Naturschauspiel Logo Typo weiss

APRIL

AUS DEM GESCHENKEKORB DER NATUR

ÜBER DEN DREIKLANG DER GÄRTEN, HEILSAME PFLANZEN UND SPEISEN IM NATURRESTAURANT


Willkommen in der wundersamen Welt der Flora, wo uns aus dem Geschenkekorb der Natur ein reichhaltiges Angebot präsentiert wird. Gerade die Vielfalt an Oberösterreichs Pflanzenreichtum ist bemerkenswert und findet sich nicht nur in der Abgeschiedenheit der natürlichen Wildnis.

 

Auch in unzähligen heimischen Gärten wird die Tradition der Pflanzenvielfalt seit Generationen gepflegt. So widmet sich auch die diesjährige OÖ Landesgartenschau in der Kulisse des Alpen-vorlandes vom 21. April bis 15. Oktober harmonischen Gartenkompositionen mit vielseitigen gärtnerischen und touristischen Attraktionen. In Kremsmünster wird unter dem Motto „Dreiklang der Gärten“ alles rund um Genussvolles und Heilsames, Biodiversität, Naturschutz oder genetische Vielfalt aus dem Pflanzenreich an drei Schauplätzen präsentiert. Übrigens, mit Kochkursen sowie verschiedenen Programmschwerpunkten zur selbstgemachten Herstellung von Salben, Tees oder Kosmetikprodukten ist auch NATURSCHAUSPIEL zu Gast auf der heurigen Landesgartenschau!



Vom Garten direkt auf den Teller

Die Nutzung von Pflanzen zu Heilzwecken ist so alt wie die Menschheitsgeschichte selbst. Ob Kamillenblüte, Mädesüß, Muskatnuss, Salbei, Spitzwegerich oder Zimtrinde, allein die Liste an Pflanzenarten mit etwa schmerzstillender oder entzündungshemmender Wirkung ist derart umfangreich, dass sie allein den hier vorliegenden Spielplan füllen würde. Bereits in den Hochkulturen des Altertums finden sich von Ägypten und Babylon bis Indien und China zahlreiche Schriftfragmente und Texte, die eine Nutzung von Heilpflanzen nachweisen. Ebenfalls bekannt ist, dass unsere heimischen Vorfahren mit Wildkräutern und Heilpflanzen aus der Naturapotheke umzugehen wussten. Darüber hinaus haben auch immer schon zahlreiche essbare Pflanzen ihren Weg aus Mutter Natur bzw. dem Garten direkt auf den Teller gefunden. Dies beweisen jedenfalls einige NATURSCHAUSPIEL-Touren, die zum Thema Pflanzenkunde und Speisen im Naturrestaurant wissenswerte wie köstliche Führungen neu im Programm haben.

Kräuter, Kunst und Kulinarik

So ist man auf der Tour „Naturrestaurant Gmunden“ zu Gast in der Wildkräuterküche am Fuße des Traunsteins, um an den Hängen des Grünberges den geschmacklichen Reichtum der Wiesen- und Waldböden zu erforschen. So manche Köstlichkeit an Wildkräutern und Wildgemüse, als auch das Erkennen, achtsame Ernten und Vorbereiten von Wildpflanzen für die Küche stehen dabei im Mittelpunkt. Zum Abschluss wird in Memoriam von Ingrid Pernkopf ein zur Jahreszeit passendes Wildkräutermenü gekocht. Mit Pflanzenfarben wiederum beschäftigt sich die Tour „Heute machen wir blau!“ im Naturpark Attersee-Traunsee, wo die bunte Welt der Pflanzenfarben des Salzkammerguts erkundet wird. Dabei werden etwa natürliche Farben von Garten, Wald und Wiese aus den Gewächsen zum Malen auf Papier herausgelöst oder das handwerkliche Geschick vom Ostereierfärben bis zum Badesalz-Herstellen geübt. Pflanzenkunde in allen Jahreszeiten sowie alchemistische Inspiration aus der Waldapotheke bietet schließlich die Tour „Das Einmaleins der Kräuterhexe“. Neben selbst gemachten Kostproben zum Mitnehmen erfährt man dabei alles über Pflanzen, die die Gesundheit stärken, den Geist beflügeln und dem Leben die wahre Würze verleihen!


 

vermittler gertrude pammer c robert maybach

 

NATURVERMITTLER/IN IM PORTRÄT

GERTRUDE PAMMER

 

Die Maltsch im Mühlviertel ist das Paradies der Kindheit von Gertrude Pammer. „Da sitze ich heute noch gerne auf den Granitfelsen im Bach, in dem wir früher mit der Hand aus dem Wasser Krebse und das aus Tschechien dahertreibende Zeitungspapier herausgefischt haben“, sagt die Tochter einer Zollbeamtenfamilie über ihre alte Heimat bei Leopoldschlag.

 

Aus der hieß es im Alter von drei Jahren Abschied nehmen, als der Grenzübergang 1955 geschlossen wurde und sich ihr Vater „wegen der Schulzukunft von uns Kindern“ ins dichter besiedelte, aber an Pflanzenvielfalt ärmere Innviertel versetzen ließ. An die Maltsch kehrte Pammer mit ihrer Familie jeden Sommer zurück. Als sie maturierte, war ihr die Liebe zu Flora und Fauna schon so in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie in Salzburg Biologie studierte und Naturgeschichte danach ein Vierteljahrhundert lang in den höheren Schulen von Schärding unterrichtete.

In München erlernte sie die Kunst der Phytotherapie und das Ansetzen von Kräutertinkturen, -weinen und -essenzen. Über eine Lehrgangskollegin kam Pammer einmal mehr in ihre alte Heimat zurück: Sie begann, Gruppen in das Grüne Band entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs zu führen. Ihren Lebensmittelpunkt hat sie inzwischen nach Leonding verlegt. Ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge ins Mühlviertel, aber auch für ihre zahlreichen Reisen, zum Beispiel nach Myanmar, Bolivien und Kambodscha. „Da bin ich immer zwei Monate nur zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs und versuche, als langsam Reisende Landschaft und Kultur aufzunehmen.“

 

 

art gaensebluemchen c h bellmann archiv biologiezentrum linz

 

PFLANZENPORTRÄT DES MONATS

DAS GÄNSEBLÜMCHEN

EIN HÜBSCHER ÜBERLEBENSKÜNSTLER

 

Das Gänseblümchen (Bellis perennis) ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Korbblütler und zählt zu den bekanntesten Wiesenblumen Mitteleuropas. Als Standorte werden von einem der ersten Frühlingsboten Gärten sowie Weiden- und Wiesenflächen auf nährstoffreichem Untergrund bevorzugt. Das Gänseblümchen ist eine so genannte Speicherpflanze. Somit ist es in der Lage, den Winter elegant im Schnee zu überleben. Bekannt ist das Gänseblümchen nicht nur als Futterpflanze, die auch im Salat ein angenehm nussartiges bis leicht bitteres Aroma entfaltet. In der Volksheilkunde gilt das hübsche Blümchen zudem als Heilmittel, das bei Hauterkrankungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Husten oder Schlaflosigkeit seine natürlichen Kräfte entfaltet.  Kein Wunder, dass es trotz seiner weiten Verbreitung und seiner universellen Einsatzmöglichkeiten in seiner Existenz nicht gefährdet ist. Für den Naturschutz besteht kein Handlungsbedarf, denn es gibt keinen Mangel an den bevorzugten nährstoffreichen Standorten und die lindernden Wirkungen bei allerhand Schmerzen sind nur wenigen Menschen bekannt.

 

gewinnspiel

Das Gewinnspiel zum Thema des Monats April ist leider abgelaufen!

Bitte wechseln Sie zum aktuellen Thema des Monats Artikel.

NASP17 Highlighttour wildedelikatessen

WILDE DELIKATESSEN

Bei einer kleinen Wanderung über die Grenze entdecken wir schmackhafte Freunde aus der Natur. Wir lernen ihre Erkennungsmerkmale und Verwendungsmöglichkeiten kennen. Gemeinsam sammeln wir einen Korb voll Wildpflanzen, aus denen wir im GREEN BELT CENTER ein leckeres mehrgängiges Menü zaubern. Lass Dich überzeugen von köstlichen Delikatessen, wie Wildkräuter-Brokkoli, wildem „After-Eight"€œ, Rotklee-Gelee und Co. Entdecke einen lustvollen und kostengünstigen Weg, Deine Küche zu bereichern und sammle mit uns Wildkräutererfahrungen!

MEHR DETAILS >