
Neubacher, G., Schindlbauer, G. & M. Strauch (1998), Das Obere Donautal und seine Nebentäler - Ein neuer Schwerpunkt der behördlichen Naturschutzarbeit in Oberösterreich, Informativ, Heft 09, Seiten 12-13
Gumpinger, C. (2000), Rettung der Flussperlmuschel im Kleinen Kößlbach - ein Anliegen der ÖNB, Informativ, Heft 20, Seite 4
Strauß-Wachsenegger, G. (2002), LIFE-Projekt "Hang- und Schluchtwälder im oberen Donautal", Informativ, Heft 28, Seite 14
Straß-Wachsenegger, G. (2004) Erarbeitung von Landschaftspflegeplänen in Europaschutzgebieten, Informativ, Heft 33, Seite 9
Matzinger, A. (2004), Hang- und Schluchtwälder im oberen Donautal, Informativ, Heft 34, Seiten 12-13
Strauch, M. (2007), Donauschlucht und Nebentäler - grüne Schlucht am großen Strom, Informativ, Heft 46, Seiten 10-11
Grims, F. (1983), Der Kleine Kößlbach - Porträt eines Talschlucht-Ökosystems, ÖKO.L, Heft 5/4, Seiten 3-10
Karl, H. (1987), Die Donaulandschaft - Lebensraum oder Stauraum, ÖKO.L, Heft 9/3, Seiten 3-10
Bühler, P. (1990), Notizen zum Brutverhalten der Wasseramsel an der Großen Mühl, ÖKO.L, Heft 12/3, Seiten 21-23
Weiss, H. & T. Lichtenauer (1987), Die Tallandschaft der Donau zwischen Passau und Aschach, Raumordnungskonzept
Schwarz, U. (1986), Kartierung der Süd-Hänge des Donautales zwischen Untermühl und den Steinbrüchen von Landshag, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Sieber, J. (1998), Bestandsaufnahme 1998/99 der oberösterreichischen Biberpopulation
Molenda, R. (2001), Mikroklimatische und faunistische Untersuchungen an den Blockhalden im Rannatal/Donau (Oberösterreich)
Limberger, J. (2000), Natura 2000 - der Naturschutzbund fordert eine Nominierung: Rannatal, Informativ, Heft 19, Seite 4
Zauner G., Aßmann O. & F. Exenschläger (2009), Life-Natur-Projekt "Hang- und Schluchtwälder im oberen Donautal"
Schwarz, M. (2002), Rannatal muss Natura 2000-Gebiet werden, Informativ, Heft 27, Seite 5
Ragger, C. (2009) LIFE-Natur-Projekt Hang- und Schluchtwälder im oberen Donautal, Informativ, Heft 55, Seiten 12-13
Mittmannsgruber, W. (2009), LIFE-Natur Projekt "Hang- und Schluchtwälder im Oberen Donautal", Informativ, Heft 56, Seiten 6-7
Ragger C., Kudrnovsky H., Ratschan C., Zauner G., Michor K. & W. Seidl (2006), Vorarbeiten zur Erstellung eines Landschaftspflegeplans für das Europaschutzgebiet "Oberes Donau- und Aschachtal", Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Heilingbrunner G., Schrank J. & D.Savio (2014), Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-AUSWEISUNG &-GEBIETSVERORDNUNGEN - ANALYSE DES AUSWEISUNGSSTANDS UND DER VERORDNUNGSPRAXIS IN ÖSTERREICH
Schmall, B. & T. Friedrich (2014), Das Schicksal der großen Störarten in der Oberen Donau, Denisia, Heft 33, Seiten 423-442
Ratschan C., Jung M. & G. Zauner (2013), Grundlagen zum Erhalt und zur Entwicklung der Sterletpopulation in der österreichischen Donau - Endbericht Projektsphase 2013, Studie i. A. d. Marktgemiende Engelhartszell
Ratschan C., Jung M. & G. Zauner (2014) Grundlagen für den Erhalt des Sterlets - Bericht Projektsphase 2014, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Ratschan, C., Zauner, G. & M. Jung. (2017), Der Sterlet im oberen Donautal – Identifikation der Laichhabitate mittels Telemetrie. Endbericht 2016

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Oliver Bernhard Haindl

Tischler, Zukünftiger AHS Lehrer für Bildnerische Erziehung und Werkerziehung, Waldpädagoge in Ausbildung

Oliver Klement

IRF Rafting-Guide, Übungsleiter Sportklettern, Snowboardlehrer, Sozialarbeiter;

Pesenbachtal

Der Reichtum und die Vielfalt an seltenen Moosen, Flechten und Farnen gelten als Besonderheit des Pesenbachtales, dem Kerbtal des Pesenbaches am südlichen Rand der Böhmischen Masse.
Die naturbelassene Wildwasserlandschaft wird von eindrucksvollen Gesteinsformationen umrahmt und ist Lebensraum von Feuersalamander, Eidechse, Wasseramsel sowie unzähligen Schmetterlingen und Libellen.
Neben Fichtenforsten befinden sich hier auch naturnahe Eichen-Hainbuchenwälder und Buchenwälder.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Das Tal ist auch geologisch interessant: Die „Blaue Gasse“ zeugt von dramatischen Ereignissen vor 300 Millionen Jahren: Damals spaltete ein Erdbeben das Grundgestein des Baches, durch den Riss strömte glühend heiße Lava nach oben und erstarrte. Hier bildet also glasartiger Porphyrit das Bett.
Im Jahr 1963 wurde das Pesenbachtal als erstes Gebiet des Mühlviertels zum Naturschutzgebiet erklärt; es ist auch das größte dieser Region.

Der namengebende Pesenbach entsteht in St. Johann am Wimberg und mündet kurz vor Ottensheim in die Donau. Die Naturdenkmäler (Kerzenstein, Steinernes Dachl, Teufelsbottiche, ...), die von der Erosion durch Wasser und Wind geformt wurden, haben sich zu Wahrzeichen entwickelt. Der Großteil des Talbereiches ist durch den Einschnitt des Baches in das harte Gestein (Weinsberger Granit und Grobkorngneis) entstanden. Der Süd- und Mittelteil des Tals sind beidseitig von steilen und bewaldeten Hängen umgeben.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Wasseramsel, Äskulapnatter, Smaragdeidechse, Schmetterlinge, Libellen, ...
Pflanzen:
Viele seltene Moose, Farne und Flechtenarten nebst anderen typischen Pflanzenarten der Region.
Lebensräume:
Wildbachähnlicher Bachlauf mit grobblockigem Bachbett, Blocksteinformationen (Wollsackformationen, Blockhalden usw.), Hainmieren-Schwarzerlenwälder entlang des Bachverlaufes, Buchen-Hainbuchenwälder und Schluchtwälder.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Schutzzweck ist die Erhaltung des Landschaftsbildes des Pesenbachtales und seiner Hangwälder sowie des natürlichen und dynamischen Flusslaufes des Pesenbachs.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Es gelten im Wesentlichen die für NSGs üblichen Bestimmungen (s. Kategorien Schutzgebiete: Wegebenutzung, Jagd, vereinbarte forstliche Nutzungen u. Ä.).


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Pesenbachtal" in Feldkirchen, Herzogsdorf und St. Martin i. M.


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Pesenbachtal
Karte im DORIS anzeigen: Pesenbachtal
Website: Wikipedia
Website: OÖ Tourismus GmbH


Literaturtipps

Weinmeister, B. (1970/71), Naturkundliche Wanderung ins Pesenbachtal, Apollo, Heft 22, Seiten 2-7
Mayr, G. (1979), Natur für alle - Naturschutzgebiete und Naturdenkmale in Oberösterreich, Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Band 5
Rechberger, H. (1985), Oberösterreich Wanderbare Naturschutzgebiete, Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich
Brands, M. (1994), Begleitbericht zur Nutzungskartierung des Pesenbachtales, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Sokoloff, S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Weinmeister, B. (1967), Geschützte und schutzbedürftige Landschaften Oberösterreichs, Landschaft Oberösterreich, Seiten 2-13
Weinmeister, B. (sine dato), Naturkundliche Wanderung ins Pesenbachtal, Apollo, Folge 22

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Peter Plangg

Ausbildung zum "Atterseeexperten" und zum Pfahlbauvermittler durch Atterwiki, Vermittlertätigkeit mit den Schwerpunkten: Natur, Geschichte, Attersee und Pfahlbau

Peter Wechselauer

In Bearbeitung.

Petra Veit

Ich habe schon das Modul A zum Waldpädagogen absolviert und werde im Juni Modul B machen. Ansonsten habe ich auch die Ausbildung zum landwirtschaftlichen Facharbeiter, die mir einiges an Hintergrundwissen bietet.

Pfahlbau am Attersee

6000 Jahre Leben und Bauen am Wasser

Pfahlbau am Attersee - Schiffsexpedition in die Steinzeit

Naturschätze und Geschichte am Attersee erleben

Pfeiferanger im Ibmer Moor

Das Ibmer Moor ist ein großflächiger, sehr naturnaher Rest des großen Ibm-Bürmoos-Weidmoos-Komplexes. Die vielfältige Nieder- und Übergangsmoor-Vegetation weist Glanzlichter von Flora und Fauna auf, wie die winzige Windelschnecke, seltene Gräser und Binsen.
Im nördlichen Teil durchzieht ein Moorlehrpfad das Areal, um den herum alte Torfstiche gruppiert sind.
Das Ibmer Moor ist das bedeutendste Brachvogel-Brutgebiet Oberösterreichs. Zahlreiche Wiesenbrüter, wie der Große Brachvogel, der Wiesenpieper, der Kiebitz, das Schwarzkehlchen und die Bekassine finden in den Feuchtwiesen ideale Lebensräume.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Der Pfeiferanger ist Teil des Ibmer Moores und damit des größten zusammenhängenden Moorkomplexes Österreichs. Seit 1987 steht der Pfeiferanger bereits unter Naturschutz, seit 1997 ist er als Natura 2000-Schutzgebiet von europaweiter Bedeutung ausgewiesen.

Die ursprüngliche Moorvegetation wurde auch hier vielfach durch menschliche Eingriffe – vor allem Torfstich und Entwässerungen – verändert.
Doch noch immer übt die Moorlandschaft eine unglaubliche Faszination auf den Menschen aus: Die fleischfressenden Pflanzen, allen voran der Sonnentau, aber auch Fettkraut und Wasserschlauch, überleben in der kargen, nährstoffarmen Umgebung indem sie sich die eine oder andere Insektenmahlzeit gönnen. Die Orchideen, Lilien und Enziangewächse, die andernorts nur selten anzutreffen sind. Vor allem aber die unscheinbaren Stars des Moores, die torfbildenden Moose. Sie sind die eigentlichen Baumeister dieser Landschaft, haben über viele tausende Jahre hinweg das Ibmer Moor errichtet. Und damit den einmaligen Lebensraum für viele Tiere – allen voran Vögel – die im Pfeiferanger ein Zuhause haben.

Vor allem als Brutgebiet des Großen Brachvogels hat dieses Schutzgebiet eine immense Bedeutung, weit über die Grenzen Oberösterreichs und Österreichs hinaus. Der braune Vogel, nahezu so groß wie ein Huhn, watet durch die feuchte Landschaft und stochert mit seinem säbelförmigen Schnabel nach Nahrung, allem voran Würmer, Schnecken, Insekten, Samen und Beeren.

Neben dem österreichweit größten Vorkommen des Brachvogels ist eine größere Population an Bekassinen im Pfeiferanger heimisch. Auch Neuntöter, Kornweihe, Rohrweihe und viele andere mehr finden hier einen einzigartigen, geschützten Lebensraum.

Die Besonderheit des Pfeiferangers ist seine Mischung unterschiedlicher Moortypen – Niedermoor, Übergangsmoor und Hochmoor. Moorwälder und Pfeifengraswiesen runden das Gesamtbild ab, das Naturliebhaber auf dem Moorlehrpfad für sich entdecken. Knapp zwei bis zweieinhalb Stunden dauert der Spaziergang auf dem befestigten Weg durch die Moorlandschaft. Schautafeln und Beobachtungspunkte erklären die Entstehung des Ibmer Moores, seine Pflanzen und Tiere.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tiere:
Purpurreiher, Kranich, Wespenbussard, Rotmilan, Schwarzmilan, Rohrweihe, Kornweihe, Fischadler, Blaukehlchen, Flussseeschwalbe.
Pflanzen:
Zahlreiche Besenheidesträucher verleihen dem Binsenmeer eine purpurne Farbnote, gelegentliche Birken, Fichten und Schwarzkiefern setzen vertikale Akzente in der ausgedehnten, offenen Landschaft.
Moortypische Pflanzen: Blumenbinse, Braune Kopfbinse, Knabenkraut, Langblättriger Sonnentau, Rundblättriger Sonnentau, Mehlprimel, Schlammsegge, Sumpf-Bärlapp.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Schutzzweck des „Europaschutzgebiets Pfeiferanger“ ist die Erhaltung oder gegebenenfalls die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der angeführten Brutvogel- und Zugvogelarten sowie deren Lebensräumen.

Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Verschiedene Pflegemaßnahmen zum Erhalt der verschiedenen Lebensräume und Brutmöglichkeiten (Feuchtwiesen, extensive Weiden, Moorflächen, Hochstaudenfluren, ...) für die Schutzgüterarten.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan "Pfeiferanger"


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Europaschutzgebiet Pfeiferanger (Vogelschutzgebiet, AT3103000), Pfeiferanger
Karte im DORIS anzeigen: Europaschutzgebiet Pfeiferanger (Vogelschutzgebiet, AT3103000), Pfeiferanger
Website: OÖ Tourismus GmbH
Website: Naturvermittlung Austria


Literaturtipps
Schaeflein, H. (1982), Dytiscidenfang im Ibmer Moor (Ins. Col.): zwei neue Arten für Oberösterreich, Linzer biol. Beiträge, Heft 14/1, Seiten 11-14
Schedl, W. (2000), Die Biodiversität der Pflanzenwespen (Hymenoptera: Symphyta) des Naturschutzgebietes Ibmer Moor (Oberösterreich) und angrenzender Gebiete: Artengarnitur, Wirtspflanzen und Bedeutung im Ökosystem, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 9, Seiten 9-18
Gumpinger, C. & W. Weißmair (2007), Artenschutzprojekt Edelkrebs (Astacus astacus LINNAEUS 1758) (Decapoda, Astacidae) - Bestandserhebung und Wiederansiedlung in ausgewählten Gewässern des Oberen Innviertels, Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 17, Seiten 349-366
Brands, M., et al. (2000), Netzwerk Natura 2000, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seiten 3-5
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000 und Vogelschutzgebiet Pfeiferanger, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 11
Strauch, M. (1996), Moor-Lehrpfad Pfeiferanger rollstuhlgerecht saniert, Informativ, Heft 03, Seite 13
Wimmer, M. (2009), Führungen im Ibmer Moor - Information und Naturerlebnis mit allen Sinnen, Informativ, Heft 53, Seiten 14-16
Krisai, R. (1982), Das Ibmer Moos - nach 50 Jahren Schutzbestrebungen neuerlich bedroht, ÖKO.L, Heft 4/3, Seiten 6-11
Slotta-Bachmayr, L. (1993), Ornithologische Beobachtungen in zwei oberösterreichischen Wiesengebieten, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 1, Seiten 3-7
Slotta-Bachmayr, L. (1993) Ornithologische Beobachtungen in zwei oberösterreichischen Wiesengebieten, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 1, Seiten 3-8
Slotta-Bachmayr, L. & K. Lieb (1996), Die Vogelwelt des Ibmer Moores (IBA) Vergleich der historischen und aktuellen Zusammensetzung der Avifauna unter besonderer Berücksichtigung wiesenbrütender Vogelarten und Bemerkungen zu Amphibien und Reptilien, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 4/2, Seiten 3-45
Uhl, H. (2008), Wiesenvögel in Oberösterreich 2008, Ergebnisse der landesweiten Bestandeserhebungen 1994 bis 2008 und Naturschutzbezüge 
Mayr, G. (1979), Natur für alle - Naturschutzgebiete und Naturdenkmale in Oberösterreich, Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Band 5
Krisai, R. & R. Schmidt (1983) Die Moore Oberösterreichs, Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Band 6
Kumpfmüller, M., Fuxjäger, R., Uhl, H. & S. Grünmann (1999), Euregio-Projekt "Wiesenbrüter" - Landschaftspflegepläne für die Gebiete Oichten Riede, Trummer Seen, Ettenau und Ibmer Moor, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Slotta-Bachmayr, L. & K. Lieb (sine dato), Die Vogelwelt des Ibmner Moores - Vergleich der historischen und aktuellen Zusammensetzung der Avifauna unter besonderer Berücksichtigung wiesenbrütender Vogelarten, Gutachten i. A. d. Amt d. Oö. Landesregierung/Naturschutzabteilung
Sokoloff S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Eisner J., Mörtelmaier T., Strauß-Wachsenegger & R. Krisai (2009), Managementplan Wiesengebiete und Seen im Alpenvorland AT3123000, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Eisner J. & T. Mörtelmaier (2006), Gebietsbetreuung Unterer Inn, Auwälder am Inn, Salzachauen, Ettenau, Wiesengebiete und Seen im Alpenvorland - Bericht 2005/2006, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Eisner J. (2009), Gebietsbetreuung Unterer Inn, Auwälder am Inn, Salzachauen, Ettenau, Wiesengebiete und Seen im Alpenvorland - 2007 bis 2009, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Mair, B. & V. Grass (2014), Qualitätsmanagement Wiesen und Seen im Alpenvorland - Kurzbericht, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Heilingbrunner G., Schrank J. & D. Savio (2014), Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-AUSWEISUNG &-GEBIETSVERORDNUNGEN - ANALYSE DES AUSWEISUNGSSTANDS UND DER VERORDNUNGSPRAXIS IN ÖSTERREICH
Hochrathner, I., Hochrathner, P., Leitner, J. & M. Stockinger (2015), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Eggelsberg 2002. Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Hochrathner, I., Hochrathner, P., Leitner, J. & M. Stockinger (2015), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Moosdorf 2002. Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ - derzeit ist leider kein Link verfügbar
Vierhapper, F. (1882), Das Ibmer- und Waidmoos in Oberösterreich-Salzburg, Jahresbericht des Vereins Naturkunde in Österreich ob d. Enns zu Linz, Band 12, Seiten 1-27
Gams, H. (1947), Das Ibmer Moos, Jahresbericht des Oö. Mus. Ver., Band 92, Seiten 289-338 - derzeit ist leider kein Link verfügbar

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Pia Meier

Sozialpädagogin (FH), Ausbildung am Adam Smith College in Theatre and Production Arts, Leitung des Waldkindergartens „Wolfsteiner Woidschratzl“ in Freyung, Waldführerin im Nationalpark Bayerischer Wald

Pilze - Vielfältige Edelsteine des Waldes

Schwammerlkunde im Einklang mit der Natur

Pleschinger Austernbank

Das Naturschutzgebiet zeichnet sich durch eine artenreiche Flora und Fauna aus. Neben 200 verschiedenen Pflanzen, darunter gefährdete Farne, sind hier seltene Vögel wie der Schwarzspecht und über 300 Falterarten zu finden. Der Name dieser ehemaligen Sandgrube bezieht sich auf Fossilien, wie Haifischzähne und Austern, die hier in großer Menge gefunden wurden.

Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Das Gebiet wurde 1998 unter Schutz gestellt. In der Datei „Schutzzweck“ (unter „Urkunden“, Website Land OÖ) ist zu lesen: Nach Beendigung des Sand-Abbaus wurde das Areal zum Naturschutzgebiet erklärt, wobei der Grund für den Schutz insbesondere in der in den Offenbereichen angesiedelten (Insekten)Fauna lag. Auf den trocken-warmen und stark besonnten Flächen konnten sich zahlreiche Offenboden-Pioniere ansiedeln. Diese sind höchst selten in unserer Landschaft, es gibt kaum noch Standorte mit ähnlicher Charakteristik. Infolge weitgehend fehlender Nutzungen (nur vereinzelt wird durch Privatpersonen weiter nach Fossilien „geschürft“ und dadurch kleine Teilbereiche offengehalten) ist die Fläche nun weitgehend wieder zugewachsen. Für die Sicherung der Artenvielfalt, insbesondere für die seltene Insektenfauna, ist ein zumindest teilweises Offenhalten in den Wand- wie auch in denen ebenen Bereichen unerlässlich.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Bemerkenswerte Käferfunde, siehe Literaturtipps.
Für Hautflügler (Bienen, Hummeln, Ameisen, etc.) ist die Pleschinger Sandgrube ein herausragender Lebensraum. Weiters konnten 58 Vogelarten, darunter auch der Schwarzspecht angetroffen werden. 307 Tag- und Nachtfalterarten, 93 Käfer- und 40 Spinnenarten konnten nachgewiesen werden. Besonders hervorzuheben ist auch das Auftreten der Äskulapnatter.
Pflanzenarten:
194 Pflanzenarten konnten festgestellt werden, von denen 17 auf der "Roten Liste" gefährdeter Farn- und Gefäßpflanzen Oberösterreichs stehen. Erwähnenswert sind hier vor allem der Traube-Geißklee, der Aufrechte Ziest und das Alpen-Laichkraut. 
Lebensräume:
Neben bodenoffenen und schattenarmen Standorten stellen auch wiesenartig genutzte Bereiche Lebensraum für bestimmte spezialisierte Tier- und Pflanzenarten dar. Rotbuchenwälder: Naturnahe Buchenwälder sind im Laufe des letzten Jahrhunderts immer seltener geworden. Auch sie werden von zahlreichen Spezialisten, insbesondere Vogelarten bewohnt.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Erhaltung des Gebietes als vielfältiger Trocken-Lebensraum für seltene und spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, das heißt vor allem Sicherung der bodenoffenen Bereiche sowie der im Gebiet gelegenen Rotbuchenwälder.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Es gelten die in NSGs üblichen Bestimmungen.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Pleschinger Austernbank" in Steyregg


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Pleschinger Austernbank
Karte im DORIS anzeigen: Pleschinger Austernbank
Website: OÖ Tourismus GmbH


Literaturtipps

Kohl, H. (1979), Die Austernbank von Plesching bei Linz, ein fossiles Relikt aus dem Strandbereich des Tertiärmeeres, ÖKO.L, Heft 1, Seiten 12-15
Mitter, H. (1990), Bemerkenswerte Käferfunde aus der Pleschinger Sandgrube/Linz, ÖKO.L, Heft 12/3, Seiten 18-20
Schultz, O. (1973), Neue Foraminiferen aus dem Ottnangien von Plesching bei Linz, Apollo, Heft 31, Seiten 8-9
Rögl, F. (1969), Die Foraminiferenfauna aus den Phosphoritsanden von Plesching bei Linz (Oberösterrreich) - Ottnangien (Untermiozän), Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 15, Seiten 213-234
Seidl, F. (1991), Rezente Mollusken aus der Pleschinger Sandgrube bei Linz/Donau, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 36, Seiten 207-214 - derzeit leider kein Link verfügbar
Mitter, H. (1991), Die Käferfauna der 'Pleschinger Sandgrube' bei Linz, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 36, Seiten 113-137 - derzeit leider kein Link verfügbar

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Ralf Hübinger

In den Jugendjahren „Pfadfinder", Optiker, Studium Sozialwirtschaft, Lama- Zucht und geführte Wanderungen mit Lamas, Ausbildung zum Natur- und Landschaftsvermittler

Regina Atteneder

Lehrerin für Biologie (NMS)

Regina Roitinger

Natur- und Landschaftsvermittlerin, Waldpädagogin, Pilgerbegleiterin, Kräuterkurzlehrgang bei Hermann Gabriel, Dipl. Pädagogin, derzeit Angestellte bei meinem Mann (Tierarzt)

Rinnende Mauer

Die Konglomeratwände am Steilabfall der Steyr sind mit den überrieselten Felsen eine eindrucksvolle geomorphologische Besonderheit des Alpenraumes. Namensgeber dieses Naturdenkmals ist das Phänomen einer Traufquelle, die auf etwa 50 m Länge zum feinen Wasservorhang wird. Weiters ist dieser Bereich ein "pflanzensoziologisches Eldorado" völlig unterschiedlicher Arten auf kleinstem Raum.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Ein grandioses Naturschauspiel, das seinesgleichen sucht: Verborgen unter einer weit überhängenden Konglomeratbank tritt auf einer Strecke von etwa 50 Metern Wasser aus der Schluchtwand aus. Aus ca. 5 bis 7 Metern Höhe fließt und tropft es aus den unzähligen Öffnungen des porösen Konglomeratgesteins zu Boden. Bei dieser Erscheinung handelt es sich um eine sogenannte "Traufquelle", einen Quellaustritt des Grund- und Hangwassers, das über einer undurchlässigen Gesteinsschicht angestaut wird.

An keiner einzigen Stelle des Steyr- oder Teichltales ist eine ähnliche Situation bekannt. Die Rinnende Mauer ist einzigartig in Oberösterreich und, angesichts der geologischen Bedingungen, wohl auch weit darüber hinaus.

Die Rinnende Mauer wurde 1999 als Naturdenkmal festgestellt. Das Erlebnis ist besonders beeindruckend nach Regenphasen! Dann ist aber auch besonderer Vorsicht geboten, da sich Steine aus der oft überhängenden Wand lockern können. Das Naturdenkmal ist Teil des Naturschutzgebiets Steyrschlucht bzw. zugleich Teil des Natura 2000-Gebiets „Mittlere Steyr“ (siehe „Steyrschlucht“ auf dieser Website). Von Molln aus führt ein schöner Rundweg mit Infotafeln zum/vom Naturdenkmal (verschiedene Routen möglich).


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume

Pflanzen:
Die Pflanzenwelt in einzigartiger Kombination: Sumpfdotterblume, Bitteres Schaumkraut, Rundblättriger Steinbrech, Strahlensame, Kahler Alpendost, Petergstamm, Zwergalpenrose und sogar die Behaarte Alpenrose („Almrausch“) - eingebettet in einen grünen Teppich aus vielen verschiedenen Moos-Arten.
Tierarten:
Flussuferläufer (sehr selten!), Eisvogel, Gänsesäger, Graureiher, Wasseramsel neben zahlreichen anderen Vogelarten (vogelkundlich bedeutendes Gebiet!); weiters verschiedene Fischarten (darunter die seltene Koppe) und der Fischotter.
Lebensräume:
Viele menschlich kaum beeinflusste Lebensräume in enger Verzahnung miteinander, wie hohe und steile Konglomeratwände mit spezialisierter Felsspaltenvegetation, Schluchtwälder und Hangmischwälder (= prioritärer Lebensraumtyp gemäß FFH-Richtlinie)


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Grundsätzlich ist das Flusstauchen (Scuben) und das Befahren mit Booten ohne maschinellen Antrieb erlaubt, nicht aber von 1. April bis 1. Juni auf bestimmten Flussabschnitten zw. Molln und Grünburg (siehe Anlage 2/2 auf der Website Land OÖ (Link unten) unter „Urkunden“). Von 1. April bis 1. Juli darf die Schotterinsel (vor der Rinnenden Mauer) nicht betreten werden (beides hauptsächlich wegen der Brutzeit des seltenen Flussuferläufers).
Erlaubt ist auch die rechtmäßige Ausübung der Fischerei und der (eingeschränkte) Abschuss des Kormorans nach den Bestimmungen der OÖ Artenschutzverordnung (§ 8).
Ansonsten gelten im Wesentlichen die für NSGs üblichen Bestimmungen (s. Kategorien Schutzgebiete: Wegebenutzung, Jagd, vereinbarte forstliche Nutzungen, extensive Bewirtschaftung von Wiesen u. Ä.).


Verordnung

Es gibt keine Verordnung, aber einen Bescheid, zu finden unter dem Tabreiter „Urkunden“ auf der Website Land OÖ – siehe „Websites, weiterführende Links“.


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: "Rinnende Mauer" in Molln
Karte im DORIS anzeigen: "Rinnende Mauer" in Molln
Website: Bergfex
Website: OÖ Tourismus GmbH
Website: Wikipedia
Website: ORF, 9 Plätze 9 Schätze


Literaturtipp
Maier, F. & A. Maier (1997), Steyrschlucht - Rinnende Mauer, Österreichischer Alpenverein, Sektion Molln

 

Aktualisiert im Dezember 2021

 

Rita Zwettler

Staatlich geprüfte Wander- und Schneeschuhführerin.

Robert Pröll

OÖ Naturwacheorgan, Landwirtschaftlicher Facharbeiter, Europäischer Energiemanager, Umwelttechniker, Maschinenbauingenieur;

Roman Paumann

Forstwart, Berufsjäger und Nationalpark Kalkalpen Ranger

Ronald Lumetzberger

Natur - und Landschaftsführer, Waldpädagogik, Jäger, Jagdpädagogik, Imkerei

HR-Bereich, Unternehmerprüfung, Gewerbeberechtigungsprüfung (Personal), Lohnverrechnerprüfung, Prüfung Schädlingsbekämpfung und Desinfektion im Gesundheitswesen, Fachseminare im Bereich Kommunikation und Marketing

Rosi Wasmeyer

In Bearbeitung.

Rückkehr der Wildnis

Streifzug durch den Lebensraum von Wolf und Luchs

Rudolf Grall

Berufsjäger, Forstwart und Nationalpark Kalkalpen Ranger

Rudolf Wakolbinger

Förster, Waldpädagoge

Rupert Fartacek

Waldpädagoge, Vertrauensperson für Waldpädagogik, Natur- und Landschaftsführer, Förster, Lehrer für Waldwirtschaft an der Bioschule Schlägl

Sabina Haslinger

OÖ Wander- & Schneeschuhführerin, zertifizierte Kräuterpädagogin, Natur-Erlebnisse, Märchenerzählerin, Jodeln & Juchitzen

Sabine Ablinger

Bio-Bäuerin, selbständige Erlebnispädagogin, Naturvermittlerin, Kräuterpädagogin i.A., Schule-am-Bauernhof, Sprach-Trainerin in der Erwachsenenbildung (Wifi)

Sabine Eilmsteiner

Natur- und Landschaftsvermittlerin

Sabine Fischer

Biologin, Dipl. Lebens- und Sozialberaterin, staatlich geprüfte Wander- und Schneeschuhführerin

Sag, wer mag das Männlein sein

Den Geheimnissen des Böhmerwaldes auf der Spur

Sagenhafter Grünberg

Geschichten, Mythen und Fakten zu Pflanzen zwischen Grünberg und Laudachsee

Sandra Locher

Natur- u. Landschaftsvermittlerin

Sauzähne in Laussa

Diese bizarre Felsformation ragt wie eine Nadel aus einer Waldfläche auf. Die Gesteinsart dieses als Naturdenkmal ausgewiesenen Felsens von 30 -35 m Höhe ist Rauhwacke. Aus dem ursprünglichen Kalk- und Dolomitgestein wurden durch chemische Verwitterung Gesteinsteile gelöst und ausgewaschen. Zurück bleibt ein löchrig poröses Gestein.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Es gibt mehrere Rauwacke-Felsnadeln dieser Art in Laussa, die als geologische Naturdenkmale ausgewiesen sind: die Langensteinermauer, die Rebensteinmauer, die Thalsteinmauer und der Prücklerstein.

Das Gestein Rauwacke entstand in einer Lagune des Urmeeres Tethys vor 220 Mio. Jahren und zählt zu den ältesten Gesteinen der Kalkalpen und Voralpen. Gips und Dolomit lagerten sich wechselweise ab und wurden später gemeinsam verfestigt, so entstand die sogenannte „zellige Struktur“ des Gesteins. An der Oberfläche verwittert der enthaltene Gips rascher, dadurch entstehen die plus-minus großen Löcher, die heute von Kletterern als Griffe geschätzt werden.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Pflanzen: Der Bestand ist von der Trespe (Anm.: = eine Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser) dominiert und auch sehr krautreich mit u. a. Wiesen-Margerite, Rindsauge, Wiesen-Labkraut, Echt-Dost und Knollen-Hahnenfuß.; in der Nähe liegt auch das Naturschutzgebiet „Orchideenwiese im Pechgraben“ (gehört auch zur Gemeinde Laussa) mit vielen seltenen Orchideen- und Pflanzenarten.
Lebensraum:
„Brometum“ (= Beweidete Trespenwiese; Bromus = Trespe) in der Nähe der Sauzähne: Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) ist ein ertragsarmes Gras extensiv genutzter Kalk-Magerrasen (Festuco-Brometalia). Durch extensive Beweidung mit Schafen oder Rindern soll der Fortbestand der Magerrasen in ihrer natürlichen und charakteristischen Pflanzenartenzusammensetzung gesichert werden.
Wacholderheide ist eine allgemeine Bezeichnung für heideartige Biotoptypen, bei denen – unabhängig von den dort vorkommenden Pflanzengesellschaften – der Wacholder das Landschaftsbild prägt. Prägende Pflanzengesellschaften können zum Beispiel Mager- oder Trockenrasen oder Zwergstrauchheiden sein.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Die Sauzähne in der Laussa wurden 1985 als Naturdenkmal festgestellt, sind also nach dem OÖ. Natur- und Landschaftsschutzgesetz geschützt: sie dürfen nicht verändert oder zerstört werden. Eingriffe wären nur insoweit erlaubt, als sie der Sicherheit von Menschen dienen.


Verordnung

Es gibt keine Verordnung, aber einen Bescheid, zu finden unter „Urkunden“ auf der Website Land OÖ (siehe "Websites, weiterführende Links").


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: "Sauzähne" in Laussa
Karte im DORIS anzeigen: "Sauzähne" in Laussa
Website Wikipedia: Sauzähne, Liste der Naturdenkmäler im Bezirk Steyr-Land, Aufrechte Trespe, Wacholderheide


Literaturtipps

Brands, M. (2001), Ein zweiter Naturpark für Oberösterreich, Informativ, Heft 23, Seiten 12-13
Schindlbauer, G. & S. Kapl (2006), Geologische Naturdenkmale - Geschichte aus Stein, Informativ, Heft 43, Seiten 12-14
Mülleder, H. & S. Kapl (1989), Naturschutz in Oberösterreich - Unsere Naturdenkmale

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Schatzsuche im Tanner Moor

Naturjuwele in der versunkenen Stadt finden

Schauplatz Schule

NATURSCHAUSPIEL ON TOUR: Wir kommen auch an Deine Schule! Die gekennzeichneten Touren (NATURSCHAUSPIEL ON TOUR) können zu individuell vereinbarten Terminen direkt an der Schule organisiert werden. Der Guide klärt mit den PädagogInnen in einem Vorgespräch den genauen Ort und Treffpunkt ab.




Schlaraffenland Streuobstwiese

Zu Gast im Apfel-, Birn- und Zwetschkenreich

Schneeschuhwanderung Bibereck - Torfmoos

Ein genussvolles Naturerlebnis in der Gosau mit Dachsteinblick

Silke Rosenbüchler

Doktorat an der Boku (Landschaftsplanung und Landschaftspflege), Ausbildung zur Agrar- und Umweltpädagogin, Spielgruppenleiterin, Zertifizierte Kräuterpädagogin, Zertifikat Eventmanagerin (Wifi), diverse weiterführende Seminare und Kurse.

Silvia Hirner

Waldpädagogin i.A., FH Studium Diätologie, Konditormeisterin, 3-jährige Hotelfachschule;

Sinnesreise durch Wald, Wiese und Moor

Sanft & manchmal wild die Almauen und das Neydhartinger Moor durchstreifen

So ein Glück mit dem Pech

Salbe rühren am Lagerfeuer mit der Apotheke des Baumes

Spuren der Wildnis

In den Traun-Donau-Auen und in Enns die Wildnis erleben

Spurensuche im Böhmerwald

Lass dich entführen in das ehemalige Niemandsland und lese in der Landschaft die Geschichte

Spurensuche im Schnee

Am Benediktweg durch die zauberhafte Winterlandschaft pilgern

Stefanie Buchroither

Diplomierte Kräuterpädagogin

Stephan Mastnak

Universitätsausbildung elementare Musikpädagogik, Ausbildung zum Nationalparkranger im Nationalpark Gesäuse, Outdoorpädagogik mit Schulklassen, Ausbildung zum Kletterlehrer am ITK;

Stephan Rechberger

Studium der Forstwirtschaft und Hochschule für Agrarpädagogik; Vertrauensperson für Waldpädagogik; Forstberater und Jäger

Steyrschlucht

In diesem Naturschutzgebiet wird der Fluss Steyr großteils von steilen bis senkrechten Konglomeratwänden gesäumt. Die meist naturnahen Schluchtwälder beheimaten Baumarten wie Kiefer, Esche, Ahorn, Ulme oder Linde. Eisvogel, Flussuferläufer, Wasseramsel oder Gänsesäger finden ideale Lebensraumbedingungen.

Die Steyrschlucht ist ein landschaftlich einzigartiger Schluchtbereich der Steyr im nicht eingestauten Flussabschnitt und somit von hoher naturbelassener Dynamik.
Das Naturdenkmal „Rinnende Mauer“ in den Kernbereich des Naturschutzgebietes mit einbezogen.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Ein mit Fug und Recht landschaftlich und ökologisch höchstwertiger Naturraum, der 2016 nach vielen Jahren der Diskussion unter strengen Schutz gestellt werden konnte.
Zum Schutz insbesondere des bereits sehr seltenen Flussuferläufers wurde eine zwar heftig umstrittene, aus Artenschutzgründen jedoch zielführende Nutzungseinschränkung im Naturschutzgebiet festgelegt (siehe: Erlaubte Maßnahmen und Eingriffe).

Das Naturschutzgebiet Steyrschlucht hat eine Fläche von ca. 102 ha und erstreckt sich über eine Länge von knapp 10 km vom Kraftwerk Agonitz in Molln bis zur Haunoldmühle in Grünburg. In diesem landschaftlich bemerkenswerten Abschnitt des Steyrtales befindet sich auch das Naturdenkmal „Rinnende Mauer“ sowie ein 1,2 km langer Abschnitt der Krummen Steyrling.
Außer einer Brückenquerung bei Molln noch völlig unverbaut/keine Querbauwerke, die weitgehend naturbelassenen Lebensräume mit sehr geringem Störungspotential.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Zahlreiche ökologische Nischen machen das Gebiet auch zoologisch hochinteressant und bieten einen Rückzugsraum für selten gewordene Tierarten.
Flussuferläufer (sehr selten!), Eisvogel, Gänsesäger, Graureiher, Wasseramsel neben zahlreichen anderen Vogelarten (vogelkundlich bedeutendes Gebiet!); weiters verschiedene Fischarten (darunter die seltene Koppe) und der Fischotter.
Pflanzen:
An den Kies- und Inselbereichen finden sich Purpurweiden- und Lavendelweidengebüsche. Eine große Vielfalt besonderer Pflanzengemeinschaften konnte sich herausbilden (siehe auch "Lebensräume").
Lebensräume:
Viele menschlich kaum beeinflusste Lebensräume in enger Verzahnung miteinander, wie hohe und steile Konglomeratwände mit spezialisierter Felsspaltenvegetation, Schluchtwälder und Hangmischwälder (= prioritärer Lebensraumtyp gemäß FFH-Richtlinie)


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Grundsätzlich ist das Flusstauchen (Scuben) und das Befahren mit Booten ohne maschinellen Antrieb erlaubt, nicht aber von 1. April bis 1. Juni auf bestimmten Flussabschnitten zw. Molln und Grünburg (siehe Anlage 2/2 auf der Website Land OÖ (Link unten) unter „Urkunden“). Von 1. April bis 1. Juli darf die Schotterinsel (vor der Rinnenden Mauer) nicht betreten werden (beides hauptsächlich wegen der Brutzeit des seltenen Flussuferläufers).
Erlaubt ist auch die rechtmäßige Ausübung der Fischerei und der (eingeschränkte) Abschuss des Kormorans nach den Bestimmungen der OÖ Artenschutzverordnung (§ 8).
Ansonsten gelten im Wesentlichen die für NSGs üblichen Bestimmungen (s. Kategorien Schutzgebiete: Wegebenutzung, Jagd, vereinbarte forstliche Nutzungen, extensive Bewirtschaftung von Wiesen u. Ä.).


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Steyrschlucht" in Steinbach an der Steyr, Grünburg und Molln


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: SteyrschluchtMittlere Steyr (FFH-Gebiet, AT3136000)
Karte im DORIS anzeigen: Steyrschlucht, Mittlere Steyr (FFH-Gebiet, AT3136000)
Website: TIPS Kirchdorf
Website: ORF, 9 Plätze 9 Schätze


Literaturtipps

Brands, M. (2016), Naturschutzgebiet Steyrschlucht - ein jahrzehntelanger Weg, Informativ, Heft 82, Seiten 14-15
Maier, F. & A. Maier (1997), Steyrschlucht - Rinnende Mauer, Österreichischer Alpenverein, Sektion Molln

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Stoahoat und duftend wild

Kraftplätze und Heilsames am Stoakraftweg

Tanner Moor

Bedeckt von einem fast undurchdringlichen Dickicht aus Latschen und umrandet von einem dichten Fichtenwald liegt es eigentlich ziemlich versteckt, das größte Hochmoor Österreichs, das Tanner Moor in der Gemeinde Liebenau.
Auf über einem Quadratkilometer verteilt leben äußerst seltene Pflanzen und Tiere, wie der Hochmoorlaufkäfer, das Baltische Torfmoos oder die Kleinfrüchtige Moosbeere, die das Tanner Moor auch über die Grenzen Oberösterreichs hinaus einzigartig machen.
Aufgrund des äußerst günstigen Lokalklimas konnte hier in der Gemeinde Liebenau und im angrenzenden Waldviertel eine der größten Moorlandschaften Österreichs entstehen. Viele dieser Moore wurden in der Vergangenheit entwässert und werden heute besonders forstwirtschaftlich genutzt, dennoch sind sie in Summe ein unvorstellbarer Wasserspeicher, der als regionale Klimamaschine und Hochwasserschutz betrachtet werden kann.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Das Tanner Moor ist ein Hochmoor, das mit Bergkiefern (Spirken) bewachsen ist. Durch Wollsackverwitterung entstandene granitische „Burgen“ beherrschen eine Felseninsel in seiner Mitte.
Dieses Hochmoor konnte im Jahr 1983 nach intensiven Bemühungen engagierter Naturschützer unter Schutz gestellt werden. Es handelt sich um ein pH-saures, nährstoffarmes, überwiegend von Regenwasser, aber auch von kleinen Zuflüssen bzw. Quellen gespeistes Moor, das aus zwei ursprünglich getrennt im Süden und Norden entstandenen Moorkörpern im Lauf der Jahrtausende zusammengewachsen ist.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Raufußkauz, Sperlingskauz, Haselhuhn, Birkhuhn, Hochmoor-Laufkäfer;
Pflanzen:
Das Tanner Moor ist fast vollständig mit einem Latschendickicht bewachsen. Unter dieser "Gehölzdecke" oder in Lücken wachsen andere Hochmoorpflanzen wie Rausch- und Moosbeere, Rosmarinheide und Scheidiges Wollgras. 
Aufrechte Bergkiefer (Pinus mugo), Moorkiefer oder Spirke (Pinus x rotundata, Unterart der Bergkiefer auf Moorböden); Heidel-, Preisel-, Moos- und Rauschbeere;
Moor-Porst (Rhododendron tomentosum, auch Sumpfporst genannt, Blütezeit Mai-Juli, Wuchshöhe 0,5-1,5 m): ein Heidegewächs, das vom Aussterben bedroht ist und zu den vollkommen geschützten Pflanzen Oberösterreichs zählt. Aus neuerer Zeit sind leider keine Funde des Moor-Porsts dokumentiert.
Die häufigere und typische Rosmarinheide (Andromeda polifolia), auch Lavendelheide oder Sumpfrosmarin genannt stammt ebenso wie der Moor-Porst aus der Familie der Heidekrautgewächse.
Ebenso vollkommen geschützt: Das Scheiden-Wollgras (Eriophorum vaginatum), der rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) und verschiedene Torfmoose (Sphagnum spec.);
Lebensräume:
Lebende Moore, Borstgrasrasen.  Degradierte, noch renaturierungsfähige Hochmoore und Moorwälder.

Auf der Website der Gemeinde Liebenau findet sich folgende Beschreibung:
Der Reichtum an seltenen Pflanzen und Tieren ist der kostbarste Schatz des Tannermoores. Neben dem Rehwild können wir noch Fuchs, Dachs, Edelmarder, Wiesel, Birkwild, Auerwild, Mooreule, Waldohreule, Wildente, Habicht und Sperber antreffen.
Auf Schritt und Tritt stößt der Wanderer auf seltene Pflanzen. Die Legföhre, auch Latsche genannt, bildet dichte Miniaturwälder, auf freien Stellen gedeiht das Heidekraut. An den Randgebieten findet man Heidelbeeren. Die Moorbeere, auch Rauschbeere genannt, trifft man im feuchteren, zentralen Teil. Über die Sumpfmoospolster kriechen die zarten Stängel der Moosbeere.
Auf die Rosmarinheide wird der Moorbesucher erst zur Blütezeit aufmerksam, weil dann die hellrosa kugeligen Blüten den Moorboden zieren. Der Sumpfporst mit seinen weißen, sternförmigen Blüten kommt im dichteren Legföhrenbestand vor. Der rundblättrige Sonnentau, eine "fleischfressende" Pflanze, ist eine Rarität am Teichrand.
Um das Moor findet man prachtvolle Bestände von Fichten, deren mächtigsten sicher über 200 Jahre alt sind. An Laubbäumen kommen hauptsächlich die Birke und die Moorbirke vor. Zahlreiche seltene Gräser und Kräuter, wie Berg-Alpenglöcklein, Weißer Germer, Sturmhutblättriger Hahnenfuß, Alant-Distel, Arnika, Alpenmilchlattich, Pestwurz und Wollgras ergänzen die interessante Flora des Moores und seiner Umgebung.


Schutzziele und Entwicklungsmaßnahmen

Unbedingt zu vermeiden ist das Betreten der Moorflächen, da dies ökologisch sehr sensible Bereiche sind! Besucher sollten sich dahingehend sensibel verhalten.
Über den Zeitraum 2019-2022 läuft ein ambitioniertes Revitalisierungsprojekt der Abteilung Naturschutz (Bauphasen vorwiegend im Herbst), da das Moor in früheren Zeiten massiv genutzt wurde (60 Entwässerungsgräben mit einer Gesamtlänge von 12 km). Durch diese Eingriffe hat sich die Vegetation verändert und die Torfbildung kam weitgehend zum Erliegen. Der Klimawandel verstärkt diesen Prozess. Das Projekt soll die gestörte Hydrologie des Moores schrittweise wiederherstellen. Naturnahe Moore beherbergen nicht nur eine einzigartige und stark gefährdete Lebenswelt, sondern sichern auch den regionalen Wasserhaushalt und leisten durch die Speicherung von Kohlenstoff einen herausragenden Beitrag zum Klimaschutz (nachzulesen: M. Heinisch und C. Schröck, Informativ 2019 - siehe Literaturtipps).


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Das Betreten des Waldes und der Wege, die Entnahme einzelner Fichten (und das Befahren zu diesem Zweck), die rechtmäßige Jagdausübung und die Wegeerhaltung sind erlaubt.
Das Befliegen von Naturschutzgebieten mit Drohnen ist grundsätzlich verboten, eine Ausnahmegenehmigung hierzu hält der Naturschutzbund OÖ (Josef Limberger, Obmann). 


Verordnung

Verordnung der O.ö. Landesregierung vom 8. August 1983, mit der das Tanner Moor in Liebenau als Naturschutzgebiet festgestellt wird.


Websites und weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Tanner Moor
Karte im DORIS anzeigen: Tanner Moor
Website: OÖ Tourismus GmbH
Website: Mühlviertel
Website: Gemeinde Liebenau
Website: mamilade
Website: Wikipedia
Website: Bergwelten


Literaturtipps

Brands, M.,et al. (2000), Netzwerk Natura 2000, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seiten 3-5
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000-Gebiet Tanner Moor, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 19
Brands, M. (1999), Das Tanner Moor, Informativ, Heft 16, Seiten 12-14
Heinisch, M. & C. Schröck (2019), Zu Besuch im größten Latschenhochmoor Österreichs, Informativ, Heft 95, Seite 19
Bortenschlager, S. (sine dato), Pollenanalytische Untersuchung des Tannermoores im Mühlviertel, Oberösterreich, Jahrbuch des Oö. Musealverein, 114a, Seiten 261-272
Krisai, R. & R. Schmidt (1983), Die Moore Oberösterreichs. -Natur und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Band 6
Sokoloff, S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Uhl H., Schmalzer A., Pollheimer J. & Schuster A. (2009), Managementplan für das Europaschutzgebiet "Wiesengebiete im Freiwald" AT3124000, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Heilingbrunner G., Schrank J. & D. Savio (2014), Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-AUSWEISUNG &-GEBIETSVERORDNUNGEN - ANALYSE DES AUSWEISUNGSSTANDS UND DER VERORDNUNGSPRAXIS IN ÖSTERREICH
Schmalzer A., Sollberger W. & J. Eisner (2014), Maltsch und Wiesengebiete im Freiwald - Jahresbericht 2012 Betreuungsphase 2012 bis 2014, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Theresa Bogengruber

Agrarpädagogin, Dipl. Kräuterpädagogin

Thomas Scherrer

Diplomierter Heilkräuterpädagoge, Wildniskurse bei Native Spirit;
Ausgebildeter Mechatroniker und Musiker mit Hingabe.

Thomas Tartarotti

Studium der Wildbach- und Lawinenverbauung, Lehrtätigkeit

Tiberius Binder

Studium der Theater- und Musikwissenschaft / Wien, Gesangsausbildung Mozarteum / Salzburg, ehemals im Kulturmanagement u.a. für Kulturhauptstadt Linz09 sowie Brucknerhaus Linz (Linzer Klangwolke) und als Sänger u.a. im Schlachthof Wels, Landestheater Linz und Posthof tätig, Kräuterpädagoge, Trainer in der Erwachsenenbildung, seit 2009 selbstständig als Human- und Tierenergetiker, Systemischer Coach, Trainer im Bildungs- und Migrationsbereich sowie Naturvermittler

Tina Stellnberger

Waldpädagogin, Fachsozialbetreuerin Behindertenarbeit;

Tot oder lebendig

Den Plafond des Mühlviertels erwandern

Traun-Donau-Auen

Dieses stadtnahe Gebiet präsentiert sich als weitgehend geschlossener Auwald. Mitten im intensiv genutzten Zentralraum konnte hier ein in wesentlichen Teilbereichen artenreiches, naturnahes Ökosystem erhalten werden. Am Mitterwasser hinterlässt der Biber seit einigen Jahren seine Spuren. 

Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

An den kleinen stehenden Gewässern in der Au wachsen Pfeilkraut, Wasserfeder, Schwanenblume und Krebsschere, und es finden sich zahlreiche Amphibienarten. Eine Besonderheit ist die Rotbauchunke, die hier ihr westlichstes Vorkommen in Österreich hat. Die Landlebensräume werden von weicher und harter Au dominiert. Ein wichtiges Entwicklungsziel im Gebiet ist die sukzessive Umwandlung der noch großflächig vorhandenen Hybridpappelforste in standortgerechte Auwälder. Ein Beispiel für die Erfolge einer naturschutzfachlich ausgerichteten Pflege sind die im Gebiet vorkommenden Wiesen, die sich in den letzten Jahren zu sehr artenreichen Lebensräumen entwickelt haben. Dabei tauchten sogar einige verschollen geglaubte Arten wieder auf. Ein besonderes Augenmerk im Europaschutzgebiet gilt der Vogelwelt. Hier bieten die Traun-Donau-Auen für viele seltene und gefährdete Arten sowohl Brutmöglichkeiten als auch Rast- und Überwinterungsplätze für Zugvögel.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tiere:
Der Artenreichtum ist (berücksichtigt man die Lage dieses Naturraums in der drittgrößten Stadt Österreichs) unerwartet groß. Fische wie der Schlammpeitzger und Insekten wie der Scharlachkäfer zeigen die Vielfalt an vertretenen Tierarten an. Groß ist auch die Zahl der Vogelarten: vom Neuntöter über Blaukehlchen, Eisvogel und Wespenbussard bis hin zur Rohrweihe, Prachttaucher, Silber- und Purpurreiher, Schwarz- und Grauspecht, Halsbandschnäpper. Verschiedene Arten von Amphibien (Gelbbauchunke, Rotbauchunke, Kamm-Molch, Ringelnattern) und Fledermäuse finden hier einen Rückzugsraum. Selbst der Biber ist in den Traun-Donau-Auen wieder heimisch geworden.
Pflanzen:
Der Hauptanteil der Auwälder in den Traunauen besteht aus Eschen-dominierten Auen, während in den Donauauen die Grauerle dominiert.
Ein Mosaik aus dichten Auwäldern mit ihren Gewässern, Feucht- und Magerwiesen befindet sich im Mündungsbereich der Traun in die Donau. Als wichtigste Lebensraum-Schutzgüter sind in der FFH-Richtlinie angeführt: Eschen-Schwarzerlen-Auen und Naturnahe Kalk-Trockenrasen (z.T. mit bemerkenswerten Orchideen) und deren Verbuschungsstadien.
Lebensräume: 
Ihre Funktion als Rückzugs- und Erholungsraum für den Menschen erfüllt die Au durch die Spazier- und Stadtwanderwege, auf denen wundersame Entdeckungsreisen in die Natur möglich sind.
Von den 675 kartierten Pflanzenarten sind insgesamt 122 Arten (= 20,3 %) in der Roten Liste Oberösterreichs, weitere 28 Arten sind in der Roten Liste Österreichs angeführt. Somit sind 27,7 % der vorkommenden Arten in diesem Lebensraum überregional selten und gefährdet.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Sicherung der naturnahen Auwaldlandschaft und ihrer großräumlichen Geschlossenheit, mit wenigen Ausnahmen (z. B. für private Grundbesitzer) keine Nutzung und kein aktives Eingreifen in die Natur im Gebiet. Weitere Schutzziele sind die Sicherung des Artenreichtums der Magerwiesen und Halbtrockenrasen und der natürlichen Entwicklungsprozesse in und entlang der Gewässer. An Maßnahmen ist die Entnahme der Hybridpappeln zugunsten standortgemäßer Auwald-Baumarten festgeschrieben.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Erhaltungsmaßnahmen sind das Betreten durch Jagd- und Fischereiausübungsberechtigte, das Angelfischen und der Besatz mit autochthonen Fischarten, das Betreten der Waldbereiche mit Ausnahme der Wildruhezonen, das Radfahren auf dafür gekennzeichneten Wegen. Zur Gewässerpflege im Kleinen Weikerlsee dürfen teilweise Unterwasservegetation und Schlamm entnommen werden, gestattet ist auch das Befahren des Mitterwassers mit nicht motorisierten Booten auf dem Grundstück 891/51, KG. Posch, zu Übungszwecken durch das Bundesheer und die Feuerwehr mit Ausnahme des Befahrens der Schilfzonen. Hunde müssen an der Leine geführt werden (ausgenommen ÖKO-Freizeitpark).


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet "Traun-Donau-Auen"
Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet "Teile der Traun-Donau-Auen"


Websites, weiterführende Links

Land OÖ Naturschutzbuch: Traun-Donau-AuenEuropaschutzgebiet Traun-Donau-Auen (FFH- und Vogelschutzgebiet, AT3114000)
Karte im DORIS anzeigen: Traun-Donau-AuenEuropaschutzgebiet Traun-Donau-Auen (FFH- und Vogelschutzgebiet, AT3114000)
Website: OÖ Tourismus GmbH
Website: Donauregion
Website: TIPS Redaktion
Website: Botanischer Garten Linz


Literaturtipps

Brands, M., et al. (2000), Netzwerk Natura 2000, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seiten 3-5
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000- und Vogelschutzgebiet Traun-Donau-Auen, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 17
Schuster, A. (1998), Der Naturschutzrahmenplan Trauntal, Informativ, Heft 09, Seiten 14-15
Ambach, J. (2011), Das Europaschutzgebiet Traun-Donau-Auen, Informativ, Heft 64, Seite 9
Pfitzner, G. (1984), Der landschaftsökologische Stellenwert der Linzer Wälder aus ornitho-ökologischer Sicht, ÖKO.L, Heft 6/4, Seiten 4-14
Hoislbauer, G. (1985), Die Beurteilung der Luftgüteentwicklung im Linzer Großstadtraum mit Hilfe von Rindenflechten, ÖKO.L, Heft 7/1, Seiten 18-26
Gruber, P. (1985), Die chemische und mineralogische Zusammensetzung des Flugstaubes im Linzer Raum, ÖKO.L, Heft 7/2, Seiten 15-24
Schwarz, F. (1985), Auwälder - bedrohte Reste einer Urlandschaft, ÖKO.L, Heft 7/4, Seiten 6-7
Schwarz, F. (1985), Feuchtgebiet Tagerbach-Schwaigau als künftiges Naturschutzgebiet, ÖKO.L, Heft 7/4, Seiten10-11
Mitter, H. (1987), Das Feuchtgebiet Tagerbach-Schwaigau - Lebensraum bemerkenswerter Käferarten, ÖKO.L, Heft 9/2, Seiten 19-22
Schwarz, F. (1989), Das Biotopkartierungsprojekt Linz - Grundlage für eine zukunftsorientierte Naturschutzstrategie und Stadtplanung, ÖKO.L, Heft 11/2, Seiten 3-12
Laister, G. (1989), Die stehenden Kleingewässer der Schwaigau (Linz) aus chemisch-physikalischer Sicht, ÖKO.L, Heft 11/2, Seite 13-21
Schanda, F. & F. Lenglachner (1990), Biotopkartierung Traun-Donau-Auen Linz 1987 - Bestandsaufnahme und Gesamtkonzept für Naturschutz und Landschaftspflege, ÖKO.L, Heft 12/4, Seiten 3-20
Bauer, W. (1990), Die Entwicklung des Gänsesäger-Brutbestandes im oö. Zentralraum an Donau und Traun, ÖKO.L, Heft 12/4, Seiten 26-30
Forstner, M. (1991), Zur jagdlichen Situation der Industriestadt Linz, ÖKO.L, Heft 13/2, Seiten 3-17
Kainz, E. (1991), Zur fischereilichen Situation der Gewässer im Bereich Linz, ÖKO.L, Heft 13/2, Seiten 18-35
Huss, H. (1992), Die Traunauen zwischen Lambach und Wels - Dokumentation einer bedrohten Flußlandschaft, ÖKO.L, Heft 14/2, Seiten 3-11
Merwald, F. (1970), Die Knoblauchkröte im oberösterreichischen Flachland, Apollo, Heft 19, Seiten 5-6
Kohl, H. (1970) Der Linzer Wald, natürlicher Ergänzungs- und Erholungsraum der Landeshauptstadt, Apollo, Heft 21, Seiten 3-6
Merwald, F. (1977), Die sterbenden Auen bei Linz, Apollo, Heft 47, Seiten 1-3
Mayer, G. & H. Pertlwieser (1955), Die Vogelwelt des Mündungsgebietes der Traun, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Seiten 347-357
Mayer, G. & H. Pertlwieser (1956), Die Vogelwelt des Mündungsgebietes der Traun (2. Teil), Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Seiten 391-398
Häusler, H. & E. Häusler (1957), Die Auwaldböden der Umgebung von Linz, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 03, Seiten 229-354
Wirthumer, J. (1958), Beobachtungen an den Bembidien der Traunufer von Ebelsberg bis zur Mündung, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Seiten 221-243
Peschel, R. (1982) Erläuterungen zur "Geologischen Karte von Linz und Umgebung", Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 28, Seiten 181-236
Hoislbauer, G. (1982), Die Beurteilung der Luftgüteentwicklung im Linzer Großstadtraum mit Hilfe von Rindenflechten, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 28, Seiten 237-260
Krieger, H. (1983), Die Bedeutung des Großen Weikerlsees als Brut-, Durchzugs- und Überwinterungsraum der Wasservogelfauna, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 29, Seiten 7-34
Starke, P. (1983) Stadtklima, Immissionsverhältnisse und Flechtenverbreitung in Linz, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 29, Seiten 157-284
Augustin, H., et al. (1985/86), Die Gewässergüte der Stadt Linz und Umgebung, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 31/32, Seiten 149-363
Kainz, E. & R. Janisch (1987), Zum Fischbestand der Gewässer im Süden und Südosten von Linz, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 33, Seiten 233-270
Schwarz, F. (1992), Die Traun bei Linz - Ein versöhnliches Ende? Maßnahmen, Möglichkeiten und Zielvorstellungen des Naturschutzes im Bereich des Traunauengrünzuges im Stadtgebiet von Linz, Die Traun - Fluß ohne Widerkehr, Kataloge des Oö. Landesmuseums, NF. 54/Band 1, Seiten 63-72
Mitter, H. (1992), Bemerkenswerte Käferfunde im Mündungsbereich der Traun bei Ebelsberg (Oberösterreich), Die Traun - Fluß ohne Widerkehr, Kataloge des Oö. Landesmuseums, NF. 54/Band 2, Seiten 69-70
Mayer, G. (1979), Ökologische Bewertung des Traunauen-Grünzuges, Unpubliziertes Manuskript
Strauch, M. (1996/97), Gewässerzustandskartierung der Linzer Fließgewässer und Badeseen, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 42/43, Seiten 423-510
Forstner, M. (1997), Die Nachhaltigkeit der Waldflächen im Linzer Stadtgebiet - Anlayse, Vorschläge, Maßnahmen, Studie i. A. d. Naturkundlichen Station d. Stadt Linz u. d. Oö. Landesregierung/Naturschutzabteilung
Lenglachner, F. (2010), Schutzgebietspflege im Naturschutzgebiet Traun-Donauauen Linz, Informativ, Heft 58, Seiten 9-12
Maletzky A., Ackerl H., Ambach H., Eberl T. & R. Kaiser (2013), Europaschutzgebiet Traun-Donau-Auen - Managementplan, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Heilingbrunner G., Schrank J. & D. Savio (2014), Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-AUSWEISUNG &-GEBIETSVERORDNUNGEN - ANALYSE DES AUSWEISUNGSSTANDS UND DER VERORDNUNGSPRAXIS IN ÖSTERREICH
Lenglachner, F. & F. Schanda (2006), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Linz - Natura 2000-Gebiet Traun-Donau-Auen 2001/2002, Endbericht -Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Stadt Linz und der Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Traunstein

Der Traunstein ist ein markanter, überall steil abfallender Karststock mit natürlicher und naturnaher Fels- und Waldvegetation am Ostufer des Traunsees. Seine steile Westseite endet direkt im See.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Gämsen, Rotwild, Alpensalamander, Alpengrashüpfer; Flusskrebse; seltene Schmetterlinge (z. B. Apollofalter) und Vogelarten: Wanderfalke, Steinadler, Zwergschnäpper, Sperlingskauz, Haselhuhn.
Pflanzen:
Seidelbast, Orchideenarten und viele andere für kalkreiche Böden typische Arten. An seltenen Baum-/Straucharten: Eiben, wolliger Schneeball, Felsenbirne, Echte Mehlbeere.
Lebensräume:
Alpine Landschaft im Kalkgebirge mit Kegeln und Spitzen aus Dolomit.
Montane Laubwaldstufe, subalpine Nadelwaldstufe, über der Waldgrenze der Legföhrengürtel und die alpinen Rasen mit dem herrlichen Blumenflor. Auf den höchstgelegenen Abschnitten gedeihen nur schüttere Latschenbestände.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Sicherung bzw. ökologisch orientierte Entwicklung der natürlichen und naturnahen Lebensräume von der montanen bis zur alpinen Höhenstufe, wie z. B. der Waldgesellschaften, der subalpinen und alpinen Fels- und Schuttflurvegetation sowie autochthoner Rasengesellschaften.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Es gelten im Wesentlichen die für NSGs üblichen Bestimmungen (s. Kategorien Schutzgebiete: Wegebenutzung, Jagd, vereinbarte forstliche Nutzungen u. Ä.).


Verordnung

Die Verordnung des NSG aus dem Jahr 1963 kann unter dem Tabreiter „Urkunden“ auf der Website des Landes OÖ aufgerufen werden (siehe unter „Websites, weiterführende Links“).


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Traunstein
Karte im DORIS anzeigen: Traunstein
Website: Wikipedia


Literaturtipps

Schwarz-Waubke, M., Schwarz, M. & W. Weißmair (2001), Wiederfund von Stenobothrus rubicundulus KRUSEMAN & JEEKEL 1967 (Saltatoria, Acrididae) in Oberösterreich (Österreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 10, Seiten 393-396
Schlüsslmayr, G. (2002), Zur Moosflora des Traunsteins und seiner unmittelbaren Umgebung (Nördliche Kalkalpen, Oberösterreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 11, Seiten 167-200
Reiterer, F. (1997), Besucher auf "rechten Pfaden" - Besucherlenkung zur Schonung der Natur, Informativ, Heft 07, Seiten 16-17
Brands, M. (2013), Der Traunstein - ein altes Naturschutzgebiet wird erneuert, Informativ, Heft 69, Seite 18
Hemetsberger, J., Pühringer, N. & H. Marterbauer (2006), Auswirkungen eines Powerboatrennens auf die Wasservogelgemeinschaft des Traunsees in Oberösterreich, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 14, Seiten 137-151
Mayr, G. (1979), Natur für alle - Naturschutzgebiete und Naturdenkmale in Oberösterreich, Natur- und Landschaftsschutz in Oberösterreich, Band 5
Rechberger, H. (1985), Oberösterreich Wanderbare Naturschutzgebiete, Natur- und Landschaftsschutz in Oberösterreich
Sokoloff, S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
Weinmeister, B. (1956), Die Vegetation der Steilufer des Traunsees, Exkursionsführer für die XI. internationale pflanzengeographische Exkursion durch die Ostalpen, Angew. Pflanzensoziologie, Heft XVI, Seiten 120-124
Weinmeister, B. (1967), Geschützte und schutzbedürftige Landschaften Oberösterreichs, Landschaft Oberösterreich, Seiten 2-14
Geissler, S. & R. Gruber (2006), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung St. Konrad 2002. Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i.A.d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Über Stock & Stein

Von Wald, Wiesen und Steinriesen

Überleben in der Natur

Von Pflanzen und Tieren geniale Strategien erlernen

Ulfried Zechner

Förster, Nationalpark Kalkalpen Ranger, Wander- und Schneeschuhführer

Untere Steyr & Unterhimmler Au

Das Tal der Steyr ist durch die Schotterablagerungen der Eiszeiten charakterisiert. In den selten gewordenen Lebensräumen wie Auwäldern oder Magerrasen gedeihen noch besondere und seltene Pflanzen, deren Vorkommen von derartigen Standortbedingungen abhängig sind.
An der Unteren Steyr liegen ausgedehnte Auwaldgebiete mit überwiegend Eschen-reichen Wäldern, Konglomerat-Steilhänge, Reste von Halbtrockenrasen und der Steyr-Fluss mit dynamischer Geschiebeführung.
Die Unterhimmler Au ist ein ackerbaulich genutzter Teil der Austufe der Steyr, welcher von einigen Bächen und deren naturnahen Gehölzgalerien begleitet wird.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen  

Siehe auch Europaschutzgebiet Unteres Steyr- und Ennstal.
Das Naturschutzgebiet Untere Steyr hat eine Fläche von ca. 210 ha und erstreckt sich über die Gemeinden Steyr, Garsten und Sierning. Die Steyr ist der fünftlängste Fluss Oberösterreichs und befindet sich in diesem Bereich in der Übergangszone zwischen der Molasse des Zentralraums und der Flyschzone des Alpenvorlandes. Hier ist der Fluss bis auf einige Wehranlagen weitgehend naturbelassen. Die dynamische Geschiebeführung des Flusses sorgt für ständige Veränderung an den Schotterbänken. Zur Schutzzone gehören auch die das Tal begrenzenden Konglomeratwände, die extensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen, die Auwälder und zwei Magerwiesen mit Populationen der gefährdeten Bayern-Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris).


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Siehe Europaschutzgebiet Unteres Steyr- und Ennstal.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Siehe Europaschutzgebiet Unteres Steyr- und Ennstal.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Naturschutzgebiet Untere Steyr in Steyr, Sierning und Garsten
Gesamte Rechtsvorschrift für V Landschaftsschutzgebiet "Unterhimmel" in Steyr


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Untere Steyr, Unterhimmel
Karte im DORIS anzeigen: Untere Steyr, Unterhimmel


Literaturtipps

Prack, P. (1985), Die Vegetation an der Unteren Steyr, Stapfia, 14, Seiten 5-70
Prack, P. (1997) Naturschutzgebiet "Unteres Steyrtal", Informativ, Heft 07, Seiten 15-16
Brands, M. (2007), Steyr hat zwei neue Schutzgebiete, Informativ, Heft 47, Seiten 14-15
Prack, P. (1983), Die untere Steyr
Hacker, W. (2005), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Steyr 2000. Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Stadt Steyr und der Oö. Landesregierung/Abt.Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ
Essl, F., Prack, P. & E. Hauser (2001), Ergebnisse des botanischen Monitorings für die Jahre 1996-2000 auf dem Naturdenkmal "Kuhschellenböschung Neuzeug" (Oberösterreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 10, Seiten 227-261
Brands, M. (2008), Naturschutz und Hochwasserschutz in der Stadt Steyr, Informativ, Heft 49, Seiten 14-15
Sokoloff, S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Untere Traun

Das Europaschutzgebiet ist eines der letzten naturnahen Fließgewässerökosysteme der kontinentalen Region und ein österreichweit bedeutendes Brut- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel, wie den seltenen Gänsesäger. In den Auwäldern brüten gefährdete Greifvögel wie Schwarzmilan und Rohrweihe.
Im Abschnitt von Gmunden bis Stadl Paura prägt die Traunschlucht mit naturnahen Fließstrecken, Hangwäldern und Konglomeratabbrüchen das Europaschutzgebiet. Im Abschnitt Lambach bis Wels prägen Traun und Alm mit ihren Fließstrecken und Auen das Gebiet, die Einhänge sind über weite Strecken mit alten Laubmischwäldern bewachsen.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen  

Das Europaschutzgebiet wird in 3 Teilgebiete unterteilt:
Das Teilgebiet Traunschlucht umfasst den Abschnitt des Trauntals zwischen Gmunden und Stadl-Paura, das Teilgebiet Lambach-Wels liegt flussabwärts von Lambach bis Wels und das Teilgebiet Schacherteiche umfasst die gleichnamigen Teiche und deren Umfeld in Kremsmünster und Sipbachzell. Weiters gehören die Naturschutzgebiete „Almauen“, „Fischlhamerau“ und das NSG „Kuhschellenrasen“ in Gunskirchen zu diesem Europaschutzgebiet.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Charakteristische Schutzgüter sind Vogelarten der Gewässer und Wälder wie Schellente, Gänsesäger, Fischadler, Wespenbussard, Flussuferläufer, Schwarzspecht, Eisvogel, Uhu, Schwarzmilan und Rohrweihe. Auch zahlreiche Amphibienarten wie z. B. Alpenkammmolch und Gelbbauchunke.
Pflanzen:
Eine sehr detaillierte Pflanzenartenliste findet sich unter dem Tabreiter „Artenlisten“ auf der Website Land OÖ: Europaschutzgebiet Untere Traun (Vogelschutzgebiet, AT3113000)).
Lebensräume:
Schutzgüter sind der Fluss selbst und die begleitenden Auwälder, weiters natürliche Trockenstandorte (trockene Heißländen) mit sehr vielfältiger Orchideen-Flora.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Ziel/Schutzzweck des „Europaschutzgebiets Untere Traun“ (§ 1) ist die Erhaltung oder gegebenenfalls die Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustands der großen Anzahl an Brutvogel- und Zugvogelarten des Gebiets (Arten siehe oben).


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Die Liste an erlaubter Nutzungen ist lang – Details siehe bitte nachstehende Verordnung.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet "Untere Traun"


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Europaschutzgebiet Untere Traun (Vogelschutzgebiet, AT3113000)
Karte im DORIS anzeigen: Europaschutzgebiet Untere Traun (Vogelschutzgebiet, AT3113000)


Literaturtipps

Weißmair, W. (1996), Die Amphibienfauna des Hildprechtingerwaldes (Trauntal bei Ohlsdorf; Oberösterreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 4, Seiten 37-47
Dorfner, E. (1996), Problemfall Lambach - Der Kampf um das Kraftwerk, Informativ, Heft 01, Seiten 4-5
Brands, M.,et al. (2000), Netzwerk Natura 2000, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seiten 3-5
Brands, M., et al. (2000), Vogelschutzgebiet Untere Traun, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 15
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000-Gebiet Unteres Trauntal, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite16
Schuster, A. (1998) Der Naturschutzrahmenplan Trauntal, Informativ, Heft 09, Seiten 14-15
Bauer, W. (1990), Die Entwicklung des Gänsesäger-Brutbestandes im oö. Zentralraum an Donau und Traun, ÖKO.L, Heft 12/4, Seiten 26-30
Mayer, G. (1980), Die ökologische Bewertung des Traunauen-Grünzuges nach dem Bestand an Vogelarten, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 26, Seiten 157-216
Schuster, A. (1992), Die Brutvögel der Traunauen bei Wels, Die Traun - Fluss ohne Widerkehr, Kataloge des Oö. Landesmuseums, NF.54/Bd.1, Seiten 76-81
Schuster, A. (1996), Bestandszusammenbruch des Baumpiepers (Anthus trivialis) an der unteren Traun, Oberösterreich, Vogelkundliche Nachrichten Oö u. Naturschutz aktuell, Band 4, Seiten 37-42
Achleitner, M., Grimm ,K., Pachinger, U., Schuster, A. & D. Wirth (2003), Raumeinheit Traunschlucht, NaLa - Natur und Landschaft, Leitbilder für Oberösterreich, Band 5
Sackl, P. (1998), Überprüfung der Auswirkungen und der Zweckmäßigkeit von Kompensationsmaßnahmen des KW Lambach auf die Vogelwelt des Important Bird Areas Untere Traun, Teilgebiet 1
Schuster, A. (1994), Grundlagen für den Amphibienschutz im oberösterreichischen Alpenvorland, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Weißmair, W., Pollheimer, M. & A. Schuster (2011), Managementplan für das Europaschutzgebiet "Untere Traun" AT3113000, Studie i. A .d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Heilingbrunner, G., Schrank, J. & D. Savio (2014), Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-AUSWEISUNG &-GEBIETSVERORDNUNGEN - ANALYSE DES AUSWEISUNGSSTANDS UND DER VERORDNUNGSPRAXIS IN ÖSTERREICH
Gros, P. & E. Hauser (2011), Natura 2000-Gebiet „Untere Traun“ (Oberösterreich) - Bestandserfassung der vorkommenden Schmetterlingsarten der Fauna-Flora-Habitat- Richtlinie, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Unteres Steyr- und Ennstal

Das Gebiet umfasst ausgedehnte Auwälder entlang der Steyr, aber auch Restflächen von Halbtrockenrasen und Konglomeratsteilhängen. Das erstreckt sich in mehreren Teilbereichen in den Gemeinden Sierning, Garsten und Kronstorf, sowie in den Stadtgebieten der Städte Enns und Steyr und umfasst eine Fläche von insgesamt 372,4 ha. Die Steyr weist eine weitgehend intakte Flussdynamik auf, die Enns ist durch die Stauhaltungen der Kraftwerke geprägt.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Das Europaschutzgebiet „Unteres Steyr- und Ennstal“ ist Teil des europäischen Schutzgebietsnetzwerk Natura 2000 und wurde im Jahr 2018 verordnet. Es umfasst unter anderem das NSG „Unterhimmler Au“ (= Zone B des Europaschutzgebiets, ca. 30 ha) sowie Teile des NSG „Untere Steyr“ (= Zone A, ca. 200 ha), welches seit 1998 besteht. Als Zonen C und D sind mehrere Abschnitte entlang der Enns zwischen der Stadt Steyr und der Stadt Enns ausgewiesen.

Entlang des Flusses Steyr, der im Toten Gebirge entspringt und nach ca. 68 km in der Stadt Steyr in die Enns mündet, sind der weitgehend natürliche Flusslauf mit langen, ungestauten Fließstreckenabschnitten, unverbauten Uferzonen, kristallklarem Wasser von hoher Güteklasse, Schotterbänken, die im Sommer gerne von Badegästen frequentiert werden, und steilen Konglomeratwänden, die eine Vielfalt an ökologischen Nischen ausweisen, aus der letzten Eiszeit charakteristisch und landschaftsbestimmend.
An der Enns wurden mehrere naturnahe Abschnitte und Auwälder ins Schutzgebiet aufgenommen.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Koppe, Huchen, Alpenkammmolch, Strömer und Fischotter. 
Aber auch Schwarzspecht, Eisvogel und Wasseramsel sind anzutreffen.
Pflanzen:
Schwarzerle und Esche, mächtige Silberweiden, im Frühling die seltenen Kuhschellen (Pulsatilla vulgaris), Gelber Fingerhut, verschiedene Orchideenarten und andere botanische Kostbarkeiten.
Lebensräume:
15 besondere, natürliche Lebensräume (siehe Anhang I der „FFH-Richtlinie“) sind für das Gebiet gelistet, darunter Schlucht- und Hangmischwälder, Auenwälder. Hartholzauen mit Ulmen und Stieleichen, Ufergehölze mit Lavendelweide, flutende Wasserpflanzen, Magerwiesen, Kalktuffquellen, kalkhaltige Schutthalden der collinen bis montanen Stufe Mitteleuropas, Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation und Waldmeister-Buchenwälder.
Für all diese Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume besteht die besondere Verpflichtung, sie „in einem günstigen Erhaltungszustand“ zu bewahren.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Ziel/Schutzzweck des Gebiets ist der Erhalt/die Sicherung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen gemäß „FFH-Richtlinie“ (Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU). Diese besagt, dass ein günstiger Erhaltungszustand der in diesem Gebiet vorkommenden Lebensraumtypen und Tierarten gewährleistet sein muss. Alle sechs Jahre muss darüber an die Europäische Kommission Bericht erstattet werden.
Schutzzweck im Detail siehe auch NSG Untere Steyr und NSG Unterhimmler Au unter dem Tabreiter „Urkunden“ (siehe Weblinks "Naturschutzbuch", unten).


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Diese sind in der Verordnung genau definiert: Erlaubt ist zum Beispiel das Fischen in der Enns und in der Steyr sowie die Ausübung der Jagd (Ausnahme: auf den Fischotter), das Befahren der Steyr mit nicht motorisierten Booten und Booten mit Elektroantrieb; die Enns darf mit Motorbooten befahren werden, wobei es Ausnahmen gibt (z. B. nicht zum Zweck von Sportveranstaltungen u. Ä.). Weiters sind Maßnahmen zur Jungwuchspflege und Waldverjüngung erlaubt wie z. B. Aufforstungen mit dem Lebensraum entsprechenden Baumarten, Durchforstung und eingeschränkte forstliche Nutzung (z. B. Einzelstammentnahme). Auch die Beunruhigung sowie Abschuss des Kormorans ist erlaubt, nach den Bestimmungen des § 8 der OÖ. Artenschutzverordnung sowie der Abschuss einer begrenzten Anzahl von Gänsesägern unter bestimmten Auflagen.

Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan Unteres Steyrund Ennstal in Enns, Steyr, Garsten, Kronstorf und Sierning


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Untere SteyrEuropaschutzgebiet Unteres Steyr- und Ennstal (FFH-Gebiet, AT3137000) 
Karte im DORIS anzeigen: Untere SteyrEuropaschutzgebiet Unteres Steyr- und Ennstal (FFH-Gebiet, AT3137000) 
Website, Wikipedia: Steyr (Fluss)
Website, OÖ Tourismus GmbH: Europaschutzgebiet Unteres Steyr- und Ennstal, Naturschutzgebiete "Untere Steyr" und "Unterhimmler Au"
Website, MeinBezirk.at: Unteres Steyr- und Ennstal wird Europaschutzgebiet


Literaturtipps

Prack, P. (2017), Neues von Unterer Steyr und Enns, ÖKO-L 39/3
F. Essl, P. Prack & E. Hauser (2001), Ergebnisse des botanischen Monitorings für die Jahre 1996-2000 auf dem Naturdenkmal "Kuhschellenböschung Neuzeug"
Brands, M. (2007), Steyr hat zwei neue Schutzgebiete, Informativ, Heft 47, Seiten 14-15
Brands, M. (2008), Naturschutz und Hochwasserschutz in der Stadt Steyr, Informativ, Heft 49, Seiten 14-15
Sokoloff, S. (2003), Wandererlebnis oberösterreichische Schutzgebiete
G. Dorninger, F. Lenglachner, F. Schanda & W. Hacker (2005), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung der Stadt Steyr, Endbericht

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Unterwegs im Linzer Dschungel

Naturjuwele in den Traun-Donau-Auen

Unterwegs zur flotten Biene

Das Leben der Wild- und Honigbienen im Naturpark Mühlviertel

Ursula Asamer

Kräuterpädagogin, Natur- und Landschaftsvermittlerin, Waldpädagogin i.A., ganzheitliche Komplementärmedizintherapeutin, Autorin

Ursula Wimmesberger

Ausbildung in Grafik/Design & Illustration; Lehramtsstudium für Bildnerische Erziehung & Spanisch an der Universität für Angewandte Kunst Wien sowie der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona; Tätig als freischaffende Künstlerin, Illustratorin, Kunstpädagogin, Bio-Bäuerin, Lehrbeauftragte an der PHDL am Masterlehrgang für Kunsttherapie, Mitglied der IKG (Innviertler Künstlergilde), Atelier im Mülikoasahof Haag

Verena Pühringer-Sturmayr

Bachelorstudium der Zoologie, Masterstudium der Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie, Verhaltensbiologin/Wissenschaftliche Projektmitarbeiterin an der Konrad Lorenz Forschungsstelle

Verena Schrattenecker

Sport- und Englischlehrerin, Motopädagogin, Übungsleiterin Indoor-Klettern, Hochseilgarten Guide, Ski- und Snowboardlehrerin, staatl. geprüfter Fit-Instruktor, Jugendwartin ÖTB Turnverein;

Victoria Haider

Staatlich geprüfte Wander- und Schneeschuhführerin.

Vom Armleuchter zum Nachtschwärmer

Auf abenteuerlichen Pfaden durchs sternenweite Waldkammergut

Vom Meeresgrund zum Almboden

Eine Tour für geologisch Interessierte

Vom Winde verweht

Geniale Fluglösungen in der Pflanzenwelt

Wald der Zukunft

Klimafitte und artenreiche Waldbewirtschaftung im Almtal

Wald-Yoga

Entspannung in der Wildnis

Waldaist-Naarn

Das FFH-Europaschutzgebiet erstreckt sich über die Täler der Waldaist und Naarn, die in Abschnitten weitgehend naturnah erhalten, lokal aber auch von Kraftwerksbauten in ihrer Natürlichkeit beeinträchtigt sind.
Die Gewässer der Schwarzen Aist und der Waldaist, sowie der Kleinen Naarn und Naarn sind in großen Bereichen weitgehend naturnah erhalten und bieten daher der Flussperlmuschel einen wertvollen Lebensraum und Arten wie Uhu und Schwarzstorch ungestörte Rückzugsräume.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Waldaist und Naarn sind zwei der längsten Flüsse der Böhmischen Masse in Oberösterreich. Sie entspringen an der Wasserscheide zwischen Donau und Moldau/Elbe und haben sich tief in das Umland eingeschnitten. Das Tal der Waldaist beherbergt besonders im Bereich der Gutenbrunner Leiten einen der fünf ausgedehntesten zusammenhängenden Schluchtwälder in Oberösterreich.
Das Gebiet ist durch fichtenreiche Mischwälder geprägt, die in der obersten Höhenlage und in Kaltluftinseln lokal als autochton angesehen werden. Wertbestimmend sind die Qualität der Fließgewässer und die Vorkommen von Flussperlmuschel und Fischotter. Weiters ist das Gebiet für die Erhaltung der Silikatfelsen wesentlich. In den höheren Lagen sind größere Bestände an Bürstlingsrasen bedeutend. Der Dunkle Ameisenbläuling besitzt im Gebiet ein bedeutendes Vorkommen.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Fischotter, Flussperlmuschel, Kammmolch, Heller und Dunkler Ameisenbläuling, Grüne Keiljungfer, Spanische Fahne, Uhu und Schwarzstorch;
Pflanzen:
Baumarten: Buchen, Erle, Esche;
Lebensräume:

Artenreiche montane Borstgrasrasen auf Silikatböden,  Flüsse des Flach- und Hügellandes mit Unterwasservegetation;
Silikatfelsen mit Felsspaltenvegetation und Fetthennen-Pioniervegetation;
In den Einhängen haben sich neben Fichtenforsten auch zahlreiche naturnahe Waldtypen wie Hainsimsen-Buchenwälder oder Schlucht- und Hangmischwälder, im Talboden auch Auenwälder mit Erle und Esche erhalten. In den Aufweitungsstrecken sind kleinteilige Kulturlandschaften mit Extensivwiesen erhalten. Von besonderer Bedeutung ist das Vorkommen der Flussperlmuschel.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

Schutzzweck des "Europaschutzgebiets Waldaist und Naarn" ist die Erhaltung (oder gegebenenfalls die Wiederherstellung) eines günstigen Erhaltungszustands der angeführten natürlichen Lebensräume und Tierarten gemäß FFH-Richtlinie.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Wirtschaftliche Nutzung unter bestimmten Auflagen ist erlaubt, aber es dürfen neben den Flüssen kein Dünger und keine Pestizide ausgebracht werden. Auf bestimmten Flächen darf nicht neu aufgeforstet werden. Auch für Fischerei, Jagd und Tourismus gibt es verschiedenste detaillierte Auflagen, diese sind bei Interesse in der Verordnung nachzulesen.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet und Landschaftspflegeplan "Waldaist und Naarn"


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Europaschutzgebiet Waldaist und Naarn (FFH-Gebiet, AT3120000)
Karte im DORIS anzeigen: Europaschutzgebiet Waldaist und Naarn (FFH-Gebiet, AT3120000)
Website: Wikipedia
Website: Mühlviertel
Website: OÖ Nachrichten
Website: TIPS Rohrbach


Literaturtipps

Pöstinger, M. (2014), Verordnung der Oö. Landesregierung, mit der das Gebiet „Waldaist und Naarn“ als Europaschutzgebiet bezeichnet und mit der ein Landschaftspflegeplan für dieses Gebeit erlassen wird, Begutachtung – Stellungnahme der OÖ Umweltanwaltschaft.
Land Oö, Anlage 1 zur Verordnung
Stöhr, O. & S. Gewolf (2005), Neufunde bemerkenswerter Gefäßkryptogamen aus dem Europaschutzgebiet "Waldaist-Naarn" (Unteres Mühlviertel, Oberösterreich), Beiträge zur Naturkunde Oberösterreichs, Band 14, Seiten 287-314 - der Link funktioniert derzeit leider nicht!
Brands, M., et al. (2000), Natura 2000-Gebiet im Planunsstadium Waldaist -Naarn, Informativ, Sonder-Nr. S2, Seite 21
Strauß-Wachsenegger, G. & H. Kutzenberger (2001), Waldaist-Naarn: die Vorbereitung des 16. NATURA 2000-Gebietes in Oberösterreich, Informativ, Heft 21, Seiten 16-17
Uhl, H. (2003), Überlebenschancen für Wachtelkönig und Birkhuhn im Freiwald, Informativ, Heft 29, Seiten 16-17
Straß-Wachsenegger, G. (2004), Erarbeitung von Landschaftspflegeplänen in Europaschutzgebieten, Informativ, Heft 33, Seite 9
Strauß-Wachsenegger G. (20139, Die NATURA 2000-Gebiete in den Tälern von Waldaist, Naarn und Kleiner Gusen, Informativ, Heft 69, Seiten 16 - 17 - der Link funktioniert derzeit leider nicht!
Pils, G. (1982), Das Waldaisttal im Unteren Mühlviertel - ein schützenswerter Lebensraum, ÖKO.L, 4/3, Seiten 3-6
Priemetzhofer, A. & F. Priemetzhofer (1984), Die Wasseramsel (Cinclus cinclus) an der Aist, Naturkundliches Jahrbuch d. Stadt Linz, Band 30, Seiten 75-116
Haunschmid, R. & D. Kozak (1998), Fischökologische Bestandsermittlung an der Waldaist sowie Erhebung des Glochidienbefalles im Rahmen des Flußperlmuschelprojektes (FLUP) - 1. Beobachtungsjahr (1997), Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Uhl, H. (2008), Wiesenvögel in Oberösterreich 2008, Ergebnisse der landesweiten Bestandeserhebungen 1994 bis 2008 und Naturschutzbezüge
Jung M. (2011), Habitatwahl, Wirtsspezifität und Populationsstruktur der Flussperlmuschel (Margaritifera margaritifera LINNAEUS 1758) in der Waldaist (Oberösterreich), Diplomarbeit, Universität Wien
Schwarz M., Limberger J. & B. Derntl (2011), Naturpark Mühlviertel - Naturschätze erforschen und schützen, Informativ, Heft 63, Seiten 6-7
Gumpinger, C. (2011), Zum aktuellen Stand des Artenschutz-Projektes Flussperlmuschel, Informativ, Heft 63, Seiten 14-15
Heilingbrunner G., Schrank J. & D.Savio (2014), Vervollständigung des Natura 2000-Netzwerks in Österreich: NATURA 2000-AUSWEISUNG &-GEBIETSVERORDNUNGEN - ANALYSE DES AUSWEISUNGSSTANDS UND DER VERORDNUNGSPRAXIS IN ÖSTERREICH.
Gros, P. (2013), Monitoring der Wiesenknopf-Ameisenbläulinge Maculinea teleius und Maculinea nausithous (Lepidoptera: Lycaenidae / FFH-Richtlinie, Anhang II) in den Europaschutzgebieten Waldaist-Naarn und Tal der Kleinen Gusen (Oberösterreich), Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz
Jung M., Scheder C., Gumpinger C. & J. Waringer (2013), Habitat traits, population structure and host specificity of the freshwater pearl mussel Margaritifera margaritifera in the Waldaist River (Upper Austria), Biologia, 68/5, Seiten 922-931
Guttmann, S. (2013), Lasst euch nicht vom Glanz blenden – Hat jemals eine Perle eine Muschel hervorgebracht? Informativ, Heft 72, Seiten 16-17
Gros, P. (2016), Monitoring der Wiesenknopf-Ameisenbläulinge in den Europaschutzgebieten Waldaist-Naarn und Tal der Kleinen Gusen (Oberösterreich) im Jahr 2016
Grass, V. & B. Mair (2006), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Rechberg 1997. Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ

 

Aktualisiert im Dezember 2021

Waldbaden

Auftanken in der Waldwildnis

Waldtheater

Vorhang auf für ein einzigartiges Schauspiel im Böhmerwald

Walter Stecher

Pensionierter Förster, Nationalpark Kalkalpen Ranger, Naturwacheorgan

Waltraud Müller

Ökowirtin, Natur- und Landschaftsführerin, Kräuterpädagogin, Akademische Expertin für Heilpflanzen und Wildkräuter, Heilpflanzenpraktikerin nach Hildegard von Bingen, Biobäuerin und hauptberuflich Naturschutzberaterin;

Warscheneck

Südöstlich des Warscheneck Hauptstockes erstreckt sich im Gemeindegebiet von Spital am Pyhrn das Schutzgebiet Warscheneck. Es ist geprägt von ausgedehnten, beweideten Fichten- sowie Fichten-Lärchen-Bergwäldern, Reinweiden und Sumpfflächen.


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen 

Die Wurzeralm ist eine Hochalm, sie befindet sich durchschnittlich auf 1.400 m Seehöhe. Die Gesamtfläche beträgt 275 Hektar, davon sind 96 Hektar Weidefläche.
Im direkten Anschluss an das Landschaftsschutzgebiet Wurzeralm liegen 3 weitere Naturschutzgebiete: „Warscheneck-Süd Frauenkar und Warscheneck-Süd Purgstall – Brunnsteiner Kar“ (n110, 1.119 ha), „Warscheneck Süd-Wurzeralm Stubwies“ (n165, 817 ha) und „Warscheneck Süd-Stubwies“ (n096, 767 ha), woran im Norden das NSG „Warscheneck Nord“ (n134, 2.697 ha) anschließt.
Historisches: 1950 wurden im Gebiet In der Höll geritzte Felszeichnungen mit menschen- und tierförmigen Motiven entdeckt, frühestens aus dem Mittelalter stammend.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
Besondere Bedeutung hat der Brunnsteinersee für Amphibien. Hier versammeln sich viele Grasfrösche (Rana temporaria) zur Paarung und zur Laichablage. Da der See oft sehr lange mit den Schneemassen von Lawinen bedeckt ist, erfolgt die Eiablage erst im Juli, wodurch die Kaulquappen oft nicht mehr im selben Jahr zur Metamorphose gelangen, sondern im Wasser überwintern müssen. Weiter sind auch Bergmolch (Triturus alpestris) und Alpensalamander (Salamandra atra) häufig anzutreffen.
Abgesehen von den großen Greifvogelarten sind unter vielen anderen auch Waldbaumläufer, Wintergoldhähnchen und Baumpiper und Mauerläufer zu Hause.
Pflanzen:
Hier gedeihen der Rundblättrige Sonnentau, seltene Seggen, Binsen und Torfmoose sowie Trollblume, Eisenhutblättriger Hahnenfuß, Alpenschnittlauch und Bewimperte Alpenrose.
Lebensräume:
Die Wurzeralm zeichnet sich durch eine große Biotopenvielfalt (Feuchtwiesen, Moorgebiete, Zwergstrauchheide, Nadelwald und Almweide) und eine besonders vielfältige Vegetation aus. Das Untere und Obere Filzmoos sind zwei Latschenhochmoore, die als die höchstgelegenen der Nordalpen gelten.


Erlaubte Eingriffe und Maßnahmen

Neubauten, Neuanlagen von Wegen und weitere Erschließungen bedürfen einer Bewilligung der Behörde. Die Moorgebiete dürfen nicht betreten werden. Die Einzelstammentnahme (außer Zirben) ist bewilligungspflichtig. Erlaubt ist Beweidung (plus Weidezaunerrichtungen), Loipenpräparierung, Schitourengehen auf üblichen Routen, ansonsten gelten im Wesentlichen die sonst üblichen Bestimmungen für Landschaftsschutzgebiete.


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Landschaftsschutzgebiet "Warscheneck-Süd - Wurzeralm" in Spital am Pyhrn
und Gesamte Rechtsvorschrift für V Landschaftsschutzgebiet "Warscheneck-Süd - Wurzeralm" in Spital am Pyhrn


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Warscheneck-Süd - Wurzeralm
Karte im DORIS anzeigen: Warscheneck-Süd - Wurzeralm
Website: Wikipedia
Website: OÖ Tourismus GmbH
Website: Alpenverein Linz


Literaturtipps

Schratter, H. (2006), Wurzeralm - Sommererlebnis. Eine Alm macht mobil, Informativ, Heft 42, Seiten 18-19
Rechberger, H. (1985), Oberösterreich Wanderbare Naturschutzgebiete, Natur und Landschaftsschutz in Oberöstereich, Seiten 27-28
Jungwirth, H. (2010), Warscheneck - Nagelprobe für den oberösterreichischen Naturschutz, Bergauf, 4/2010, Seiten 34-37
Weinmeister, B. (1967), Geschützte und schutzbedürftige Landschaften Oberösterreichs, Landschaft Oberösterreich, Seiten 2-14
Steiner, E. (2010), GIS- gestützte Habitatmodellierung für Auerhuhn im Naturschutzgebiet Warscheneck, Diplomarbeit, Universität Linz
Sichler, M. et.al (2006), Naturraumkartierung Oberösterreich - Biotopkartierung Spital am Pyhrn Süd 2002 - Endbericht, Beiträge zur Biotopkartierung Oberösterreich, Studie i. A. d. Oö. Landesregierung/Abt. Naturschutz - Naturraumkartierung OÖ

 

Aktualisiert im Dezember 2021

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Landwirtschaftsmeister, Matura der höheren Land- und Forstwirtschaftlichen Schule

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Moore zählen weltweit zu den am meisten bedrohten Lebensräumen. Seit 1993 stehen alle Moore auf Bundesforste-Flächen unter Schutz. Um sie zu erhalten, bedarf es...

Wiesengebiete im Mühlviertel

Das Schutzgebiet besteht aus mehreren Teilflächen und umfasst die bedeutendsten Restflächen von Bürstlingsrasen und extensiv bewirtschafteten Bergmähwiesen im östlichen Mühlviertel. 


Weitere Infos zum Gebiet, Landschaftstyp, Flächen

Es umfasst rund 5,7 km² und liegt im nordöstlichen Mühlviertel im Bezirk Freistadt in der naturräumlichen Einheit Freiwald und Weinsberger Wald. Es weist eine sehr zerstreute Lage auf und umfasst Teilflächen in den Gemeinden Liebenau, Sandl, Grünbach, Weitersfelden, St. Oswald bei Freistadt und Windhaag bei Freistadt, wobei der Großteil in den Gemeinden Liebenau (50 Prozent) und Sandl (25 Prozent) liegt.


Arten (Tiere, Pflanzen) und Lebensräume (Schutzgüter)

Tierarten:
wiesenbrütende Vogelarten wie etwa Wachtelkönig, Heidelerche, Braunkehlchen, Wachtel, Wiesenpiper, Bekassine, Feldschwirl, Grauammer und Neuntöter; Birkwild;
Pflanzen:
für Bergmähwiesen, Borstgrasrasen und Moorflächen typische Pflanzengesellschaften.
Lebensräume:
Die beiden häufigsten und auch flächenmäßig am stärksten vertretenen FFH-Lebensraumtypen sind Bergmähwiesen (FFH-Code 6520) und Borstgrasrasen (FFH-Code 6230, prioritärer Lebensraumtyp), was die Bedeutung des FFH-Gebietes für diese beiden Wiesentypen deutlich unterstreicht. Aber auch Moorflächen haben im Gebiet eine wichtige Bedeutung und sind mit zwei FFH-Lebensraumtypen (Noch renaturierungs-fähige degradierte Hochmoore, FFH-Code 7120, und Moorwälder, FFH-Code 91D0, prioritärer Lebensraumtyp) vertreten.


Schutzzweck und Entwicklungsmaßnahmen

-


Erlaubter Eingriffe und Maßnahmen

-


Verordnung

Gesamte Rechtsvorschrift für V Europaschutzgebiet "Wiesengebiete im Freiwald"


Websites, weiterführende Links

Land OÖ, Naturschutzbuch: Wiesengebiete im Mühlviertel (FFH-Gebiet, AT3129000)Bumau, Richterbergau, Tanner Moor
Karte im DORIS anzeigen: Wiesengebiete im Mühlviertel (FFH-Gebiet, AT3129000)Bumau, Richterbergau, Tanner Moor


Literaturtipps

Dieses wissenschaftliche Gutachten findet sich unter dem Tabreiter „Urkunden“ auf der Website Land OÖ/Wiesengebiete im Mühlviertel (FFH-Gebiet, AT3129000) (siehe oben):
Portisch, R. (2018), Dynamischer Wiesenbau im Natura 2000-Gebiet „Wiesengebiete im Mühlviertel“, Vorstudie; Literaturrecherche und Interviews, Bericht

 

Aktualisiert im Dezember 2021

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