Wir entdecken den geschützten Naturwald in einer der markantesten Flusslandschaften Mitteleuropas. Durch den dauerhaften Nutzungsverzicht kann eine Wandlung zum „Urwald von morgen“ mit uralten Buchen und ihren Totholzpilzen erlebt werden. Europaweit seltene Tierarten, wie Schwarzstorch und Äskulapnatter, finden in den unzugänglichen Hangwäldern einen geeigneten Lebensraum.
Im Rahmen eines grenzüberschreitenden LIFE-Projektes sind die wertvollsten Waldbereiche dauerhaft unter Schutz gestellt worden.
Dank einer nachhaltigen Bewirtschaftung durch die Grundbesitzer sind ausgedehnte Eichen-Hainbuchenwälder, Hang- und Schluchtwälder und Buchenwaldgesellschaften erhalten geblieben. Die südexponierten, sehr warmen und teils schroffen Felsbereiche bieten Traubeneiche, aber auch Wacholder gute Wuchsbedingungen. Im Donautal und den Schluchten der schattigen Seitentäler sind die Flatterulme, sowie mehrere Orchideenarten und Liliengewächse zu finden. Europaweit seltene Tierarten wie Schwarzstorch, Uhu und Hirschkäfer sowie die national bedrohte Smaragdeidechse und Äskulapnatter finden in den unzugänglichen Hangwäldern einen geeigneten Lebensraum.
Der Weg führt uns zunächst zum Schlögener Blick, einem imposanten Aussichtspunkt über der Schlögener Schlinge, dem Highlight des Oberen Donautales. Weiter geht es über einen schmalen Steig in naturbelassene, dauerhaft geschützte Buchen-Tannenwälder mit eindrucksvollen Baumriesen. Vom Schwarzspecht gezimmerte Höhlen sind hier Lebensraum für Waldkauz, Hohltaube und Fledermäuse. Nach Überquerung eines tiefen Bachtales mit wunderschönem Eschen-Ahorn-Schluchtwald gelangen wir in einen alten Eichen-Buchenwald, der ebenfalls unter Naturschutz gestellt ist. Der Rückweg führt uns über eine artenreiche Blumenwiese mit schönem Blick ins Tal. Die Expedition vermittelt den Reiz der Wildnis im Wald und ihre ökologische Bedeutung.
Da wir uns großteils auf engen Steigen und Wildwechseln bewegen, ist eine gewisse Trittsicherheit erforderlich.